Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort: Roman' von Alan Bradley
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Gebundenes Buch
Einer gibt den Löffel ab - und Flavia ermittelt wieder!

Endlich kehrt Flavia vom Internat in Kanada zurück nach Buckshaw, nur um dort zu erfahren, dass ihr Vater im Krankenhaus liegt und keinen Besuch empfangen darf. Um ihren boshaften Schwestern zu entkommen, schwingt Flavia sich auf ihr Fahrrad: Sie soll für die Frau des Pfarrers eine Nachricht an den abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge überbringen. Doch niemand öffnet. Neugierig betritt Flavia die Hütte und ist überrascht, einen Stapel Kinderbücher im Zuhause des ruppigen Junggesellen zu entdecken. Und noch ein unerwarteter Fund steht Flavia bevor - denn an der Schlafzimmertür hängt, kopfüber gekreuzigt, der tote Mr. Sambridge ...

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
EAN:9783764531133

Rezensionen zu "Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Okt 2017 

    Schnitzer

    Flavia de Luce ist echt heilfroh, nach hause zu kommen. Sie freut sich auf das Willkommen, dass ihr die Familie hoffentlich bereiten wird. Das blöde Internat in Kanada war wirklich eine bescheuerte Idee. Mal wieder allerdings wird Flavia enttäuscht, niemand erwartet sie so richtig. Mit großer Sorge hört sie, dass ihr geliebter Vater wegen eine Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wird. Flavia ist froh über jede Ablenkung und gerne übernimmt sie eine kleine Aufgabe für die Frau das Geistlichen. Sie soll einen Brief an einen begnadeten Schnitzer überbringen, der nicht weit entfernt lebt. Flavias Spürnase wird unweigerlich geweckt als sie den älteren Herrn tot auffindet.

    Natürlich kommt Flavia nicht umhin, erst einmal den Ort zu untersuchen, an dem der Mann offensichtlich gestorben ist. Da kann doch etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Und wenn sie schon die Gelegenheit hat, die erste zu sein, die einen oder zwei Blicke umherwirft, dann nimmt sie die Gelegenheit doch wahr. Natürlich informiert Flavia auch die Polizei, aber sie wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht gleichzeitig versuchte schneller als diese zu sein. Ein Fall, in den sie sich hineinstürzen kann, der sie alle Not vergessen lässt.

    In ihrem achten Fall erlebt Flavia de Luce keine fröhliche Heimkehr. Kein Wunder, dass sie die Gelegenheit nutzt, ihre Sorge und Angst mit einer Ermittlung, die sie wahrlich fordert, zu überdecken. Wer würde eine solche Gelegenheit nicht nutzen. Flavia, die am Beginn der Pubertät die Veränderung spürt, und die nochmal ihr altes Kinder-Ich wiederfindet, die mit Gladys durch den Winter fährt, Eis und Schnee trotzt. Dogger ist weiterhin ihr liebevoller Beschützer. Doch die Krankheit des Vaters hängt drohend über allem. Da hilft kein noch so schwieriger Fall. Es ist wie eine Spinne, die in ihrem Netz hockt und auf die Möglichkeit zum Angriff wartet. Flavias unbeschwerte Kindheit könnte bald unwiderruflich vorbei sein.

    Und so liest man dieses Buch, gespannt auf jede Entwicklung und doch mit Sorge im Hinblick auf die kommende Zeit. Wer will schon gerne erwachsen werden und wer konnte sich dem je entziehen.