Es muss wohl an dir liegen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Es muss wohl an dir liegen: Roman' von Mhairi McFarlane
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Nach "Wir in drei Worten" und "Vielleicht mag ich dich morgen" kommt endlich der neue Liebesroman der Spiegel-Bestsellerautorin Mhairi McFarlane.
Wie viele Schmetterlinge passen in einen Bauch?
Mit ihren tizianroten Haaren und ihren Kurven ist Delia vielleicht nicht ganz der Model-Typ, aber dass Paul sie nach zehn Jahren gemeinsamen Glücks mit einer Studentin betrügt, trifft sie ziemlich unvorbereitet. Am Anfang glaubt sie, alles sei ihre Schuld. Doch dann erkennt Delia, dass die zerplatzten Seifenblasen von gestern die Chance auf das Glück von morgen bedeuten: Denn nun kann sie selbst entscheiden, wie sie die bunten Puzzleteile ihres Lebens neu zusammensetzt. Kurzerhand zieht sie zu ihrer besten Freundin Emma nach London und sucht sich einen neuen Job. Alles könnte gut werden. Wäre da nicht Adam, ein Skandalreporter und der härteste Konkurrent ihres neuen Arbeitgebers - denn er bringt die Schmetterlinge in Delias Bauch plötzlich kräftig in Wallung. Und zu allem Übel setzt Paul wieder alle Hebel in Bewegung, um Delia zurückzugewinnen.
»Originell, scharfsinnig und witzig - ein moderner Liebesroman in höchster Vollendung.« Heat
»Unterhaltsam und einfach nur entzückend.« OK!

Format:Broschiert
Seiten:512
Verlag: Knaur TB
EAN:9783426517956

Rezensionen zu "Es muss wohl an dir liegen: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 09. Mär 2016 

    Liebesroman mit kleinem Krimi

    Inhalt:
    Delia macht Paul einen Heiratsantrag, denn mit ihm möchte sie den Rest ihres Lebens verbringen und sie ist überzeugt davon das es Paul ebenso geht. Doch seine Begeisterung hält sich in Grenzen und kurz drauf bekommt sie eine fehlgeleitete SMS, die keine Zweifel daran offen lässt das Paul sie betrügt.
    Delia zieht zu ihrer Freundin Emma nach London und lernt dort Adam kennen und findet ihn immer sympathischer, doch auch Paul geht ihr nicht mehr aus dem Kopf....

    Meine Meinung:
    Der Vorgänger: Vielleicht Sehen wir uns morgen habe ich verschlungen. Die Geschichte war so schön das ich die nächste Geschichte der Autorin auch lesen wollte. Es muss wohl an dir liegen ist aber doch etwas anders als erwartet, dennoch gut.

    Der Schreibstil lässt einen wieder eintauchen. Es liest sich leicht und flüssig und eine Seite nach der anderen vergeht. Leider gab es hier gerade zu Beginn ein paar Längen, die mich zweifeln ließen ob diese auch wieder enden. Sie taten es, doch dauert es ein wenig. Allerdings lohn das durchhalten, denn dann wird es richtig fesselnd. Während ich im ersten Drittel noch hoffte das es besser wird und mich zeitweise langweilte, geschah dann genau das Gegenteil. Ich musste wissen wie es ausgeht auch wenn man das bereits erahnen konnte.

    Delia ist jemand ohne viel Selbstbewusstsein. Veränderungen mag sie nicht und dann wird sie gezwungen sich mit Veränderungen zu arrangieren. Sie wächst daran und wird von einer umgangssprachlich grauen Maus zur wirklich selbstbewussten Frau.
    Paul ist in meinen Augen jemand der gerne eine Frau zuhause hat wo er weiß das sie auf ihn wartet. Er wird nur wenig beschrieben, doch seine Erklärungen fand ich zeitweise doch recht fadenscheinig.
    Adam ist gerade heraus und das gefällt mir. Doch wird er unterschätzt. Doch ist er manchmal nicht deutlich genug wodurch Missverständnisse entstehen.

    Am Ende habe ich nicht nur einen Liebesroman gelesen, sondern auch eine kleinen Krimi. Denn es ging nicht nur um Delia, Paul und Adam, sondern auch um die Machenschaften von Delias Chef. Mit diesen Ermittlungen wurden die Lücken gefüllt, so sehr das manchmal sogar die Liebesgeschichte in den Hintergrund rückte. Was mich allerdings nicht störte, sondern eher angenehm war.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Feb 2016 

    Liebesroman + Comic + Krimi

    Eigentlich sage ich ziemlich oft: »Och, Liebesromane? Nö, das ist nicht so mein Genre!« Deswegen war ich letzten Sommer erstmal mäßig begeistert, als Überraschungsgeschenk ausgerechnet "Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane in meinem Briefkasten vorzufinden... Aber einem geschenkten Buch schaut man doch mal in die Seiten, und schnell stellte ich fest: Huch, das gefällt mir ja richtig gut - einfallsreich, witzig, mit tollen Charakteren und einem lockeren und dabei souveränen Schreibstil... Bitte mehr davon!

