Glück schmeckt nach Popcorn: Roman

Rezensionen zu "Glück schmeckt nach Popcorn: Roman"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Feb 2018 

    Ein Roman der mich eher runterzog

    Inhalt:
    Martha ist Besitzerin eines kleinen Programmkinos. Es ist ihr Leben und lenkt sie von ihrem Liebeskummer ab, denn an Happy Ends glaubt sie schon lange nicht mehr. Als ihre Freundin und Mitarbeiterin Susanne wegzieht muss jemand Neues gesucht werden und obwohl sie eine Frau bevorzugen würde gibt sie Erik eine Chance. Doch Erik ist ein Optimist und macht es Martha damit nicht immer leicht.

    Meine Meinung:
    Mein erstes Buch von Marie Adams war Das Café der guten Wünsche in dem es um ein ganz besonderes Café geht und ich hoffte dass diesmal auch etwas von dem Zauber zu finden ist. Diesmal eben nur im Kino.

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so habe ich frohen Mutes angefangen zu Lesen. Der Einstieg war leicht ebenso wie der Schreibstil. So kam ich rasch Vorwärts. Das die Protagonistin sehr negativ eingestellt war sah ich als vorübergehende Situation und ich freute mich auf den Fortgang der Geschichte. ZU Beginn fesselte mich die Neugier, doch dann war es irgendwann etwas müssiger zu lesen. Einfach weil es mir zu negativ erschien. Eine Leichtigkeit fehlte, was ich hauptsächlich Martha zuschrieb.

    Diese ist nämlich ziemlich verbittert. Nur ihr Kino bringt ihr Freude und selbst da kommen Probleme vor. Sie jammert und meckert viel herum. Versteht nicht wie man glücklich sein kann. Sie hat eben Liebeskummer. Doch irgendwann sollte das vorbei sein, sagte ich mir, doch darauf konnte ich wirklich lange warten. So verleidete mir Martha mit ihrer negativen Stimmung, aber auch mit ständigem Wechsel der Gefühle und hin und her in anderen Dingen, so ein wenig diese Geschichte.
    Ich freute mich immer wenn es um Eric ging. Er ist Optimist und lässt sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen. Er hat vielleicht manchmal einen zu verklärten Blick, aber das ist auch das Einzige was man ihm vorwerfen könnte. Insgesamt hat er ein gesundes Selbstbewusstsein und war mein Highlight der Story.

    Zum Ende hin wurde es ein wenig besser, aber wenn ich von Ende hin rede geht es da wirklich um die letzten etwa 50 Seiten. Bis dahin zieht das Buch eher runter, als eine romantische Freude zu verursachen.

    Leider hat Marie Adams es nicht geschafft das Gefühl vom Vorgänger so wirklich zu transportieren.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Dez 2017 

    Glücklich ist, wer das, was er liebt auch wagt!

    "Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich." (André Gide)
    Martha führt in Köln ein kleines, feines Programmkino, in dem sie auserlesene Filme Kinobegeisterten und Filmkritikern zeigt. Dass sie nicht an ein Happyend glaubt, wie ihre Gäste und in manchen Filmen, liegt allein an ihrem Exfreund Tom. Er hat sie betrogen und nach ihrer Fehlgeburt sitzenlassen. Jedoch nun muss sie auch noch erleben wie ihre beste Hilfe und Freundin Susanna schwanger ist und zu ihrem Freund nach Hamburg ziehen möchte. Durch Susannas Idee, einen Zettel in ihrem Lieblingscafe aufzuhängen, lernt sie Erik kennen. Erik ist ein kleiner Filmstudent, der gerade seinen ersten Film dreht und dringend einen Job sucht. Doch Erik ist auch ein Sonnyboy, ein Träumer, immer mit einem Lächeln im Gesicht. Doch schon bald treibt er sie mit seinem Optimismus und dem Glauben an das wahre Glück in den Wahnsinn. Dass sie dabei evtl. ihr eigenes Glück findet, möchte Martha gar nicht wahrhaben. Den schließlich fällt Glück ja nicht vom Himmel, geschweige den aus der Popcornmaschine. Doch Erik lässt nicht locker, er möchte Martha das Glück wieder vor Augen bringen, das sie verloren hat.

    Meine Meinung:
    Wieder einmal hat mich ein wunderschönes Cover und eine Einladung angezogen mich für dieses Buch zu interessieren. Ich kannte ja die Autorin schon von ihrem ersten Band. Doch diesmal hat mich die Geschichte nicht so sehr berührt wie bei "Das Café der guten Wünsche". Den Charakteren fehlte es mir ein wenig an Emotionen, lediglich am Ende hatte ich ein paar Tränchen in den Augen. Die Geschichte war sicherlich gut durchdacht, allerdings haben zu viele unsympathische Charaktere für mich, die Romantik zum Kippen gebracht. Martha fand ich in einigen Dingen zu überzogen und teils war für mich manches nicht nachvollziehbar. Dass sie durch ihren Verlust natürlich getroffen ist, kann ich verstehen, doch das sie es jeden spüren lässt, vor allem Erik fand ich ein bisschen zu viel. Erik und Susanna konnten mich am meisten überzeugen. Trotzdem war die Geschichte unterhaltsam, sie hat mich nur lediglich nicht so in den Bann gezogen wie der Vorgänger. Die Erwähnung von verschiedenen Filmen, von denen ich einige gar nicht kannte, war sehr schön. Auch das Zitat von Dostojewski war genau nach meinem Geschmack: "Jemanden zu lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat." Deshalb von mir für diese Liebesgeschichte 3 1/2 von 5 Sterne.