Fiona: Unten im Dunkeln (Fiona Griffiths, Band 4)

Buchseite und Rezensionen zu 'Fiona: Unten im Dunkeln (Fiona Griffiths, Band 4)' von Harry Bingham
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Fiona: Unten im Dunkeln (Fiona Griffiths, Band 4)"

Diskussionen zu "Fiona: Unten im Dunkeln (Fiona Griffiths, Band 4)"

Format:Taschenbuch
Seiten:608
EAN:9783499275111

Rezensionen zu "Fiona: Unten im Dunkeln (Fiona Griffiths, Band 4)"

  1. Die Prüfung

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Mär 2019 

    Wenn sie ihm echte Fälle bringt, lässt ihr Chef sie aus dem Verlies. Eigentlich sollte Fiona Griffiths sich auf die Prüfung vorbereiten. Während der freien Tage, die sie deshalb genommen hat, macht sie vieles, Lernen ist nicht dabei. Wieder zurück im Dienst, landet sie in der Asservatenkammer, um jede Menge Beweismittel zu archivieren und zu katalogisieren. Viel lieber wäre Fiona draußen beim Polizeieinsatz. Nun, sie muss das Beste daraus machen. Die alten Fälle, die Jackson ihr gegeben hat, arbeitet sie eher nebenbei durch. Bei ihrer unnachahmlichen Spürnase dauert es nicht lange, bis aus einem vermeintlichen Unfall und einem vermeintlichen Selbstmord zwei Tötungsdelikte werden.

    In diesem vierten Band der Fiona Griffiths Reihe muss die junge Polizistin ihr ganzes Geschick aufbringen. Natürlich will sie nicht in der Asservatenkammer versauern, doch wie immer, wenn sie mal wieder naseweis war, muss sie eine Weile kleine Brötchen backen. Doch wissend um ihre Fähigkeiten lassen die Vorgesetzten ein paar Fälle sichten, deren Ermittlung zu nichts weiter geführt hat. Fiona ergreift die Chance, sich wenigstens hin und wieder auf etwas Interessantes konzentrieren zu dürfen als auf ungeordnete Beweisstücke. Einiges kommt ihr komisch vor bei den erwähnten Todesfällen. Haben die eigentlich zuständigen Beamten etwas übersehen? Nicht unbedingt, die meisten sind einfach nicht mit Fionas Fähigkeiten ausgestattet, aus kleinsten Ungereimtheiten ein Delikt herauszuschälen.

    Man will hier wirklich nicht zu viel verraten, wie Fiona aus Nichts ein Verbrechen konstruiert. Die Entdeckungen, die einem im Rahmen der Lektüre erwarten, sind einfach zu brillant und verwegen. So manches „Häh?“ entfleucht einem, gefolgt von einem „Cool“. Da wird einem beim Mitdenken schon die eine oder andere Kletterpartie abverlangt. Was einen zu Beginn manchmal zum Absetzen zwingt, wird im Verlauf der Handlung zu einem echten Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen will. So langsam schält sich auch das Große und Ganze heraus, was es angeraten erscheinen lässt, die Reihe mit Band eins zu beginnen.

    Vielleicht muss man Fiona Griffiths erst etwas besser kennenlernen, um ihre komplexe, aber durchaus sympathische Persönlichkeit erfassen zu können. Doch je länger man einen gemeinsamen Weg mit ihr beschreitet, desto wohler fühlt man sich mit ihr.
    4,5 Sterne