Es: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Es: Roman' von Stephen King
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Die Handlung spielt in der fiktiven Kleinstadt Derry in Maine. Die sieben Hauptfiguren Bill Denbrough, Mike Hanlon, Ben Hanscom, Beverly Marsh, Stan Uris, Richie Tozier und Eddie Kaspbrak lernen sich 1958 mit etwa 11 Jahren kennen. Sie verbindet, dass jeder von ihnen ein „Handicap“ hat: Bill stottert, Mike ist schwarz, Ben ist übergewichtig, Beverly ist arm, Stan ist Jude, Richie ist vorlaut und Brillenträger und Eddie klein und kränklich. Sie nennen sich selbst „Der Club der Verlierer“. Sie schließen sich zusammen, da sie von den anderen Kindern nicht akzeptiert werden. Probleme bereitet ihnen vor allem Henry Bowers, ein 12-jähriger Junge, der gerne kleine Kinder verprügelt - doch in letzter Zeit verliert Henry langsam den Verstand, und es bleibt nicht mehr nur bei Prügeleien.

Gleichzeitig werden in der Stadt Kinder ermordet oder verschwinden. Eines der Opfer war Bills jüngerer Bruder Georgie. Entsetzt stellen die Kinder fest, dass in einem Zyklus von etwa 27 Jahren immer etwas Schlimmes in Derry passiert. Sie stellen sich dem Grauen und Es begegnet ihnen in der Kanalisation von Derry. Dort, so haben sie herausgefunden, hat Es seine Behausung. Und das Schlimmste ist, Es kann die Gestalt der größten Angst der Person, die Es gerade überfällt, annehmen. Meistens tritt Es aber in der Gestalt des Clowns Pennywise auf, weil diese anziehend auf Kinder wirkt.



In der Kanalisation verletzen sie Es, und verschwinden in dem schrecklichen Irrglauben, Es getötet zu haben. Sie schwören jedoch zurückzukommen, falls Es jemals wieder auftauchen sollte. Sie zerstreuen sich über die ganze Welt. Bill wird ein erfolgreicher Schriftsteller, Ben Architekt, Beverly Modedesignerin, Richie wird Radiomoderator, Stan Unternehmensberater und Eddie leitet ein erfolgreiches Chauffeur-Unternehmen. Sie alle haben ihre Kindheit größtenteils vergessen bzw. verdrängt, was auf die Begegnung mit Es zurückzuführen ist. Nur Mike, der in Derry geblieben ist, ist weitaus weniger erfolgreich als die anderen. Er ist Leiter der Stadtbibliothek und verfolgt die Spur, die Es durch die Stadtgeschichte zieht. Da er sich zudem wesentlich besser an die Ereignisse erinnert, wirkt er auch älter als die anderen.

1985 scheint Es wieder aufzutauchen, zuerst mit dem Mord an einem homosexuellen Mann. Doch dann beginnen auch wieder Kinder zu verschwinden. Mike ruft die Freunde an, damit sie Es endgültig besiegen können. Bis auf Stan erscheinen alle - er hatte sich nach Mikes Anruf in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten. Zusammen suchen sie Es wieder auf, und diesmal besiegen sie Es endgültig. Nach Es' Ende tritt bei allen ein sehr rapides Vergessen hinsichtlich aller Ereignisse und Derry an sich ein, mit dem der Roman endet.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:1536
Verlag: Heyne Verlag
EAN:

Rezensionen zu "Es: Roman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Nov 2017 

    Ängste

    In der Kleinstadt Derry im Norden der USA lebt das Böse: Es. Es befindet sich meistens im Verborgenen, doch manchmal bricht Es aus, mit dem Ziel zu vernichten. Eine Gruppe von sieben Heranwachsenden, die sich alle auf ihre Art und Weise gegen die Erwachsenen und älteren Teenager behaupten müssen, schließen sich zusammen. Sie nennen sich selbst „Club der Verlierer“. Es begegnet ihnen allen, jeweils als ihre ureigenste Angst. Immer wieder verschwinden in der Stadt Kinder. Zuletzt Georgie, der kleine Bruder eines der Clubmitglieder. Zusammen wollen sie Georgie wieder finden. Doch sie begegnen Es. Nach einer schweren Schlacht, glauben sie Es besiegt zu haben. Aber der Schein trügt. Als Erwachsene müssen sie sich erneut dem Kampf gegen Es stellen und sie kehren zurück, für einen alles entscheidenden Fight.

    Stephen King beweist mit seinem Werk Es, dass er ein Meister seines Faches ist. Er verbindet seine Horrorgeschichte um Es oder Pennywise hervorragend mit einer brillanten Coming-of-Age-Story. Im Vordergrund steht ganz klar die Botschaft „Nur zusammen sind wir stark“. Der Autor wurde dafür kritisiert, dass alle mitspielenden Erwachsenen böse seien, doch ich kann gut verstehen, warum er dieses Werkzeug gewählt hat, denn nur so war der totale Zusammenhalt der Gruppe möglich. Das Buch kann ich nur als episch bezeichnen. Es besitzt alle Anteile, die eine Horrorgeschichte fordert: mir laufen eiskalte Schauer beim Lesen über den Rücken, ich habe eine Gänsehaut, ich ekelige mich und mein Atem stockt vor Angst. Da aber auf der anderen Seite die Geschichte des Clubs der Verlierer steht, in deren Mitglieder ich mich gut hineinfühlen kann und mit denen ich mitfiebere, gibt es durchaus auch schöne Momente im Buch, die zum Luftholen gut geeignet sind.

    Ein Buch von Weltklasse, dem ich natürlich fünf von fünf möglichen Sternen vergebe und es weiter empfehle an Leser, die den perfekten literarischen Horror erleben möchten. Ich hatte mich lange gesträubt, das Genre Horror zu lesen, doch durch den Hype, den die erneute Verfilmung des Buches in diesem Jahr hervorgerufen hat, ließ ich mich anstecken und wurde nicht enttäuscht. Ganz sicher muss ich aber in der richtigen Stimmung für eine solche Lektüre sein, ansonsten könnte sie wohl durchaus auch Albträume verursachen.