Grün wie die Hoffnung

Buchseite und Rezensionen zu 'Grün wie die Hoffnung' von Nora Roberts
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2 von 5 (1 Bewertungen)

Die schöne junge New Yorkerin Glenna Ward ist verzweifelt: Jede Nacht schleicht sich ein hoch gewachsener Keltenkrieger in ihre Träume – und beschert ihr einen äußerst unruhigen Schlaf. Was Glenna nicht ahnen kann, ist, dass dieser gefährlich attraktive Mann ganz in ihrer Nähe ist und einen wichtigen Auftrag hat: Hoyt MacCionaoith kam aus der Vergangenheit nach New York, um fünf Auserwählte zu finden und sich gemeinsam mit ihnen einem aufziehenden Kampf zwischen Gut und Böse zu stellen. Und auch Glenna scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen …

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:416
EAN:9783442383559

Rezensionen zu "Grün wie die Hoffnung"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 23. Mär 2016 

    Kitschige Liebesgeschichte in mäßig spannendem Fantasygewand...

    Hoyt ist ein großer Zauberer aus dem Irland des 12. Jahrhunderts. Er hat
    gerade seinen Zwillingsbruder Cian verloren und ist noch voll der
    Trauer, als die keltische Göttin Morrigan im Traum an ihn herantritt.
    Von ihr erhält Hoyt einen Auftrag, der zu groß scheint, um ihn zu
    erfüllen. Er soll mit fünf Gefährten, die noch zu finden sein werden,
    einen verschworenen Kreis bilden und sich mit ihnen auf einen großen
    Kampf vorbereiten.

    Lilith heißt die Fürstin der Vampire, die sich unter ihrer Führung allmählich zu einer Armee zusammenschließen, um die Menschheit auszulöschen. Dunklen Zeiten gehen sie entgegen, wenn es nicht gelingt, Lilith und ihre Schergen aufzuhalten. Die finstere Armee ist riesig und skrupellos - und Hoyt und seine Gefährten sind nur zu sechst. Selbst die besonderen Mächte, die einigen von ihnen innewohnen, lassen diesen Kampf aussichtslos erscheinen. Und um eine wirkliche Einheit zu erlangen, gehört mehr dazu als sich zu finden und miteinander zu trainieren. Zu unterschiedlich scheinen die Charaktere des erlauchten Kreises als dass wirkliches Vertrauen und ein lückenloser Zusammenhalt unter ihnen entstehen könnte. Und doch müssen sie genau dies erreichen, denn ansonsten brauchen sie sich der Armee der Vampire gar nicht erst entgegenzustellen...

    "Die Hexe aus seinen Träumen, den Krieger, den Gelehrten, den Einen in vielen
    Gestalten, und den Einen der verloren ist. Ein 'Ring der sechs', stark und wahrhaftig. Ein Monat, damit ihr euch findet, einen, um zu lernen, und einen, um zu wissen. Die Schlacht findet an Samhain statt."

    So viel hatte ich schon von dieser vielgerühmten Trilogie Nora Roberts
    gehört, dass ich eine aktuelle Leserunde nutzen wollte, um mir endlich
    ein eigenes Bild zu machen. Auf Fantasy war ich durch den Klappentext
    durchaus vorbereitet, auf Vampire allerdings eher nicht. Dieser ersten
    Ernüchterung folgten dann rasch weitere. Denn um es gleich vorweg zu
    sagen: Der Einstieg in die Ring-Trilogie hat mich leider nicht wirklich
    überzeugen können.

    Dabei hätte die Geschichte ein großes Potential geboten. Das Aufeinandertreffen der sechs Charaktere, die aus verschiedenen Jahrhunderten stammen, hätte zu deutlich mehr skurrilen und amüsanten Verwicklungen führen können als es hier der Fall ist. Hier bleiben die Charaktere klischeehaft und doch recht oberflächlich, was um so erstaunlicher ist, als es in diesem ersten Band der Trilogie tatsächlich um das Kennenlernen der einzelnen Figuren geht.

    Der Schreibstil ist flüssig, wirkt dabei jedoch teilweise recht
    abgedroschen. Das kann natürlich mit einer weniger gelungenen
    Übersetzung zusammenhängen, aber wenn ich mir so anschaue, wie produktiv Nora Roberts als Vielschreiberin ist, glaube ich nicht ausschließlich
    an diese Erklärung.

    Eigentlich habe ich mich gewundert, dass Nora Roberts sich neben ihren Hauptgenres (Liebesgeschichten und Kriminalromane) nun auch noch dem Fantasygenre zugewandt hat. Aber bei näherem Besehen komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass sie sich letztlich doch treu geblieben ist. Für mich ist 'Grün wie die Hoffung' im Grunde eine eher kitischige Liebesgeschichte, die in ein tatsächlich nur mäßig spannendes Fantasygewand gekleidet wurde. Einige Anleihen an die keltische Mythologie machen für mich jedenfalls noch keinen gelungenen Fantasyroman...

    Es kann nur besser werden, so lautet mein Fazit für diesen ersten Band der Trilogie. Neugierig bin ich schon auf den Fortgang der Geschichte und wie sich das Schicksal der Figuren erfüllen wird. Und so wird Band zwei sicher irgendwann folgen. Aber sofort - das muss nicht sein...

    © Parden