Herzschuss

Buchseite und Rezensionen zu 'Herzschuss' von Andreas Föhr
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Herzschuss"

Eine neue Chefin für Kommissar Wallner, Polizeiobermeister Kreuthner unter Mordverdacht - der Haussegen bei der Kripo Miesbach hängt schief... Frauenpower am Tegernsee: Der 10. humorvolle Bayern-Krimi um die Kult-Ermittler Wallner&Kreuthner hat es ordentlich in sich. Ein frischer Wind weht durch die Polizeiinspektion Miesbach – oder wohl eher eine steife Brise: Clemens Wallners neue Chefin Karla Tiedemann ist nicht nur 10 Jahre jünger als der Kommissar und mit einem Sinn für beißende Ironie gesegnet; sie scheint auch mindestens so sehr an ihrer Karriere interessiert wie an Gerechtigkeit. Als der Abgeordnete Gansel in seinem eigenen Haus ermordet wird, gerät Kommissar Wallner von zwei Seiten unter Druck: Karla drängt auf einen raschen Abschluss des Falls – und der Hauptverdächtige ist ausgerechnet Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner! Denn Gansel war mit Kreuthners Jugendliebe Philomena verheiratet und hat sie offenbar geschlagen. Das wiederum hatte Kreuthner herausbekommen und wollte es in der ihm eigenen unkonventionellen Art unterbinden …

Format:Broschiert
Seiten:384
Verlag: Knaur HC
EAN:9783426226704

Rezensionen zu "Herzschuss"

  1. Kreuthner in Bedrängnis

    Im Jubiläumsband zehn der kultigen Tegernsee-Reihe um das ungleiche Duo Wallner/Kreuthner lässt der Jurist und Autor Andreas Föhr ausnahmsweise nicht den unkontrollierbaren und unkonventionellen Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner die Leiche finden, sondern den reflektierten, teamfähigen Kriminalhauptkommissar Clemens Wallner. Jedenfalls ist er zuerst am Fundort, denn beim Skifahren hat ihm ein Unbekannter die Koordinaten in die Hand gedrückt. Doch kurz nach ihm taucht auch Kreuthner in dem Hotelrohbau auf. Warum? Hat er wirklich nur zufällig Wallners Wagen gesehen oder steckt mehr dahinter?

    Ein Mordfall, viele mögliche Motive
    Das Opfer, Philipp Gansel, getötet mit mehreren Schüssen, war Mitglied des Bayerischen Landtags mit auffallend steiler Politkarriere in den vergangenen zehn Jahren. Hat er sich mit den falschen Leuten eingelassen oder ist das Motiv eher im privaten Bereich zu suchen? Was hat ein zwei Monate zuvor in der Mangfallmühle, dem übel beleumdeten Lieblingsgasthaus Kreuthners, „wo sich Menschen zusammenfanden, denen die schattigen Niederungen gerade recht waren“ (S. 7), ausgehecktes Femegericht des Polizeihauptmeisters und seiner zwielichtigen Freunde gegen Philipp Gansel damit zu tun? War ihnen die nur halbwegs geglückte Abreibung nicht genug? Nicht lange, und Kreuthner wird zum Haupttatverdächtigen, denn Gansels Frau Philomena war vor langer Zeit seine Freundin, und dass sie in ihrer Ehe häuslicher Gewalt ausgesetzt war, wollte er nicht dulden. Wallner allerdings glaubt nicht so recht an die Schuld des langjährigen kollegialen Freundes und ermittelt in alle Richtungen, auch wenn die Arbeit durch die neue Leiterin der Polizeiinspektion Miesbach, Karla Tiedemann, einem weiteren Alphatier unter den Vorgesetzten, nicht einfacher wird. Der „Profilügner“ (S. 143) Kreuthner manövriert sich derweilen mit seiner ganz eigenen Logik immer tiefer in den Schlamassel. Seine Hoffnungen ruhen einzig auf Wallners Ermittlungsgeschick, denn selbst seine Mangfallmühlenkumpel lassen Solidarität vermissen:

    "Weißt – ich hab so viel Dusel g’habt bei dem ganzen Scheiß, den ich angestellt hab in meinem Leben. Irgendwer hat mich immer rausgehauen. Oft warst du des. Und vielleicht sperren die mich jetzt für was ein, was ich gar nicht war. So als Ausgleich mal andersrum." (S. 263)

