Ghost Writer (Andreas Gruber Erzählbände)

Rezensionen zu "Ghost Writer (Andreas Gruber Erzählbände)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Mai 2018 

    Gruselig, schräg, unterhaltsam und fantastisch...

    Diesmal entführt Andreas Gruber Sie mit seinen Horrorgeschichten in das Leipzig des Jahres 1840, nach New Orleans um 1908 und in das Wien des Jahres 1945. Wir treffen auf elektronische Spinnen, einen krimineller Zahnarzt, einen verrückter Erfinder in einem Kellerlabor und ein ungewöhnliches Brüderpaar, das an einer seltenen Krankheit leidet. Erfahren Sie mehr über einen erschreckenden archäologischen Fund bei Athen, eine Lovecraft-Hommage über die Miskatonic-Universität in Arkham, sowie eine teuflische Weihnachtsgeschichte direkt aus der Hölle. Und freuen Sie sich nicht zuletzt auf ein Wiedersehen mit Edgar Allan Poe und Jack the Ripper.

    19 Kurzgeschichten präsentiert Andreas Gruber hier, so unterschiedlich in ihrer Art, dem Setting, dem zeitlichen Hintergrund und dem Genre, dass man manchmal nicht glauben mag, dass diese Erzählungen tatsächlich aus der Feder eines einzelnen Autors stammen. Doch ist dies gleichzeitig eine Sammlung von Geschichten, die im Laufe vieler Jahre entstanden sind und damit einen Querschnitt über eine lange Schaffensperiode bieten. Einen interessanten Einblick in die Fantasie des Autors bieten sie in jedem Fall...

    Bislang kannte ich Andreas Gruber nur von seinen Thrillern her - die Reihe um Walter Pulanski und vor allem die Serie um Maarten S. Sneijder werden sicher vielen Fans dieses Genres ein Begriff sein. Horror- und Gruselstorys lese ich eher selten, doch bei dem Autor wurde ich einfach nuegierig. Und wurde belohnt. Unheimlich war die ein oder andere Geschichte sicher auch, aber ansosnten gab es hier von gruselig über schräg bis hin zu unterhaltsam und fantastisch alles zu entdecken. Eine wohldosierte Mischung, deren Reiz eben auch in der großen Abwechslung liegt.

    Mir persönlich gefielen dabei eher die etwas längeren Kurzgeschichten (eine wartete gar mit einem Prolog und einem Nachwort auf), während mir das Ende der kürzeren teilweise etwas bemüht oder abrupt erschien. Doch wie sich in der Leserunde auch wieder einmal zeigte: die Geschmäcker sind verschieden. Eines ist aber ganz gewiss: bei den sich so arg unterscheidenden 19 Geschichten findet garantiert jeder etwas Passendes.

    Ich jedenfalls konnte hier noch einmal einen ganz anderen Andreas Gruber entdecken und werde sicher auch nach weiteren Büchern von ihm Ausschau halten!

    © Parden

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Mär 2018 

    Eine Sammlung von skurillen und interessanten Geschichten

    "Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst, die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten." (H.P. Lovecraft)
    19 unheimliche Geschichten in einem Band zusammengefasst, bei denen und Andreas Gruber in das Leipzig des Jahres 1840, nach New Orleans um 1908 und in das Wien des Jahres 1945 versetzt. Geschichten wie zum Beispiel:
    www,spider,com: Ein sehr eigenwilliges Programm, das eine Art Eigenleben bekommt und einen älteren Herren in die Angst treibt.
    All inklusive Tours: Bei denen sich ein Urlauber mit der All inklusive Tour einen wahren Höllentrip einhandelt.
    Hier ist dein Geschenk: Ein Vater macht seiner Tochter ein sehr eigenartige, makaberes Geschenk.
    Die lebenden Bücher von Arkham: Die Bibliothek der Miskatonic-Universität bekommt auf besonderer Weise ein Eigenleben.
    Bruderherz: Ein ungewöhnliches Brüderpaar, das an einer seltenen Krankheit leidet.
    Aber auch Vampirgeschichten in Stile Graf Draculas, sowie eine teuflische Weihnachtsgeschichte, die direkt aus der Hölle kommt und vieles andere mehr erwartet und in diesem Buch.

    Meine Meinung:
    Dies ist das dritte Buch von Kurzgeschichten, die ich von Andreas Gruber gelesen habe. Der Autor nimmt uns mit seinen 19 unheimlichen Geschichten hinein in einen Mix aus Mythologie, Horror, Science Fiction und Fantasie. Schon das düstere, unheimliche Cover zeigt auf, was hier für Inhalt auf den Leser zu kommt. Dazu passt dann zu diesem Buch auch noch der Verlag (Luzifer) der es herausgebracht hat. Seine Kurzgeschichten sind dunkel, unheimlich, schräg, brillant, aber auch teils abartig makaber. Gut gemischt werden diese aus Realität und sehr speziellen Fantasie des Autors. Dabei wird Andreas Gruber geprägt durch Autoren wie H.P. Lovecraft, Edgar Allan Poe u. a., die sich auch teilweise im Inhalt der Geschichten widerspiegeln. Natürlich gab es auch Stories, die für mich schwerer verständlich waren, weil sie technische oder computerspezifische Begriffe enthielten oder einfach nicht meinem Geschmack entsprachen. Doch im großen ganzen hat mir die Sammlung seiner unheimlichen Geschichten wieder sehr gut gefallen. Man merkt hier, das der Autor Freude daran hat, seine Leser mit diesen Kurzgeschichten bestens zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen. Zwar hatte ich nie Gänsehaut wie es vielleicht manche erwarten, aber es gab den ein oder anderen Showdown der mich dann doch etwas überraschte. Deshalb von mir 5 von 5 Sterne für diese spezielle Geschichtensammlung.