Gefüllte Siebenschläfer: Ein Carozzi-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Gefüllte Siebenschläfer: Ein Carozzi-Krimi' von Christoph Wagner
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3 von 5 (1 Bewertungen)

ADRIA. GENUSS. FISCH UND MORD PASSEN NICHT ZUSAMMEN, DAS STELLT AUCH MARIO CAROZZI FEST

Mario Carozzi, Archäologe und nach mehrjährigem Mexikoaufenthalt Maya-, Azteken- und vor allem Chiliexperte, kehrt nach Europa zurück, wo er sich mit Gelegenheitsjobs in Heimatmuseen über Wasser hält.

In der adriatischen Inselstadt Balaor bewirbt er sich nun als Leiter des dortigen Lapidariums. Carozzi soll diese bislang unscheinbare Sammlung antiker römischer Grabsteine in ein Profit-Center verwandeln. Und will dort gemeinsam mit der befreundeten Köchin Gilda Gerichte nach den Rezepten des altrömischen Feinschmeckers Apicius servieren.
Doch sein Aufenthalt auf der Insel wird begleitet von mysteriösen Todesfällen und seltsamen Ereignissen, die ihn allmählich selbst in arge Bedrängnis bringen ...
Der zweite Kriminalroman des bekannten Restaurantkritikers und Gastrosophen Christoph Wagner glänzt durch die lebendige Schilderung der Küstenlandschaft zwischen Grado und Rovinj mit all ihrer verzaubert-abgründigen Atmosphäre ebenso wie durch tiefschwarzen Humor und scharfzüngige Beobachtungsgabe und verführt mit höchst ausgefallenen Rezepten.

"Der Krimi ist gespickt mit genüsslichen Details aus dem Wortschatz eines Restaurantkritikers. Auch als Krimiautor vermittelt er viel Feingefühl ... ein Hochgenuss für die Geschmacksknospen der Leserschaft."

"Drehort der Handlungen ist die Adriaküste, das Buch ist die richtige Urlaubslektüre und sorgt für entspannten Lesespaß an heißen Tagen."


WEITERE BÜCHER DES AUTORS:
Schattenbach, Carozzi-Krimi
Gefüllte Siebenschläfer, Carozzi-Krimi
Das Apfelhaus, Carozzi-Krimi
Muj und der Herzerlfresser von Kindberg, Südbahn-Krimi

Format:Kindle Edition
Seiten:312
Verlag: Haymon Verlag
EAN:

Rezensionen zu "Gefüllte Siebenschläfer: Ein Carozzi-Krimi"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 31. Okt 2018 

    Römische Gerichte

    Den Archäologen Mario Carozzi zieht es diesmal an die Adria, wo er einem kleinen Museum zu Ruhm verhelfen soll.Sein Lohn ist spärlich und seine Unterkunft bescheiden. Doch die Aussicht auf das Restaurant von Gilda, das an seine Sammlung alter Stücke grenzt, wiegt vieles wieder auf. Die Idee, das Museum und das Restaurant zu verbinden, erweist sich als vielversprechend und bei der Verwirklichung dieses Plans kommt Carozzi mit allen Persönlichkeiten des Ortes in Kontakt. Dumm nur, dass der erste Tote, der bereits kurz nach Carozzis Ankunft zu beklagen war, nicht der Letzte bleiben wird.

    Auch auf seiner zweiten Station gerät der Archäologe Carozzi in Ereignisse, die wenig mit seinem Beruf zu tun haben. Natürlich fröhnt er wieder seiner Leidenschaft für ausgefallene Kochrezepte, die sich durch besondere Schärfe auszeichnen. Und auf der Suche nach einer Möglichkeit, sein kleines Museum bekannter zu machen, muss Carozzi das eine oder andere Hindernis aus dem Weg räumen.

    Als Leser ist man hin- und hergerissen. Soll man dies ausgefallene Setting einfach genießen oder macht man sich doch Gedanken, ob die eigenartigen Mahlzeiten, die auf alten römischen Rezepten beruhen, das Buch beflügeln. Ob man eine eine gradlinige Krimihandlung bevorzugen sollte oder ob das eher zufällig Herantasten an Lösungen gerade richtig ist. Sollte man Carozzi eine Gefährtin wünschen, mit der er von Ort zu Ort zieht oder muss er an jedem Ort eine neue Liebe scheitern sehen. Gedankengänge, auf die der leider früh verstorbene Autor keine Antwort mit bieten kann. Man wird nicht erfahren, welche Abenteuer Carozzi noch erlebt hätte, Und so bleibt ein unterhaltsamer Nicht-Krimi, in dem ein wenig reichlich gekocht und in Altertümern gegraben wird.