Einundachtzig Worte: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Einundachtzig Worte: Roman' von Elizabeth Joy Arnold
4.5
4.5 von 5 (4 Bewertungen)

Eine fesselnde Geschichte über Familie, tragische Wahrheiten und die Kraft der Hoffnung
Chloe und Nate sind seit einer Ewigkeit verheiratet, als Nate eines Tages ohne Erklärung verschwindet. Alles, was er hinterlässt, ist ein kurzer Brief von einundachtzig Worten. Nate ist in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – an jenen Ort, an dem vor vielen Jahren ihr Sohn spurlos verschwand. Ein tragischer Verlust, der Chloes und Nates Leben für immer veränderte und den auch ihr neues Leben und ihre gemeinsame Buchhandlung nicht heilen konnten. Bergen diese einundachtzig Worte die Chance für Chloe, die Vergangenheit endlich zu klären und ihre Liebe zu Nate wiederzufinden?


Format:Broschiert
Seiten:544
Verlag: Diana Verlag
EAN:9783453358003

Rezensionen zu "Einundachtzig Worte: Roman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jul 2016 

    Eine Familiengeschichte, ein Liebesroman, ein ungelöstes Rätsel

    Inhalt
    Chloe lebt zusammen mit Nate Sinclair über ihrer Buchhandlung, einem Antiquariat, das sogar Erstauflagen bedeutender Klassiker führt - wie die Chroniken von Narnia. Chloe beschreibt ihr bisheriges Leben gleich zu Beginn in knappen Worten:

    "Es war einmal ein Mädchen, das hieß Chloe und lebte mehr oder weniger allein in einem kleinen Haus am Waldrand. An seinem achten Geburtstag wurde es wach und musste feststellen, dass seine Mutter bereits zur Arbeit gegangen war, ohne Guten Morgen zu sagen, ohne Kuss, ohne Glückwunsch. Sie hatte Chloe vergessen. Aber da Chloe ein eigensinniges Mädchen war, machte sie sich selbst ein Geburtstagsgeschenk und schwänzte zum ersten - aber keineswegs letzten - Mal die Schule. (...) Und am Ende der Bayard Lane erblickte sie im Garten des größten Hauses im ganzen Staat, vielleicht sogar der ganzen Welt, zwei Mädchen in pastellfarbenen Kleidchen und einen Jungen in einem gebügelten weißen Hemd. Sie spielten miteinander, eine perfekte Familie, fast zu schön, um wahr zu sein. Und tatsächlich war das, was Chloe sah, auch überhaupt nicht wahr. Aber sie das herausfand, liebte sie die drei schon seit vielen Jahren (...) Später heiratete sie den Jungen, bekam und verlor einen Sohn, eröffnete einen Laden und gründete ein eigenes Reich." (S.12)

    Dann ist Nate eines Tages aus ihrem gemeinsamen Reich verschwunden und hinterlässt ihr nur "81 Worte", die jedoch seinen Weggang nicht wirklich erklären. Er muss zu seiner Familie zurück. Seine Mutter ist bereits vor langer Zeit gestorben und sein Vater Joel, der an Alzheimer erkrankt ist, ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Zum Entsetzen von Chloe, denn Joel Sinclair scheint mit dem Verlust ihres Kindes Gabriel in Verbindung zu stehen. Ein nicht gelöstes Rätsel hat Nate offensichtlich dazu veranlasst, Chloe überstürzt zu verlassen.
    Im weiteren Verlauf erfahren die Leser/innen im Rückblick, wie Chloe die Sinclairs, die Kinder Grace, Nate und Cecile kennengelernt hat. Eine Freundschaft, die in der gemeinsamen Aufführung der Chroniken von Narnia gipfelt und dort ihr vorläufiges Ende findet.

    Der Roman springt zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, so dass sich sukzessive die gemeinsame Geschichte Chloes und Nates entfaltet.

