Erwartung

Buchseite und Rezensionen zu 'Erwartung' von Jussi Adler-Olsen
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan,dessen Mitglieder von ihrem gewalttätigen und zynischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als er sein Sklavendasein nicht mehr aushält und flieht, stößt er ganz in der Nähe von Zolas Wohnsitz auf eine Männerleiche …

Die Suche nach dem Mörder führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt– und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

Format:Kindle Edition
Seiten:569
EAN:

Rezensionen zu "Erwartung"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Mai 2014 

    Der Clan

    Die Gruppe nennt sich der Clan, sie haben es sich im beschaulichen Dänemark bequem gemacht. Die Erwachsenen um den „Guru“ Zola schicken die Kinder zum Betteln oder Stehlen in die Stadt. Und am Abend werden die Kinder, das Geld und die Beute eingesammelt. So lange er sich erinnern kann lebt Marco bei der Gruppe, doch ihm gefällt es nicht. Er will lernen, ein normales Leben, eine richtige Familie. Zola aber duldet keinen Widerspruch und als Marco seinen Mund nicht halten kann, entgeht er nur knapp einer harten Strafe. Noch in der selben Nacht allerdings belauscht er ein Gespräch, in dem es um seine Zukunft geht. Und die ist nicht so wie Marco es sich erträumt. Deshalb sieht er sich genötigt, zu fliehen. Leider viel zu schnell entdeckt, versteckt er sich in einem kleinen Waldstück und findet eine Leiche.

    Der fünfte Fall für Carl Mork liest sich in eins weg, fast schon wie man es inzwischen gewöhnt ist. Zwei Fälle, die miteinander verknüpft sind. Die bekannten Querelen im Dienst, wobei Carl auch noch seinen letzten Befürworter, den Chef, verliert, welcher durch einen Jüngeren ersetzt wird, der nicht auf Carls Wellenlänge liegt. Für Spannung ist gesorgt und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Doch ist das Thema des Falles nicht so ein packendes wie ihm vorherigen Buch und die Plänkeleien in der Dienststelle wirken manchmal doch etwas übertrieben, so dass man dem guten Carl bedeuten möchte, er möge doch mal einen Gang herunter schalten und sich wie ein normaler Ermittler benehmen. Die Figur des Marco ist dagegen gelungen, als Idealbild des einen, für den es sich zu kämpfen lohnt, der aus einer schlechten Ausgangslage heraus sein Leben ändern möchte und dem man jegliche Unterstützung zugestehen möchte. Wenn auch ein gut geschriebener und fesselnder Krimi, doch einer der schwächeren des Autors.