Freundin bleibst du immer: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Freundin bleibst du immer: Roman' von Tomi Obaro
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4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Freundin bleibst du immer: Roman"

Als Funmis Tochter in Lagos heiratet, kommen die drei unzertrennlichen Freundinnen Funmi, Enitan und Zainab wieder zusammen. Nach der Universität führten ihre Wege in unterschiedliche Richtungen: Enitan, die sich immer Sicherheit wünschte, ist nun getrennt und alleinerziehend, die künstlerisch begabte Zainab pflegt ihren Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt ist. Funmi lebt als Frau eines zwielichtigen Geschäftsmannes ein Luxusleben im goldenen Käfig. Gemeinsam denken Zainab, Funmi und Enitan darüber nach, was sie geliebt und verloren haben. Aber auch die Gegenwart birgt Überraschungen, denn ihre Töchter sind genauso rebellisch und offenherzig, wie sie es einst waren.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: hanserblau
EAN:9783446273900

Rezensionen zu "Freundin bleibst du immer: Roman"

  1. Beste Freundinnen für immer?

    Ich mag vor allem Geschichten mit starken Frauenfiguren, weshalb ich mich von dem Buch so angesprochen fühlte und das bekam ich auch geboten.

    Die drei Frauen sind so unterschiedlich und dennoch verbinden sie ihre Werte, ihre Kultur und ihre gemeinsamen Erlebnisse.

    Der Roman gibt einen guten Einblick in die Kultur von Nigeria und wie die Menschen dort leben. Auch wenn ich es enorm spannend fand, bin ich doch froh dass Frauen in Europa mehr Recht haben. Befremdlich fand ich die Ehe mit mehreren Frauen.

    Die drei Protagonistinnen sind absolute Gegensätze und haben sich wahrscheinlich genau deswegen gefunden und profitieren von der Andersartigkeit der jeweils anderen. Funmi ist laut, dominant und leicht ungehobelt. Enitan ist enorm schüchtern und im Geheimen mutig. Und Zainab, die Akademikertochter, die den Rebellen datet und sich dann doch in den Protegé des Vaters verliebt und beinahe das langweiligste Leben führt.

    Zudem besticht der Roman durch Verluste, was mich teils sehr bedrückt hat. Wenn Menschen durch Gewalt vor ihrer Zeit sterben müssen, ist das nie leicht.

    Mir hat am besten der Part in der Vergangenheit gefallen, auch wenn dieser etwas verwirrend geschrieben war, da sich die Ereignisse dort enorm überschlagen und man nicht immer weiß was genau alles passiert ist.

    Auch wenn Funmi teils wie ein Elefant im Porzellanladen ist, war sie mir die liebste Figur, weil sie sich nimmt was ihr zusteht und sich durchzusetzen weiß.

    Fazit: Lektüre, die echt mal so ganz anders ist als das was ich bisher so gelesen habe. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

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  1. Freundschaft verbindet...

    Das beeindruckende Cover hat mich aufmerksam gemacht und da ich weder romantechnisch noch im echten Leben in Nigeria war, wollte ich die Chance nutzen.

    In der Geschichte geht es um die drei Frauen Enitan, Zainab und Funmi, die sich einst beim Studium kennenlernten und beste Freundinnen wurden. Ihr Leben hat sie von einander entfernt und die Hochzeit eines ihrer Kinder wird sie wieder näher bringen? Oder ist es dafür zu spät?

    Der Roman ist unterteilt in drei Abschnitte, im ersten und dritten wandeln wir in der Gegenwart. In der Mitte begleiten wir die Frauen in der Vergangenheit bei ihrem Kennenlernen.

    Der Roman zeigt enorm bildhaft wie die Gesellschaft in Nigeria denkt, welche Normen es gibt und wie man sich zu verhalten hat. Das war schon sehr faszinierend, weil es doch sehr anders ist im Vergleich zu Europa.

    Von den drei Frauen war mir Enitan, die Schüchterne, am sympathischsten. Sie ist die Kümmerfee in dem Freundschaftskleeblatt. Ich glaube gerade die Andersartigkeit der drei sorgt dafür, dass die Freundschaft so intensiv und belebt ist.

    Die dargestellte Hochzeitsfeier war der Wahnsinn, da kam man kaum mit sich alles vorstellen zu können bei der Pracht.

    Das Glossar am Ende ist enorm hilfreich, denn viele Begriffe kennt man schlichtweg nicht.

    Die einzige Schwäche des Romans ist, dass beim Erzählen viel in der Zeit gesprungen wird, ohne dass es darauf einen kleinen Hinweis gibt, so dass ich manchmal nicht wusste was zuerst und was zuletzt passiert ist und ob ich auch alles verstanden habe. Selbst beim nochmaligen Lesen erschloss sich mir der Sinn nicht immer.

    Der Schluss ist versöhnlich und hat mich positiv gestimmt. Man hat gemerkt, dass das Ereignis zusammengeschweißt hat.

    Fazit: Echt mal was anderes. Ich hab es gern gelesen und empfehle es allen, die mal in eine ihnen fremde Kultur abtauchen möchten.

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