    Auslöser für die Erinnerungen an die Vergangenheit ist das Notizbuch Nates, das Chloe in der kostbaren Erstauflage "Der Chroniken von Narnia" findet und in dem er verschlüsselte Briefe an seinen Sohn hinterlassen hat, der mit zwei Jahren verschwunden ist. Die Nachrichten lassen sich mit einem Code lesen, den Chloe und Nate gemeinsam als Kinder entwickelt haben. Der Schlüssel ist jeweils ein literarisches Werk, in dem die Buchstaben, die sich im Notizbuch befinden herausgestrichen werden müssen, die übrig gebliebenen Buchstaben ergeben die Nachricht. Chloe gelingt es, das Notizbuch zu entschlüsseln, da Nate die Romane genommen hat, die für die beiden eine besondere Bedeutung haben. So taucht Chloe in die gemeinsame Vergangenheit ein und muss erkennen, dass Nate vieles vor ihr geheim gehalten hat.

    Die Kindheit der Sinclairs ist vom fanatisch religiösen Vater Joel geprägt, der Prediger gewesen ist und sehr radikale Ansichten vertritt. So weckt er seine Kinder nachts, damit sie beten und sperrt sie ein, wenn sie in seinen Augen eine Sünde begangen haben. Chloe ist für ihn vom Satan geschickt, um seine Kinder in Versuchung zu führen. Die Kinder verlassen ihr Zuhause nur, um in die Kirche zu gehen und werden von ihrer kränklichen Mutter Sophia zuhause erzogen, die einen Gegenpol zum gestrengen Vater bildet und der Chloe ihre Begeisterung für Büchern verdankt. Sophia bietet Chloe die Bildung und die Herzenswärme, die ihr ihre eigene allein erziehende Mutter nicht geben kann und das Haus der Sinclairs ist für ein märchenhafter Ort, überschattet vom "bösen" Vater.
    Mit den Kinder verbindet sie ein tiefe Freundschaft und so ist es nicht verwunderlich, dass Nate und Chloe sich als Jugendliche verlieben und sie auch mit den beiden Schwestern Nates Cecilia und der älteren Grace eine innige Freundschaft verbindet. Doch ihre Beziehungen werden immer wieder auf die Probe gestellt und zerbrechen fast...Am Ende kommt es zu einigen Überraschungen und Chloe erkennt, dass sie ihre Erinnerungen teilweise "umschreiben" muss.

    "Denn alle Erinnerungen erzählen Geschichten, die aus der Distanz, mit der Weisheit späteren Lebens, umgeschrieben wurden, oder manchmal auch nach dem, wie wir uns die Ereignisse gewünscht hätten. Wir sind alle Schriftsteller, die ständig überarbeiten, um in unserem Leben einen Sinn zu entdecken." (S.540)

    Bewertung
    Den positiven Rezensionen, die ich bisher zu diesem Roman gelesen habe, kann ich nur zustimmen, da er alle Erwartungen erfüllt hat. Er ist unglaublich spannend, da das Rätsel von Nates überstürztem Aufbruch gelöst werden will. Wobei ich zugeben muss, dass das Ende mich nicht wirklich überrascht, da ich bereits geahnt habe, wer für Gabriels Verschwinden verantwortlich gewesen ist.
    Der Roman zeichnet auch die Entwicklung der Sinclairs und Chloes zu Erwachsenen nach, zeigt auf, wie aus Freundschaft Liebe wird und wie sich Freundinnen aufgrund der widrigen Umstände auseinander entwickeln.
    Er verdeutlicht die Qualen der Kinder, die unter dem christlichen Fundamentalismus ihres Vaters leiden. Die religiöse Ausrichtung wird nur angedeutet, der Begriff Evangelikalismus fällt, entscheidend ist jedoch, welches Verhalten der Vater den Kindern gegenüber an den Tag legt. Jedes Fehlverhalten wird bestraft, aus Angst davor, dass das Höllenfeuer ruft. Eine inhumane Einstellung, in der auch unehelich gezeugte Kinder keinen Platz finden und als "Ausgeburt des Satans" angesehen werden. Es fällt schwer, sich auf diese Denkweise einzulassen und man leidet mit Nate, Cecile und Grace und verurteilt den grausamen Vater.
    Die Großartigkeit des Romans erweist sich jedoch am Ende, da jegliche Handlungen und Verhaltensweisen neu beleuchtet werden und Chloe erkennen muss, wie selektiv ihre Erinnerungen sind und dass sie überwiegend ihre Perspektive die Geschichte betrachtet hat. Für mich erstaunlich ist, dass diese Kehrtwende glaubwürdig ist - aus Gut wird nicht Böse oder umgekehrt, sondern der Fokus verschiebt sich und einer ehemals durchweg grausam beurteilten Handlung kann man ein wenig Verständnis entgegenbringen, das Verhalten der Figuren erscheint in einem anderen Licht.
    Der Roman führt uns vor Augen, wie schnell wir unser Urteil fällen und unsere Erinnerungen diesen anpassen.
    Der Roman ist jedoch auch eine Liebesgeschichte, die zeigt, dass eine gemeinsame Vergangenheit eine Beziehung zwar trägt, dass die Liebenden jedoch immer wieder aufeinander zugehen müssen und dass wir den anderen niemals ganz kennen werden.

