Geronimo

Buchseite und Rezensionen zu 'Geronimo' von Leon de Winter
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

»Geronimo« lautete das Codewort, das die Männer vom Seals Team 6 durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht? Ein atemberaubender Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:448
Verlag: Diogenes
EAN:9783257069716

Rezensionen zu "Geronimo"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Feb 2017 

    Gerinomo

    Das Buch hat mir recht gut gefallen, trotzdem musste ich mich fragen, was an der Geschichte real ist und was fiktiv? Vielleicht ein Mix von beidem? Wahrscheinlich hat Leon de Winter seine eigenen Theorien in dem Roman einfließen lassen. Absurd fand ich die Haltung der Amerikaner, zu wieviel Mann sie auf einen einzigen Mann losgestürmt sind, um einen Vergeltungsschlag zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auszuüben. De Winter glaubt nicht daran, dass bin Laden von den Amerikanern erschossen wurde, wie uns dies die Medien weiszumachen versuchen. Letztendlich werden wir es nicht erfahren, ob Osama bin Laden von den Saudis gekidnappt und anschließend getötet wurde, oder von den Amerikanern. Mit dieser Frage setzt sich der Autor in seinem Buch auseinander und findet darin für sich eine Antwort.

    Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein.

    Zitat:

    "Ehlers»Geronimo« lautete das Codewort, das die Männer vom Seals Team 6 durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht? Ein atemberaubender Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust.
    Wie dem auch sei, ich habe das Buch mit Spannung verfolgt. Ich werde mich hier auf ein paar wenige Szenen beschränken."

    Usama bin Laden hat mich in diesem Buch etwas an den Charakter von Adolf Hitler erinnern lassen. Der eine Terrorist, der andere ein Diktator, so haben doch beide auch ihre herzliche Seite gezeigt. Adolf Hitler hatte auch starke väterliche Seiten in sich. Er sorgte für das Wohl seiner Frauen, die für ihn arbeiteten. Wenn diese Ängste äußerten, dann fand Hitler warme, wohlwollende Worte, um ihnen die Angst zu nehmen. Bin Laden konnte ebenfalls empathisches Verständnis aufbringen. Es geht hierbei um ein Kind, ein 12-jähriges afghanisches Mädchen, das als Flüchtling in Pakistan lebte. Das Mädchen trägt eine schwere körperliche Behinderung mit sich. Sie hatte keine Hände mehr, und auch deren Ohren waren verstümmelt. Das Kind hieß Apana, als bin Laden sie eines nachts als Bettlerin auf der Straße sitzen sah und sich Gedanken über ihre Behinderung machte.

    Zitat
    "Das Mädchen stellte keine Gefahr dar. Eine behinderte Bettlerin. Er war eine größere Gefahr für sie als sie für ihn, denn sie war seinem Mitleid ausgesetzt. Das hatte er, wie er feststellte. Ein guter Muslim kümmert sich um die Schwächeren. Wer beschützt sie, wenn sie nachts von einem Mann belästigt wurde? Oder ließ sie sich missbrauchen, und war das für sie ein Weg der Nahrungsbeschaffung?" (2016, 44)

    Das Mädchen hatte hellblaue Augen und hielt den Kopf stark verhüllt. Sie hatte keine Familie mehr, ihr Vater wurde von den Taliban ermordet, die Mutter starb, als sie noch ein kleines Kind war.
    Bin Laden wundert sich, als er sich ihr nähert:

    Zitat
    "Er sah keinen Schmutz. Sie stank auch nicht. Irgendjemand musste für sie sorgen. Und dennoch – was für ein grauenvolles Leben, als junge Frau in der Nacht allein, ohne die Geborgenheit der Familie. Warum hatte er, der Scheich, sie all die Male ihrem Schicksal überlassen? Jetzt gab er ihr zum ersten Mal ein Almosen? Der wunderbare USB-Stick, der Auslöser für seinen nächtlichen Ausflug war, hatte ihn zu ihr geführt. War es das, was Allah, der Allbarmherzige, jetzt von ihm verlangte: Mitgefühl für dieses verlorene Geschöpf?" (46)

    Bin Laden nimmt das Mädchen mit zu sich in seinen Unterschlupf. Er wollte das Kind erlösen, damit sie nicht mehr zu leiden habe. Sie umbringen. Ob er dies tatsächlich macht, oder ob er sich weiterhin väterlich gibt, lasse ich offen.

