Iberische Hitze: Kriminalroman (Dolf Tschirner 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Iberische Hitze: Kriminalroman (Dolf Tschirner 1)' von Ulrich Brandt
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Die heiße Spur …

Cartagena im Hochsommer. Dolf Tschirner, ein Deutscher, ist nach einer gescheiterten Ehe hier hängen geblieben. Santes, seine spanische Schwiegertochter, überredet ihn zu einem höchst gefährlichen Job: Er soll den vermeintlichen Selbstmord eines Apothekers aufklären. Was Dolf herausfindet, gefällt niemandem. Der Apotheker hat mit Elixir gehandelt, einem Drogencocktail, und an einem dieser Gifte ist er gestorben. Nur: Hat er sich das Zeug wirklich selbst eingeflößt? Eine tote Katze in seinem Hinterhof verrät Dolf, dass er auf der richtigen Spur ist.

Kauzig und authentisch – ein deutscher Ermittler im südspanischen Cartagena.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:317
EAN:

Rezensionen zu "Iberische Hitze: Kriminalroman (Dolf Tschirner 1)"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 16. Jul 2019 

    Die Wespe

    Nach seiner Scheidung ist Dolf Tschirner in Südspanien hängen geblieben. Unterdessen ist er 68 Jahre und so schon eine ganze Weile in Spanien. Auch wenn er sich nicht als Spanier fühlt, nach Deutschland will er auch nicht zurück. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und übernimmt hin und wieder einen Auftrag als eine Art Privatdetektiv. Vor einigen Monaten wurde der Apotheker tot aufgefunden. Die Polizei ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um einen Selbstmord gehandelt hat. Die Witwe kann sich das nicht vorstellen, denn gerade vor seinem Tod war ihr Mann besser drauf. Sie bittet Dolf herauszufinden, was wirklich geschah.

    In seinem Leben hat Dolf Tschirner einiges mitgemacht, Jobs innegehabt und verloren, er war verheiratet und wurde geschieden, er verlor seinen Sohn. Er hat es geschafft, die Zigaretten aufzugeben, doch der Alkohol ist sein Freund. Guten Kontakt hat er zu seiner Schwiegertochter. Ihr kann er ebensowenig abschlagen wie der Apothekerin und deren Kindern. Obwohl es mit seiner Gesundheit nicht zum Besten steht, ihn plagt die Gicht, macht er sich auf die Wahrheit über den Tod des Apothekers zu erforschen. Bald schon ergeben sich erste Ungereimtheiten.

    Er ist schon ein alter Haudegen, man kann es nicht anders sagen. Mit 68 doch eigentlich schon im Rentenalter lässt Tschirner es sich nicht nehmen, ungeklärten Fragen nachzugehen. Dass er dabei sowohl gewiefter als auch hartnäckiger ist als die Polizei, erstaunt. Umso mehr erstaunt es jedoch, dass er es aus jeder brenzligen Situation heraus schafft und wesentlich Jüngere, die ihm eigentlich körperlich überlegen sind, in die Flucht zu schlagen. Hinzu kommt sein Alkoholproblem, das in allerdings nicht hindert, schlauer zu sein als die anderen. So richtig sympathisch wird einem Dolf Tschirner nicht, dennoch löst er hier einen spannenden Fall, in dem er herausfindet, dass hinter dem vermeintlichen Selbstmord doch mehr steckt. Zwar sind die Personen etwas unterkühlt geschildert, doch der Ausflug in den spanischen Sommer ist interessant und die Hartnäckigkeit, mit der Tschirner der Wahrheit auf den Grund geht, überzeugt.

    3,5 Sterne