    Und er erzählt von einem tragischen Verlust, dem Verlust eines Kindes - Szenen von solcher Intensität, dass man den Roman am liebsten aus der Hand legen möchte - dann aber doch gezwungen ist weiterzulesen.

    Ein vielfältiger, glaubwürdiger und berührender Roman, den es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Jun 2016 

    Seeeeehr lesenswert

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Phänomenal …

    Ich bin keine Klappentextleserin, weil ich den Klappentext meist nur überfliege und auch ganz schnell wieder vergesse, sobald ich mich für das jeweilige Buch entschieden habe. Ich lasse mich oft von dem Cover verleiten. Ich erwartete hier eine Geschichte von Büchern über Bücher. Die Bücher tauchten in diesem Roman auch auf, aber sie waren nicht der Mittelpunkt dieser romanhaften Erzählung, auch wenn immer wieder Bücher, Lesezimmer und Bibliotheken mit in dem Kontext eingewoben waren …

    Von der ersten bis zur letzten Seite fand ich den Inhalt spannend. Eine überaus interessante und gleichzeitig komplizierte Familiengeschichte, in der ich häufig den Atem anhalten musste, wenn ich langsam ungeduldig wurde, weil die Autorin die LerserInnen an der langen Leine hält … Die Handlungsstränge waren sehr raffiniert geknüpft und auch die vielen verschiedenen Erzählperspektiven haben das Ganze aus meiner Sicht noch aufgetrumpft.
    … Während des Lesens und gleich zu Beginn stellten sich mir jede Menge Fragen, ich stellte verschiedene Hypothesen auf, weil die Autorin sich mit der Auflösung diverser Fragen einfach viel Zeit gelassen hat. Ich habe mich in mancher Hinsicht getäuscht, doch eine Hypothese konnte bestätigt werden, aber ich werde mich hüten, Näheres dazu zu schreiben.

    Anfangs dachte ich, bei den Sinclairs handle es sich um eine Sektenfamilie. Einige Textstellen ließen mich dies vermuten. Außerdem stimmte mich die Erziehung der Kinder sehr kritisch, da sie nicht einmal eine öffentliche Schule besuchen durften und von der Außenwelt komplett abgeschirmt lebten, wäre da nicht Chloe, die in die Familie eindringt und mit den Sinclair-Kindern groß wird. Chloe hat sich sehr zu diesen Kindern hingezogen gefühlt, bis sie später mit dem Jungen Nate eine partnerschaftliche Beziehung knüpft.
    Die Kinder wurden von der Mutter zu Hause unterrichtet, der Vater, sehr dogmatisch religiös, führte eine ganze Kirchengemeinde. Da Chloe nicht dieser Gemeinde angehörte, versucht er, diese Beziehung zwischen ihr und seinen Kindern zu kappen …

    Die Geschichte ist so komplex, dass ich gezwungen bin, mich darin kurz zu halten und schließe mit folgendem Zitat:

    Zitat
    „Die Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen ist trillionenmal vielschichtiger, als das mit Worten zu beschreiben ist."