    Eine herausstechende Regionalkrimi-Serie
    Wie immer in dieser Reihe steht trotz des durchaus vorhandenen, mit Augenmaß dosierten Lokalkolorits und Einblicken in das Privatleben Wallners die klug durchdachte Krimihandlung mit Rückblicken in die nähere und ferne Vergangenheit im Mittelpunkt. Es ist jedes Mal eine große Freude, die beiden bodenständigen Polizisten wieder zu treffen, den grundsoliden Kripobeamten Wallner mit der legendären Abneigung gegen Zugluft und das Urgestein Kreuthner, für den kein Gesetz zu gelten scheint, aber auch Wallners inzwischen 91-jährigen Großvater Manfred. Spritzige Dialoge, unerwartete Wendungen, Spannung bis fast zur letzten Seite, seriöse Ermittlungsarbeit und skurrile Slapstickeinlagen haben mich wieder sehr gut unterhalten, auch wenn der Humor in anderen Bänden der Reihe noch mehr nach meinem Geschmack ausfiel. Auf jeden Fall bin ich jedoch bei Band elf wieder dabei, schon um erfahren, ob der frische Wind in der Polizeiinspektion für den frisch geschiedenen Wallner auch privat weht…

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  1. Ein rasanter Regionalkrimi aus Bayern

    Kriminalhauptkommissar Wallner ist Leiter der Kripo Miesbach.Als der Landtagsabgeordnete Gansel ermordet aufgefunden wird,wird es für Polizeihauptmeister Kreuthner eng und er wird zum Hauptverdächtigten.Denn er war früher mit Gansel's Frau liiert.Als dann auch noch die neue Chefin von Wallner,Karla Tiedemann,Druck ausübt muss Kreuthner ins Gefängnis.Ob er jemals wieder heraus kommt?

    Der Schreibstil ist leicht,bildhaft und zügig zu lesen.Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und passen hervorragend in das Buch hinein.Der Spannungsbogen verläuft genau richtig.

    Fazit:Der Krimi beginnt am 12.Oktober und enthält 48 Kapitel.Zwischendurch geht es in die Vergangenheit zurück aber diese Kapitel sind gekennzeichnet und so hatte ich keine Probleme hatte mitzukommen.Dadurch wirkte das Buch komplex auf mich.Natürlich kommt der typisch bayrische Dialekt nicht zu kurz der mir immer wieder ein schmunzeln entlockte.Ich kam etwas schwerer in das Geschehen hinein was mit der Zeit jedoch immer besser wurde.Zwischen den Ermittlungen gibt es eine Geschichte die mit dem Fall zu tun hat.Sie wird meistens von Kreuthner erzählt-und der ist mit allen Wassern gewaschen.So konnte ich nachvollziehen was der Landtagsabgeordnete Gansel vor seinem Mord getan hatte und wieso es dazu kam.Der Krimi hat zwei Handlungsstränge:Die Ermittlungen von Wallner die sich für mich zwischendurch etwas hinzogen und die Berichte/Erzählungen von Kreuthner die in die längere und kürzere Vergangenheit reichen.Im letzten Drittel verbinden sich die Handlungsstränge und da hat der Autor Spannungen aufgebaut dem ich mich nicht entziehen konnte.So musste ich mich während des lesens öfters fragen wie wohl das Ende aussehen wird.Ich könnte auch nur zwei Wörter schreiben um dieses Buch zu umschreiben-einfach abgefahren.Ich musste sehr oft staunen und den Kopf schütteln so krass und wahnsinnig,an manchen Stellen würde ich genial sagen,ist die Story und genau darunter fällt auch Leonhardt Kreuthner der mir übrigens sehr in seiner Rolle gefiel.Wallner mit seinen Ermittlungen tat mir dann doch irgendwann leid.Richtig in Fahrt kommt meiner Ansicht nach die Story kurz vor der Hälfte des Buches und da wird es dann auch actionreich.Dieser Regionalkrimi zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe daher gerne fünf Sterne.Dieser Regionalkrimi ist der zehnte Band der Reihe.Er ist in sich abgeschlossen.

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