    Deswegen war ich vor ein paar Wochen auch schon deutlich freudiger überrascht, als "Es muss wohl an dir liegen" mit der Morgenpost eintrudelte.

    Nach dem Klappentext könnte man vielleicht glauben, es hier mit einem sehr gradlinigen Liebesroman zu tun zu haben, mit viel Kitsch und einem vorhersehbaren Ende. Aber weit gefehlt: dieses Buch hat mich immer wieder positiv überrascht und mit jeder Seite mehr von sich überzeugt. Es geht nicht "nur" um eine gescheiterte Beziehung, es geht vor allem um eine Frau, die dadurch aus ihrem Trott wachgerüttelt wird und feststellt, dass sie in den letzten 10 Jahren immer den einfachsten, bequemsten Weg gewählt hat und sich nie getraut hat, ihre Träume tatsächlich anzupacken. Und so zieht sie los und krempelt ihr Leben von Grund auf um.

    Das ist unheimlich witzig, unheimlich rührend, unheimlich originell und hat überraschend viel Tiefgang. Immer wieder geht es um die Dinge, die einen zurückhalten, die Dinge, die einen antreiben. Außerdem ist die Geschichte sehr komplex, mit vielen unerwarteten Wendungen. Liebesroman, Krimi, Superheldinnen und Spionage, Drama, Gegenwartsliteratur, das Ganze ist eine richtige Wundertüte, und das machte es für mich so spannend und unterhaltsam.

    Delia ist eine sympathische Heldin, mit der man mitfühlen kann. Es macht einfach Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie im Laufe des Buches ihre eigenen Stärken entdeckt! Sie hat Grafikdesign studiert, wollte eigentlich immer Comics zeichnen, aber nach dem Studium war sie so fest davon überzeugt, dass alle anderen mehr Talent haben als sie, dass sie diesen Traum aufgegeben hat, ohne es auch nur zu versuchen. Und auch in ihrer Beziehung zu Paul hat sie sich selbst und ihre eigenen Wünsche aufgegeben, um ihr ganzes Leben rund um seine Wünsche herum aufzubauen.

    Ich habe oft aufgestöhnt, wenn sie wieder mal einen Rückzieher machte, aber umso befriedigender war dann jeder Schritt in die richtige Richtung. Sie beginnt endlich wieder, an dem Comic weiterzuarbeiten, den sie als junges Mädchen begonnen hat - und das Buch enthält einige Seiten des Comics, was mir sehr gut gefallen hat!

    Ich fand auch die anderen Charaktere gut geschrieben, und bei vielen darf man sich wirklich nicht auf den ersten Eindruck verlassen... Anfänglich sympathische Charaktere entpuppen sich als Mogelpackung (und umgekehrt), aber alle sind meines Erachtens lebensecht, knallbunt und dreidimensional.

    Auch die Liebesgeschichte fand ich wunderschön und kein bisschen klischeebehaftet. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wie es tatsächlich ausgehen würde, aber ich bin mit dem Ende sehr zufrieden!

    Dem Humor stand ich erst ein bisschen skeptisch gegenüber. Einer der Charaktere hat einen, wie Delia das ausdrückt, anarchischen Analhumor, den ich überhaupt nicht witzig fand, sondern nur primitiv... Aber gerade dieser Charakter macht dann im Laufe des Buches eine große Entwicklung durch, und ansonsten hat mich das Buch öfter mal zum Lachen oder Schmunzeln gebracht.

    Der Schreibstil ist in meinen Augen nie langweilig. Er ist pfiffig, mit originellen Formulierungen und viel Liebe zum augenzwinkernden Detail. Dabei beherrscht die Autorin alle Facetten, von rasanten Szenen bis zu ruhigen Zwischensequenzen.

    Fazit:
    Für mich ist "Es muss wohl an dir liegen" einerseits eine witzige, wunderschöne Liebesgeschichte, andererseits aber auch eine tiefgründigere Geschichte über Selbstfindung, Ängste, Träume und Motivationen. Delia, die Heldin des Ganzen, wurde gerade verlassen und muss feststellen, dass sie die letzten 10 Jahre ihres Lebens nicht ihre eigenen Träume gelebt hat, sondern sich um die Träume anderer Menschen herum verbogen. Sie zieht los, um das zu ändern, gerät aber an einen korrupten Boss und einen charismatischen, aber scheinbar skrupellosen Skandalreporter...