    Mein Fazit?

    Mich hat auch das Ende noch sehr nachdenklich gestimmt, und es wird mich noch einige Tage beschäftigen. Ich muss mir große Mühe geben, kein moralisches Urteil zu fällen, da jeder Mensch seine Gründe hat, weshalb er so geworden ist, wie er ist ...

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Jun 2016 

    Es ist manchmal doch besser, Dinge anzusprechen, mögen sie auch

    Ich wage mich mal weit aus dem Fenster hinaus, wenn ich euch verspreche: Wenn ihr dieses Buch beginnt, lässt es euch nicht mehr los. Und es gab noch keine Geschichte, bei der ich mir so sehr gewünscht habe, dass es ein Happy End gibt.

    Chloe und Nate kennen sich schon seit der Kindheit. Bücher sind ihr Lebenselixier. Sie helfen ihnen in allen Lebenslagen. Nicht von ungefähr haben die beiden einen Buchladen eröffnet.
    Eines Tages, als Chloe vom Einkaufen zurückkommt, ist Nate verschwunden. Einundachtzig Worte hinterließ er auf dem Küchentisch. Aber so richtig schlau wurde Chloe aus den Sätzen nicht.
    Sie versuchte, ihn am Handy zu erreichen, bis sie merkte, dass er es zu Hause gelassen hatte. Nur widerwillig rief sie bei seiner Schwester Cecilia an, da sie befürchtete, es könne deren Vater, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, am Appart sein. Aber sie hatte Glück und erfuhr erst mal im Groben, dass alles seine Ordnung hatte.
    Aber warum fuhr Nate dorthin, wo vor zig Jahren ihr Sohn verschwunden ist? Was verbirgt er vor ihr?

    Warum Cecilias Vater im Gefängnis war? Es bleibt ein Rätsel, wie so vieles andere. Erst mal.

    Während Nate verschwunden ist, bleibt ihr genügend Zeit, in die Vergangenheit abzutauchen. Und so erfahren wir, wie sie die drei Sinclair-Kinder an ihrem achten Geburtstag kennenlernt. Das einzig Komische daran: Mr. Sinclair darf nicht erfahren, dass die Geschwister mit ihr befreundet sind.
    Sie verbringen eine wundervolle Zeit miteinander: lesend, theaterspielend.

    Doch es tauchen viele Fragen auf: Was ist das für eine Familie? Der Vater steht der Gemeinde als Reverend vor und führt auch zu Hause eine strenge religiöse Hand. Geht es um eine Sekte? Was haben die Kinder schreckliches erlebt?
    Warum sprechen Sie nicht mit Chloe darüber, wo sie doch so eng befreundet sind? Man kann doch nicht alles in sich hieneinfressen. Und auf dies Weise haben sie sich auch voneinander entfernt. Jeder hatte seine Geheimnisse.

    Einen größeren Raum nimmt die Religion ein. Ich habe von Menschen gehört, denen ihr Glaube inneren Frieden und Ruhe gegeben hat. Doch Nate und auch seine Schwester Grace haben mit ihrem Glauben permanent zu kämpfen.

    Die Autorin spielt hier sehr viel mit Anspielungen. So wird eine permanente Spannung erzeugt, die bis zum Schluss anhält und dort noch einmal gipfelt.

    Heute ziehe ich ein erstes mal ein Fazit:
    Es ist manchmal doch besser, Dinge anzusprechen, mögen sie auch noch so schwer wiegen.
    Kein anderes Buch hat mir so verdeutlicht, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt.
    Viele Dinge, über die man sich in jungen Jahren ein Urteil gebildet hat, können nach Jahren und Jahrzehnten ganz anders ausschauen. Nate machte das in einem Brief an seinen Sohn mit einem Satz deutlich:

    Zitat:
    Die Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen ist trillionenmal vielschichtiger, als das mit Worten zu beschreiben ist.