    Das Mädchen ist allerdings nicht durch Geburt behindert, sondern es wurde von den Taliban gefoltert, weil sie sich für die westliche Musik interessiert hatte und sie unbedingt Pianistin werden wollte. Man ertappte sie dabei, als sie CDs von Bach hörte, weshalb man ihr auch die Ohren abhackte. Sie schwärmte für Bach, dessen Musik, insbesondere die Goldberg-Variation, sie als göttlich empfand. Mir ist ein Rätsel, wie ein Mensch solche grausamen Verstümmelungen nur überleben konnte.

    Wie sie dazu kam, als eine Muslimin Bach-Musik kennenzulernen, möchte ich nicht verraten.

    Dann gibt es noch Jabbar, ein 16-jähriger pakistanischer Schüler, der später unbedingt Medizin studieren möchte und als Arzt via einer Greencard nach Amerika einwandern möchte. Sein Traum, Amerikaner zu werden und unbedingt Mitglied bei der US-Army zu werden, kann ihm niemand ausreden. Er ist Christ und heißt eigentlich John, der Name seiner Mutter ist Maria. Doch diese Namen sind in Pakistan nicht erwünscht, weshalb sie noch zusätzlich pakistanische Namen tragen. Jabbar lernt Apana kennen. Er fühlt sich stark zu ihr hingezogen und zwischen ihnen entwickelt sich eine außergewöhnliche Bindung …

    De Winter hinterfragt in seinem Roman die amerikanische Aktion der CIA, der auch Tom angehört, der die Bekanntschaft mit Apana und Jabbar macht. Tom möchte Apana adoptieren. Er möchte sie mit nach Amerika nehmen, er weiß nur noch nicht, wie er das Mädchen durch die strengen Einwanderungsbehörden bringen kann. Aber da ist ja noch Jabbar und dessen Mutter, die er auch nicht zurücklassen kann, da sie alle miteinander verbunden sind …

    Jabbar begibt sich auf gefährliches Terrain, als er bei bin Laden, dessen Haus von den Saudis gestürmt wurde, einen alten Hocker entwendet. Er weiß noch nicht, dass dieser Hocker sein Leben und das Leben seiner Mutter in Gefahr bringt, denn in dem Hocker befindet sich der mysteriöse USB-Stick, den bin Laden in dem Tischbein versteckt hat. Der Junge ahnt noch nichts von diesem USB-Stick, auf dem geheimnisvolle Informationen von bin Laden festgehalten sind.

    Als bin Laden von den Taliban verschleppt wird, realisiert der Al-Qaida-Chef noch gar nicht, wer seine Entführer sind. Er war sich sicher, dass es die Amerikaner seien. Die Kleider und die Gesichter der Entführer bleiben bedeckt … Bin Laden kann es nicht fassen, dass so viel Wirbel um einen einzigen Mann gemacht wird, wo es doch draußen noch zig andere Mitglieder der Al-Qaida gibt. Die Medien in Amerika verkünden bin Ladens Tod, dessen Leiche in den Ozean entsorgt worden sei. Sie wissen noch nicht, dass bin Laden noch lebt. Nur Vito ahnt, dass er noch am Leben ist, aber niemand möchte ihm glauben. …

    Ich mache hier nun Schluss. Es ist ein spannender Roman, wenn auch viele Episoden sehr traurig enden.

    Mein Fazit?

    Es fällt mir schwer, mir zu dem Roman eine Meinung zu bilden, da der Inhalt doch größtenteils fiktiver Art ist, und man das Buch schwer als einen historischen Roman betrachten kann. Aber die Ideen, die der Autor in seinem Buch hat einfließen und die sich wie einen Thriller lesen lassen, fand ich interessant. Irritierend ist halt nur, dass Osama bin Laden wiederum die einzige reale Figur in dem Buch ist. Es wäre leichter, wenn der Autor sich in einem Nachwort ein wenig dazu geäußert hätte, wie er überhaupt zu seinem Stoff gelangt ist.

    Aber die Geschichte wirkt literarisch recht anspruchsvoll und authentisch.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 24. Aug 2016 

    eine mehr als glaubhafte Theorie!

