Eine Weihnachtsgeschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine Weihnachtsgeschichte' von Charles Dickens
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Eine Weihnachtsgeschichte"

2002 Eine Weihnachtsgeschichte. Ill. Weihnachten; Nächstenliebe; Belletristische Darstellung [Modernes Antiquariat Märchen & Sagen]

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
Verlag: Dressler
EAN:9783791535968

Rezensionen zu "Eine Weihnachtsgeschichte"

  1. Schöne Ausgabe des Klassikers...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Jan 2021 

    Auch heute noch zieht die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens aus dem Jahre 1843 Kinder und Erwachsene gleichermaßen in den Bann. Der Geschäftsmann Ebenezer Scrooge wird am Heiligen Abend vom Geist der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht besucht. Jeder Geist zeigt ihm, was Geiz und Hartherzigkeit in seinem Leben angerichtet haben. Der einst herzlose alte Mann wandelt sich nach seiner wundersamen Zeitreise in einen großzügigen Unterstützer der Armen. Der Weihnachtsklassiker wird von den wunderschönen Illustrationen von Eric Kincaid stimmungsvoll untermalt.

    Dies ist eine liebevoll gestaltete und mit Illustrationen untermalte Ausgabe des Klassikers unter den Weihnachtsgeschichten. Tatsächlich hat Dickens dieses durchaus auch sozialkritische Buch ausdrücklich für Kinder geschrieben, was mich etwas überrascht hat. Klar, die Verfilmungen - wer kennt sie nicht - sind durchaus kindgerecht. Aber dieses Buch hier ist für Kinder ab 8 Jahren, wie es der Verlag empfiehlt, doch wohl eher eine schwere Kost.

    Aus heutiger Sicht scheitern die jüngeren Kinder wohl an der altertümlichen Wortwahl sowie am teilweise recht gedrechselten Schreibstil. Selbst beim Vorlesen sind die Kinder sicherlich auf Erläuterungen angewiesen. Zu Zeiten von Charles Dickens dagegen könnte ich mir vorstellen, dass die Erzählung, so wie sie hier niedergeschrieben ist, doch auch einen gehörigen Gruseleffekt auf Kinder hatte. Denn die drei Geister der Weihnacht, die dem Geizhals Scrooge aufsuchen, sind schon recht gruselig beschrieben. Selbst der hartherzige Geschäftsmann bekommt hier schlotternde Knie.

    Für mich allerdings war diese Erzählung ein Lesevergnügen - samt altertümlicher Wortwahl und gedrechselter Sätze. Diese Geschichte, ob nun als Film oder als Buch, ist bestens geeignet, sich den eigentlichen Geist der Weihnacht wieder einmal in den Sinn zu rufen - und sich selbst in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen zu lassen.

    Ein Buch also, dass man ruhig alljährlich zur Hand nehmen kann. Meine Empfehlung!

    © Parden

  1. Tatsächlich ein Weihnachtskrimi

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 01. Dez 2016 

    Das Schöne an diesem Krimi ist es, dass Francis London diesen Fall tatsächlich in eine weihnachtliches Umfeld verlegt hat. Holmes ermittelt an Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag. Weihnachten findet seinen sachlogischen Platz in der Handlung: Ein Mann wird des Mordes verdächtigt, er ist geflohen. Wie das nun so bei einem Krimis ist, der Detektiv hat den Verdacht, dass sich alles ganz anders abgespielt hat und nimmt seine Ermittlungen auf.
    Die Sherlock Holmes Geschichten von Francis London verneigen sich stets vor Arthur Conan Doyle, Struktur und Aufbau sind klassisch, die Wortwahl tendiert zum altmodischen. Für mich, als Fan des traditionellen, ist diese Darstellung ein Genuss und passt insbesondere zu der Weihnachtszeit.
    Die Spurensuche mit den dazugehörigen Dialogen ist Holmes-typisch brillant, Watson bewundert seinen Helden, dieser führt Watson mit der angemessenen Nachsicht durch den Fall und erklärt ihm die Zusammenhänge. Das alles ist wunderbar aufbereitet und wird den begeisterten Holmes-Leser erfreuen.
    Die weihnachtlichen Aspekte sind in der Tiefe der (ohne es ironisch zu meinen) zu Tränen rührenden Emotion aus der Perspektive von Dr. Watson dargestellt und aus seiner Erfahrung in Afghanistan und dem ersten Jahr, das er mit Holmes verbringen durfte, abgleitet. Auch hier: Sehr gelungen, gut in die Geschichte integriert, aber natürlich aus der Arthur Conan Doyle Sicht unüblich.
    Was ich an den Geschichten von Francis London sehr mag, ist, dass er keine abschweifenden und langweiligen Szenen beschreibt, durch die man sich durchkämpfen muss, bis endlich mal die Handlung weitergeht. Obwohl diese Geschichte für einen Holmes eher lang ist, hat sie keine erzählerischen Längen. Einige Szenen sind mir zu kurz und knackig geraten, da wäre doch ein bisschen mehr ausschweifen schön gewesen.
    Ein gutes Buch, das in mir die Weihnachtsstimmung geweckt hat!