    Liebt ihr Bücher? Geheimnisse? Familiengeschichten? Dann lege ich euch dieses Buch ans Herz.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 17. Jan 2016 

    Schöne Story, leider etwas langatmig

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    Klappentext
    Eine fesselnde Geschichte über Familie, tragische Wahrheiten und die Kraft der Hoffnung

    Chloe und Nate sind seit einer Ewigkeit verheiratet, als Nate eines Tages ohne Erklärung verschwindet. Alles, was er hinterlässt, ist ein kurzer Brief von einundachtzig Worten. Nate ist in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – an jenen Ort, an dem vor vielen Jahren ihr Sohn spurlos verschwand. Ein tragischer Verlust, der Chloes und Nates Leben für immer veränderte und den auch ihr neues Leben und ihre gemeinsame Buchhandlung nicht heilen konnten. Bergen diese einundachtzig Worte die Chance für Chloe, die Vergangenheit endlich zu klären und ihre Liebe zu Nate wiederzufinden?

    Die Autorin
    Elizabeth Joy Arnold, aufgewachsen in New York, studierte am Vassar College und der Universität von Princeton. Sie lebt heute mit ihrem Ehemann in Pennington, New Jersey, und arbeitet an ihrem nächsten Roman.

    Meine Meinung

    Story
    Jeder von euch wird es kennen, man beginnt ein neues Buch und nach wenigen Sätzen weiß man, das diese einen, zu größter Wahrscheinlichkeit, nicht so wirklich fesseln wird, wie erhofft. Sieht man dann die anderen Rezensionen, die durchaus positiv ausfallen, fragt man sich was ist eigentlich falsch mit einem. So ging es mir als ich das Buch begonnen habe und das zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung. Die Handlung verspricht dem Leser eine geringe Menge an Spannung. Man erfährt Dinge und weiß nicht wie es dazu kam. In Rückblicken werden dann die Rätsel Stück für Stück gelöst und man bekommt endlich einen Einblick in die Taten einer gewissen Person, die einem von Anfang an nicht sympathisch war. Ich möchte auch keine Namen verraten, sonst würde ich euch die Spannung nehmen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Chloe und Nate Besitzer eines Buchladens waren und bekannte Bücher, wie zb << Die Chroniken von Narnia>> eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen. Ich persönlich fand de Rückblicke besser wie die Handlung in der Gegenwart. Wenn ihr wissen wollt warum Nate, Chloe verlassen, und ihr eine Nachricht mit einundachtzig Worten hinterlassen hat, dann müsst ihr das Buch selber lesen.

    Schreibstil
    Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen, dennoch konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Elizabeth Joy Arnold legt viel Wert auf die Vergangenheit und dort liegen auch die Geheimnisse verborgen, die der Leser gerne lüften möchte. Das Buch wird nur aus der Sicht der Protagonistin Chloe erzählt, sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit, was ich ein bisschen einseitig fand. Ich hätte auch gerne mal einen Blick auf Nates Gefühle geworfen. Das Buch ist stellenweise schon sehr langatmig, was wohl an den ausschweifenden Beschreibungen der Autorin liegt.

    Charaktere
    Chloe ist für mich eine sympathische Protagonistin gewesen. Ich mochte sie sowohl heute als auch in der Vergangenheit. Sie ist die Einzige zu der ich eine Bindung beim Lesen gespürt habe. Alle anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen und blieben mir leider zu blass.

    Mein Fazit

    Eine Geschichte über das Leben, die Liebe, den Verlust und über die Kraft von Büchern. Eine Story mit viel Potenzial, dass meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft wurde. Die Charaktere (außer Chloe) blieben mir zu blass. Die Handlung ist streckenweise sehr langatmig, aber wiederum zu interessant um das Buch abzubrechen. Ich vergebe hier drei von fünf Sternen. Wenn ihr mögt, lest es einfach selber und bildet eure eigene Meinung.