Funkenmord: Kluftingers neuer Fall (Kluftinger-Krimis, Band 11)

Buchseite und Rezensionen zu 'Funkenmord: Kluftingers neuer Fall (Kluftinger-Krimis, Band 11)' von Volker Klüpfel
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5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Funkenmord: Kluftingers neuer Fall (Kluftinger-Krimis, Band 11)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:496
Verlag:
EAN:9783550081804

Rezensionen zu "Funkenmord: Kluftingers neuer Fall (Kluftinger-Krimis, Band 11)"

  1. Erneut überzeugt das Autorengespann Klüpfel Kobr

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Okt 2020 

    Der neue Kluftinger fügt sich beinahe nahtlos an den Vorgänger an. Kluftinger leidet noch an den Folgen des Überfalls auf ihn, die Abteilung unter dem Tod von Strobl. Doch er hat einem zu unrecht verurteiltem Sterbenden das Versprechen gegeben, den über dreißig Jahre alten Mord an einer Junglehrerin zu klären, welches er unbedingt einhalten möchte, war es doch sein erster spektakulärter Fall als Jungpolizist, das Fehlurteil nagt gewaltig an ihm. Doch die Arbeit an diesem cold case wird ihm dadurch erschwert, dass er Interimpräsident der Kemptener Polizeibehörde wird, was jede Menge Verwaltungsarbeit und vor allem die von Kluftinger verabscheute Präsenz in der Öffentlichkeit mit sich bringt. Zudem muss er sich aufgrund der psychischen Erkrankung seiner frau mit der Hausarbeit herumschlagen und wird dafür nicht einmal mit den geliebten Kaasspatzen entschädigt. Und dann ist da noch die bevorstehende Taufe des noch namenlosen Enkelkindes, also Stress pur. Und mit Lucy Beer wird das Team durch eine junge frau erweiterte, was zunächst so gar nicht nach Kluftingers Gusto ist, doch im Lauf der Geschichte gibt es genüg Gründe für Kluftinger, sich von den Fähigkeiten der jungen Ermittlerin überzeugen zu lassen.
    Mit akribischer Detektivarbeit gelingt es Kluftinger tatsächlich, den Jahrzehnte zurückligenden Mord zu klären, doch Klüpfel und Kobr nutzen die Gelegenheit, ihn wieder einmal in zahlreiche Tücken des Alltags zu verwickeln, in denen er sich erstaunlich gut schlägt. Somit setzt die Reihe ihr gewohnt hohes Niveau fort, Einteigern sei allerdings aufgrund er eingangs erwähnten Fortsetzung zumindest nahegelegt, "Kluftinger" (Band 10 der Reihe), zu lesen.

  1. Kluftinger in Hochform

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Sep 2020 

    Der Klappentext von Funkenmord hat mich veranlasst, wieder einmal zu einem Kluftinger-Krimi zu greifen. Die letzten Bände hatte mir nicht mehr so gut gefallen, da mir der Klamauk zu viel wurde. Aber es scheint, Kluftinger – bzw die Autoren haben wieder die Kurve gekriegt.

    Nach den persönlichen Angriffen auf Kluftinger, die im letzten Band thematisiert wurden, ist noch keine Normalität im Kommissariat in Kempten eingekehrt. Richard Maier trauert exzessiv, Kluftinger ist verunsichert und Frau Kluftinger kommt nach all den Bedrohungen nicht aus ihrer Depression. Alles deutet auf einen alten Fall, den Klufti wohl in seiner Anfangszeit bei der Kriminalpolizei versemmelt hat. Immer mehr kommt er zur Überzeugung, dass er damals den Falschen – trotz Geständnis – überführt hat und der Mord an einer jungen Lehrerin noch nicht gesühnt ist.

    Auch wenn Kluftinger auch dieses Mal kein Fettnäpfchen auslässt, seine sprichwörtliche Sparsamkeit kuriose Blüten treibt und er bei seinen öffentlichen Äußerungen wirklich Jedem auf den Schlips tritt, wird er nicht zum Clown. Seine Schlussfolgerungen, oft über die Ecke gedacht, sind logisch und treffend. Erfrischend wirkt eine neue Protagonistin, Lucy Beer, eine junge Kommissarin die als Teamverstärkung ihren Dienst antritt. Sie weiß Kluftinger zu nehmen und die Zusammenarbeit wird zur großen Überraschung des Eigenbrötlers sehr angenehm.

    Mir hat dieser Band wirklich wieder so gut wie die frühen Bände gefallen, der handfeste Allgäuer Charme ist spürbar und Kluftinger wirkt realer, nicht mehr so als der Depp vom Dienst. Der Fall, der ihn umtreibt, ist gut aufgebaut, zwar durchschaubar, aber trotzdem bleiben die Ermittlungen überraschend und der Spannungsbogen hoch.

    Die Nebenfiguren, allesamt gut gezeichnet runden die Atmosphäre ab, auch die privaten Probleme Kluftingers fügen sich gut in die Handlung und bieten immer wieder urkomische Auftritte. Im Theater gäbe es dafür wohl Szenenapplaus.

    Dieser Kluftinger hat mir wieder sehr gut gefallen.