Eine Spur aus Frost und Blut: Horror-Story

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine Spur aus Frost und Blut: Horror-Story' von Sonja Rüther
4.6
4.6 von 5 (5 Bewertungen)

Eine schwarze Winternachtgeschichte: das böse Märchen „Eine Spur aus Frost und Blut“ von Sonja Rüther jetzt als eBook bei dotbooks.

Mit Gold belohnt, mit Pech gestraft … Die Nacht ist bitterkalt, und doch fällt keine einzige Schneeflocke vom Himmel. Eine alte Frau betritt mit leisem Schritt die Welt der Menschen. Sie ist gekommen, um eine neue Dienerin zu finden – das ist ihr Recht seit Anbeginn der Zeit. Doch mit einem hat die Alte nicht gerechnet: dass sie erwartet wird. Von den einst unschuldigen Mädchen, die sie in ihr Reich holte und nach einem Winter der Sklaverei zur Unsterblichkeit verdammte. Sie alle flüstern den Namen ihrer Peinigerin wie einen Fluch: Frau Holle. Und sie werden nicht ruhen, bevor sie Rache genommen haben …

Eiskalt, böse, faszinierend: Sonja Rüther erzählt, was die Gebrüder Grimm nicht aufzuschreiben wagten.

Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Eine Spur aus Frost und Blut“ von Sonja Rüther. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

Format:Kindle Edition
Seiten:85
EAN:

Rezensionen zu "Eine Spur aus Frost und Blut: Horror-Story"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Dez 2015 

    Trifft genau meinen Geschmack

    Mit Gold belohnt, mit Pech gestraft … Die Nacht ist bitterkalt, und doch fällt keine einzige Schneeflocke vom Himmel. Eine alte Frau betritt mit leisem Schritt die Welt der Menschen. Sie ist gekommen, um eine neue Dienerin zu finden – das ist ihr Recht seit Anbeginn der Zeit. Doch mit einem hat die Alte nicht gerechnet: dass sie erwartet wird. Von den einst unschuldigen Mädchen, die sie in ihr Reich holte und nach einem Winter der Sklaverei zur Unsterblichkeit verdammte. Sie alle flüstern den Namen ihrer Peinigerin wie einen Fluch: Frau Holle. Und sie werden nicht ruhen, bevor sie Rache genommen haben

    Sonja Rüther beginnt bei ihrer Geschichte da, wo die Gebrüder Grimm endeten. Viele, viele Jahre lang bekam Frau Holle jedes Jahr ein Mädchen, das sie bei ihrer Arbeit unterstützen sollte. Frau Holle altert zwar nur sehr langsam, aber trotzdem ist sie mittlerweile sehr alt und kann nicht mehr alles alleine bewältigen. Doch die Welt hat sich mittlerweile verändert. Kamen die Mädchen früher regelmäßig, weil ihre Eltern dafür sorgten, wartet Frau Holle jetzt vergebens auf Hilfe.

    Um zu sehen, warum ihr die Hilfe verwehrt wird, die ihr laut Vertrag zusteht, verlässt die alte Frau ihr Reich und kommt auf die Erde. Alles hat sich stark verändert. Sie macht sich auf die Suche nach einem unschuldigen Kind und will nachschauen, ob das Tor in ihr Reich verschlossen ist. Doch dann trifft sie auf Gold- und Pechmarie, deren Leben sie zur Hölle machte....

    Was für eine böse Geschichte. Dunkel, gemein und brutal. Also genau nach meinem Geschmack. Ich hätte noch Stunden lang weiterlesen können, denn viel zu schnell, flogen die Seiten dahin.

    Frau Rüther versteht es perfekt, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen und den Leser in eine Welt des Grauens zu führen. Besonders gut hat mir das Ende gefallen. Warum? Das werdet ihr verstehen, wenn ihr die Geschichte lest.

    Als Häppchen für Zwischendurch ist diese Geschichte perfekt. Aber ich hoffe, dass wir bald wieder einen längeren Roman der Autorin zu lesen bekommen, denn sie liegt wirklich genau auf meiner Wellenlänge. Ich vergebe für "Eine Spur aus Frost und Blut" 5 von 5 Punkte und eine Leseempfehlung für alle Märchen- und Horrorfreunde.