    Im Mai 2011 fand in Abbottabad, Pakistan, die "Operation Neptune's Spear" statt - die erfolgreiche Erstürmung des Verstecks des Terroristenführers Osama bin Laden, Codename Geronimo. Bei dieser Operation ist bin Laden ums Leben gekommen. Die Umstände seiner Erschießung sind jedoch fragwürdig. Auch wenn die Nachricht über die Tötung bin Ladens von der Öffentlichkeit mit Erleichterung gern akzeptiert worden ist, tauchen doch viele Zweifel an den Umständen seines Todes auf. Immer wieder erscheinen Publikationen, u. a. von Teilnehmern der Operation, die die offizielle Darstellung der US-Regierung in Frage stellen.
    Warum ist ein Terrorist mit einem unerschöpflichen Wissensschatz über Al Kaida und die internationale Terrorismusszene liquidiert worden, ohne die Gelegenheit zu ergreifen, sich sein Wissen zunutze zu machen? Warum ist bin Laden umgebracht worden? Hat die Erstürmung tatsächlich so stattgefunden, wie es der Öffentlichkeit Glauben gemacht wurde? Galt es, damals sowie heute ein Geheimnis zu verbergen, von dem bin Laden wusste? Alles ist möglich. Leon de Winter greift diese Fragen auf und entwickelt in seinem Roman eine gar nicht mal so abwegige Verschwörungstheorie. Und am Ende kann man sich sehr gut vorstellen, dass damals alles etwas anders gelaufen ist.

    Klappentext:
    "Geronimo" lautet das Codewort, das die Männer vom Seals Team 6 durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht?
    Ein atemberaubender Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust. Spannend wie ein Thriller und berührend wie eine Liebesgeschichte, bringt Geronimo die Grenzen zwischen Realität und Phantasie ins Wanken. (Quelle: Diogenes)

    "Leute wie ich sehen in dieser offiziellen Geschichte nichts als Lücken. Und ich bin mir sicher, Hope, dass Leute wie du auch Fragen gestellt haben, als sie die Geschichte hörten, als der Präsident der Welt triumphierend erzählte, dass sie UBL abgemurkst hätten. Sie hatten ihn nicht lebend, sondern tot. Es gab praktisch keine Gegenwehr, und trotzdem mussten sie ihn eliminieren. Warum? Warum musste UBL zum Schweigen gebracht werden?" (S. 318)

    Was bei Leon de Winter als Polit-Thriller beginnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem mitreißenden Roman, der die Schicksale unterschiedlicher Charaktere zum Mittelpunkt hat, die mehr oder weniger mit dem Tod bin Ladens zu tun hatten. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, hauptsächlich aus der Sicht von Osama bin Laden, Tom - einem Agenten der CIA - sowie Jabbar, einem Jungen aus der Nachbarschaft bin Ladens in Pakistan. Seine Familie gehört dem Christentum an.

    Osama bin Laden
    Die Darstellung Osama bin Ladens ist gewöhnungsbedürftig. Leon de Winter zeigt einen der gefürchtetsten Terroristen der damaligen Zeit mit menschlichen Seiten. Er dichtet ihm Eigenschaften wie Mitgefühl an. Das liest sich eigenartig. Es fällt schwer, jemandem, der den Tod 1000er Menschen zu verantworten hat, Menschlichkeit zuzusprechen. Als Leser ist man irritiert und will gar nicht so recht glauben, was man über bin Laden liest. Doch Leon de Winter bekommt noch rechtzeitig die Kurve. Bevor der Leser Mitgefühl für bin Laden empfindet, lässt der Autor auch die bösartigen Seiten des Terroristenführers durchklingen. Und schon ist man als Leser wieder versöhnt.

    "Wie sie am 11. September 2010 von UBL mitgenommen worden war, als wie fürsorglich sich UBL erwiesen hatten - die Fürsorglichkeit eines Ungeheuers. Sogar UBL konnte menschlich sein. Ein unerträglicher Gedanke." (S. 392)

    Tom Johnson
    Tom ist Mitglied der CIA, seine Karriere begann in der US Army. Eigentlich war er gar nicht an dem Angriff auf das Versteck bin Ladens beteiligt. Da er jedoch einen engen Kontakt zu den Männern der Einheit hatte, die mit diesem Auftrag betraut waren, hat er Kenntnis von dem Plan erhalten. Die Spezialkräfte der US Army, die derartige Sonderaufgaben übertragen bekommen, scheinen in einer Parallelwelt zu leben. Töten ist ein Job, Tötungsaufträge werden mit einer routinierten Selbstverständlichkeit durchgeführt. Dass die Mitglieder dieser Spezialkräfte selbst ständig der Gefahr ausgesetzt sind, ermordet zu werden, gehört zu deren Dasein dazu. Ihr Alltag ist von Misstrauen und Vorsicht geprägt, selbst wenn sie mittlerweile schon längst aus der Army ausgetreten sind und einen Job in einer privaten Sicherheitsfirma angenommen haben. Einmal Soldat, immer Soldat.

