Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller' von S.J. Watson
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller"

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?



Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?



»Man muss sagen: Chapeau, der Mann hat es wirklich gefunden, das Rezept für den perfekten Thriller.« taz



»Es ist fast unmöglich, diesen mitreißenden, glaubwürdigen und daher nahegehenden Thriller aus der Hand zu legen.« Bücher



»Mitreißend, ein echter Pageturner.« Stern



»Schlicht und einfach der beste erste Thriller, den ich jemals gelesen habe.« Tess Gerritsen

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:560
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller"

  1. Frau mit Amnesie auf der Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Aug 2018 

    Eine Frau verliert ihr Gedächtnis. Seit über zwanzig Jahren schon gehen ihr fortan in jeder Nacht sämtliche Erinnerungen verloren. Sowohl an den jeweiligen Vortag, als auch an ihr komplettes früheres Leben. Mit dieser seltsamen Form der Amnesie geschlagen, muss sie sich jeden Morgen nach dem Aufwachen neu erkunden und kennen lernen. Dabei kann sie sich nur auf die Aussagen ihres Mannes verlassen - an den sie sich natürlich auch nicht erinnern kann - , denn Freunde, oder Familie scheint sie nicht zu haben. Eines Tages jedoch findet sie ein Tagebuch, welches ganz offensichtlich von ihr selbst geschrieben wurde. Was sie dort liest, wirbelt ihr eh schon kompliziertes Leben gehörig durcheinander, denn es weicht eklatant von der Version ab, die ihr Mann ihr erzählt. Kann sie ihm überhaupt noch trauen? Wie kann man überhaupt jemandem trauen, wenn man sein eigenes Gedächtnis verloren hat und nicht weiß, was Wahrheit und Einbildung ist?

    Ich.darf.nicht.schlafen ist das durchaus gelungene Erstlingswerk des Engländers Steve "S.J." Watson.
    Die Story spielt im England unserer heutigen Zeit, wird durch ihre psychologische Spannung getragen und kommt gänzlich ohne "blutiges Gemetzel" aus. Als Leser verfolgt man die Handlung aus Sicht der Protagonistin Christine und hat so einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Man kann sich gut in die Seelenqualen und die wachsende Verwirrtheit dieser sympatischen Frau einfühlen und mäandert gemeinsam mit ihr - jeden Tag aufs Neue - durch das Dickicht aus vermeintlichen oder realen Erinnerungen, Tagebucheinträgen und den Geschehnissen des jeweiligen Tages.

    Der flüssige Schreibstil des Autors trägt sein Übriges dazu bei, dass es einem beim Lesen - trotz einer kleinen Länge im mittleren Teil und einigen Wiederholungen von Geschehnissen - nicht langweilig wird.
    Ganz im Gegenteil hat mich dieses Buch durch eine persönliche Lesekriese getragen, in der ich mich nicht so recht zum Lesen von irgendwas bestimmten durchringen konnte. Vieles fing ich an, genau so vieles legte ich wieder unvollendet aus der Hand. Nichts konnte mich während dieser Zeit so recht ansprechen, bis ich diesen Roman zufällig in die Finger bekam. Die Neugierde darauf, was denn nun WIRKLICH in Christines Vergangenheit geschehen war, wog deutlich schwerer, als meine Leseflaute.

    Den Weg von Christines sprichwörtlicher Selbstfindung kann ich all jenen Lesern empfehlen, die rein spannungsgetragene und psychologische Storys mögen. Jemand der lieber blutige und brutale Thriller mag, wird hier definitiv nicht auf seine Kosten kommen.