    © Beate Senft

  1. 4
    (4 von 5 *)
     - 01. Dez 2015 

    Sonja Rüther - Eine Spur aus Frost und Blut

    Dass es in Märchen nicht immer zimperlich zugeht wissen wir alle. Da endet schon mal eine Hexe im Ofen oder den bösen Schwestern werden die Augen ausgepickt. Ebenso sind die Rollen von Gut und Böse klar verteilt.
    Oder vielleicht doch nicht?
    Was den Fall der Frau Holle angeht, müssen wir dies wohl doch noch einmal überdenken, zumindest nachdem wir die Geschichte aus Sicht von Sonja Rüther gelesen haben. Ist Frau Holle gar nicht die liebe Großmutter, die fleißige Kinder belohnt und nur faule bestraft? Ist es wirklich eine Belohnung wenn man mit Gold übergossen wird und ist wirklich immer nur Faulheit der Grund wenn man nicht hilft? Vor allem aber, wie geht es weiter, nachdem man aus Frau Holles Reich zurückkehrt. All dies erfahren wir bei „Eine Spur aus Frost und Blut“.
    Spannend und bildhaft erzählt uns Sonja Rüther ihre Version der Geschichte, die Lust auf mehr macht. Und wer weiß, vielleicht hat Frau Rüther ja noch Insiderwissen zu anderen Märchen. Mich würde es jedenfalls freuen, mehr aus diesem Genre von Sonja zu lesen.

    (manfredsbuecherregal.blogspot.de)

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Nov 2015 

    Frau Holle und ihr Horror

    Frau Holle - ein Märchen, überliefert von den Gebrüdern Grimm. Dieses Märchen ist mir in meiner Kindheit unzählige Male vorgelesen worden. Die nette Frau Holle, die ihre Betten schüttelt, dass es auf der Erde schneien möge. Dabei wird sie unterstützt von Goldmarie, einem wohlerzogenen, gehorsamen, fleißigen, hilfsbereiten, hübschen, bescheidenen Mädchen, das keine Mühe scheut, um Frau Holle die schwere Arbeit abzunehmen. Soviel Hingabe muss belohnt werden. Als Goldmarie's Zeit bei Frau Holle vorbei ist, wird sie zur Belohnung über und über mit Gold begossen. Ganz anders die faule und habgierige Pechmarie, die Goldmarie's Nachfolge antritt. Sie erledigt ihre Arbeit nicht so, wie es von ihr erwartet wird, und zur Strafe wird sie zum Abschied mit Pech übergossen. Geschieht ihr auch recht! Auf Erwachsene muss man hören! Man muss immer hilfsbereit sein! Bescheidenheit ist eine Tugend!

    Ja, mit diesem Märchen bin ich aufgewachsen. Meine Favoritin bei den beiden Maries war ganz klar Goldmarie. Soviel Tugendhaftigkeit und Liebreiz hat mich schlichtweg beeindruckt. Und dann halte ich heute dieses Buch von Sonja Rüther in den Händen. Und was stelle ich fest: Die Geschichte ist gar nicht so verlaufen, wie man mir seit mehr als 40 Jahren vorgegaukelt hat!

    Mal ehrlich! Eine alte Frau, die Mädchen als Sklaven hält, diese für sich schuften lässt und anschließend mit Gold bzw. Pech übergießt? Wie kann man Kindern nur vorgaukeln, dass diese Alte nett sei? Sonja Rüther rückt das Bild von der Alten ins rechte Licht: Frau Holle ist eine Hexe, die auf die Erde kommt, auf der Suche nach einer neuen Sklavin. Sie ist hässlich, bösartig und hintertrieben. Und sie hat magische Kräfte, die sie gnadenlos einsetzt, um diejenigen, die sich ihr in den Weg stellen, auf bestialische Weise zu töten. Man ist erstaunt, was für Tötungsmethoden sie anwendet. Sonja Rüther war da sehr erfinderisch und hat ihre Fantasie voll ausleben können. Ich habe gestaunt und mich mit Hochgenuss gegruselt.

    Auch die Maries entsprechen nicht dem Bild, das man in der Version der Brüder Grimm vermittelt bekommen hat. Auf einmal erscheint die wundervolle Goldmarie gar nicht mehr so wundervoll. Wer möchte auch gern mit flüssigem Gold übergossen werden? Schon mal nachgedacht, was dann mit einem passieren könnte?