    Während seiner Zeit in Afghanistan baut Tom eine Beziehung zu einem kleinen muslimischen Mädchen auf. Beide verbindet die Leidenschaft zur klassischen Musik, insbesondere die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit saugen sie Musik förmlich in sich auf. Diese Momente der Begeisterung und Harmonie erscheinen merkwürdig in dieser kriegsgebeutelten Umgebung. Die Liebe zur Musik wird dem Mädchen in dem islamischen Land zum Verhängnis. Tom fühlt sich verantwortlich für ihr Schicksal.

    "Sie trat ein paar Schritte auf mich zu, nein, sie schritt, muss ich sagen, und dann blieb sie minutenlang reglos stehen, als hätte sie Angst, als sträubte sie sich gegen etwas, was sie mitriss, dieses dünne Mädchen, dunkel wie ihr Vater, glänzend gebürstetes schulterlanges Haar, lange Wimpern, gelbe Strickjacke über wadenlangem geblümten Kleid, leichte Hose, schmutzige weiße Pantoffeln - eine kleine afghanische Version von Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring. Schutzlos stand sie in Bachs Universum, in dem sich eine Note wunderbar natürlich zur anderen fügte und einen harmonischen Fluss bewirkte, der über die Natur hinausragte." (S. 133)

    Jabbar
    Ein Jugendlicher, der mit seiner Mutter in Abbottabad in Pakistan lebt. Eine christliche Familie unter Muslimen. Jabbar träumt davon, mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern. Doch leider fehlen die Mittel, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Eines Tages tut sich ein Hoffnungsschimmer auf.

    Anfangs scheint es kaum Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren zu geben. Erst mit der Zeit beginnen sich ihre Wege zu kreuzen, und ihre Schicksale verflechten sich zu einem logischen Ganzen.

    Leon de Winter konzentriert sich zu Beginn seines Romanes auf bin Ladens Tage vor dem Angriff sowie auf den Angriff selbst. Dabei schildert er diese Operation mit all ihrer militärischen Präzision. Man ist versucht, diesen Roman als Politthriller einzuordnen. US Army, CIA, Terroristen, das Weiße Haus, alles deutet darauf hin. Der damalige (und jetzige) Präsident der USA wird im Übrigen von Leon de Winter mit sehr unfeinen Eigenschaften ausgestattet, allen voran Skrupellosigkeit und Machthunger. Das ist amüsant, zumal seinem Pendant in der Terrorismusbranche menschliche Eigenschaften angedichtet worden sind. Hier lässt Leon de Winter die Grenzen zwischen den guten Jungs und den bösen Jungs geschickt verwischen.

    "Im Frühjahr 2011 war Obama in Militärkreisen keine sonderlich beliebte Figur. Wir wählten zwar nicht alle die Republikaner, in unseren Augen befassten sich nur Weicheier mit Politik, aber wir fanden, der jetzige Präsident sei ein elitärer Universitätsprofessor, der kein Feeling für die Machtverhältnisse in der Welt habe und auch kein Feeling dafür, welche Opfer wir, die Kämpfer und ihre Familien, für das Land brächten." (S. 64)

    Mit der Zeit entwickelt sich der vermeintliche Politthriller zu einem Roman über menschliche Schicksale. Der Charakter bin Laden gerät in den Hintergrund und auf einmal stehen die berührenden Schicksale einer christlichen Familie und eines muslimischen Mädchens im Mittelpunkt.

    Dies war der erste Roman, den ich von Leon de Winter gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht der letzte. Ich war von Anfang an gefesselt. Der niederländische Schriftsteller ist ein Meister der Spannung, wobei es keinen Unterschied macht, ob er über militärische Aktionen schreibt oder über den Alltag in einem islamischen Land und dem Schicksal eines kleinen Mädchens. Es fällt nicht leicht, diesen Roman aus der Hand zu legen, insbesondere durch die unvorhergesehenen Wendungen, die die Handlung nimmt. Einmal begonnen, will man wissen, wo die literarische Reise hinführt. Genauso muss spannende Unterhaltung sein!

    Fazit
    Ein Roman, der es in sich hat: ein menschlicher Topterrorist, eine militärische Parallelwelt, Johann Sebastian Bach im Krieg, Christen in Pakistan, eine Verschwörungstheorie. Es ließe sich bestimmt noch mehr finden. Man kommt als Leser aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Fantasie des Autors ist grenzenlos. Und er versteht es, seine Geschichte glaubhaft zu verkaufen. Und am Ende bleiben die Zweifel an dem, was damals in Pakistan geschehen ist. De Winters Version erscheint nicht abwegig. Genauso könnte es gewesen sein.

    Klare Leseempfehlung!