Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman' von Per Petterson
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Inhaltsangabe zu "Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:240
EAN:9783596187690

Rezensionen zu "Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman"

  1. Mutter- Sohn- Beziehung

    Per Petterson hatte mich mit dem Buch "Pferde stehlen" begeistert, so dass ich mit einer sehr positiven Grundhaltung an dieses Buch heranging. Er erhielt mit diesem Buch auch einen norwegischen Buchpreis und die positiven Kritiken überschlugen sich.

    Arvids Mutter erfährt, dass sie an Magenkrebs erkrankt ist und dass sie noch wenig Zeit hat zu leben. Sie entscheidet sich alleine in ihre alte Heimat nach Dänemark zu fahren. Sie hat immer Norwegen gehasst und kam mit ihrer neuen Heimat nicht klar. Arvid einer ihrer 4 Söhne beschließt ihr hinterher zu fahren.

    Seine Ehe wird geschieden und er befindet sich zwischen zwei Lebensabschnitten. Die Mutter- Sohn- Beziehung war nicht so einfach. Arvid war immer der Sonderling. Er gab sein Studium auf, um als Arbeiter in einer Fabrik zu arbeiten, da er überzeugter Kommunist ist. Bei der 50. Geburtstagsfeier seiner Mutter vermasselt er seine Rede, da er zuviel getrunken hatte und die Verabschiedung seines todkranken Bruders vermasselte er auch. Diese Geschichte wird aus der Sicht von Arvid geschrieben; mit einigen Rückblenden aus seinem Leben in Verbindung mit seiner Mutter.

    Für mich war das Buch ein durchwachsenens Erlebnis. Es gab Abschnitte, die mich sehr berührt haben, dann war es wieder sehr belanglos. Man merkt, dass der Schriftsteller sein Handwerk versteht, aber der Protagonist Arvid wirkt in diesem Buch sehr unreif, unfähig irgendwelche Nähe und Gefühle zulassen (gefühlskalt) und er hat ein dickes Problem mit dem Alkohol. Auch die Mutter kann kaum Nähe zulassen und zeigt wenig emotionale Wärme, so dass viele Ängste, Gefühle unausgesprochen zwischen Sohn und Mutter im Raum stehen bleiben.

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