    "Frau Holle hätte niemals durch das märchenhafte Umschreiben der Überlieferungen verharmlost werden dürfen. Nach Maries Überzeugung war Frau Holle der Hölle entstiegen, aber durch die Brüder Grimm war die alte Frau heiliggesprochen worden, wie sie Urteile über Mädchen sprach und sie belohnte oder bestrafte."

    Die Idee, Märchen von einer anderen Seite zu beleuchten, hat mich fasziniert. Sonja Rüther gelingt es von Anfang an, den Leser mit ihrer Geschichte zu fesseln. Zum Ende nimmt die Handlung eine Fahrt auf, die auf einen Showdown hinausläuft. Die Ereignisse überschlagen sich, man wartet voller atemloser Spannung, was auf der nächsten Seite kommt.
    Tja, und dann ist die Geschichte zu Ende. Böse Autorin! Ich sitze nun hier und bin (fast) sprachlos. Das Ende hat mich kalt erwischt: mit dieser Entwicklung der Geschichte habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der fantasievolle Schluss hat mich völlig überrascht. Was für eine großartige Horror-Story!

    Dieses Buch ist als E-Book herausgegeben worden. Mit geschätzt 85 Seiten hat Sonja Rüther eine kleine aber - horrormäßig - feine Geschichte geschrieben, bei der jeder Satz sitzt. Man merkt ihre Begeisterung für das Gruselige und ihren Spaß bei der Entwicklung und dem Schreiben der Horrorszenarien.

    Jetzt hoffe ich, dass Sonja Rüther das positive Feedback, welches sie nicht nur von mir sondern auch von anderen Rezensenten erhält, zum Anlass nimmt und sich weitere Märchen vornimmt und auf ihre ganz spezielle Art umschreibt. Denn "die Wahrheit gehört ans Licht!" ;-)

    © Renie

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Nov 2015 

    Märchen sind grausam...

    ine schwarze Winternachtgeschichte: Die Nacht ist bitterkalt, und doch fällt keine einzige Schneeflocke vom Himmel. Eine alte Frau betritt mit leisem Schritt die Welt der Menschen. Sie ist gekommen, um eine neue Dienerin zu finden – das ist ihr Recht seit Anbeginn der Zeit. Doch mit einem hat die Alte nicht gerechnet: dass sie erwartet wird. Von den einst unschuldigen Mädchen, die sie in ihr Reich holte und nach einem Winter der Sklaverei zur Unsterblichkeit verdammte. Sie alle flüstern den Namen ihrer Peinigerin wie einen Fluch: Frau Holle. Und sie werden nicht ruhen, bevor sie Rache genommen haben … Eiskalt, böse, faszinierend: Sonja Rüther erzählt, was die Gebrüder Grimm nicht aufzuschreiben wagten.

    'Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute'. So endet doch wohl jedes Märchen, das wir aus unserer Kindheit kennen. Wie ernst gemeint das ist, zeigt uns Sonja Rüther in dieser originellen, wenn auch leider nur recht kurzen Geschichte. Was geschieht eigentlich, nachdem der Vorhang längst gefallen ist? Hier bekommt man eine Vorstellung davon - und Albträume gleich dazu...

    Über dem starren Teich lag eine unheilvolle Atmosphäre, er knackte, als würde er jeden Moment explodieren, sollte die Kälte noch tiefer dringen und sich kein beruhigender Schnee auf den Spiegel legen. 'Meinetwegen kannst du die Bewohner dieser Stadt mit Splittern spicken.'

    Frau Holle als gebrechliche, alte Frau, die die Hilfe von jungen Mädchen benötigt, um es auf der Erde schneien zu lassen. So weit so gut. Ist sie aber wirkich die nette Alte, die den Mädchen stets wohlgesonnen ist, die sich in ihr Reich verirren - es sei denn, sie entpuppen sich als Nieten? Von wegen. Gut geblufft, würde ich sagen. Verbittert, menschenverachtend, egoistisch, das würde es wohl eher treffen. Das wahre Gesicht dieser Märchenfigur wird hier präsentiert, und so manch dunkles Geheimnis offenbart sich hier. Was geschah eigentlich mit Goldmarie und Pechmarie, nachdem sie aus Frau Holles Reich zurückgekehrt waren? Sind dies die einzigen Kinder, die jemals in den geheimnisvollen Brunnen fielen?

    Sonja Rüther lebt hier ihre Fantasie voll aus und präsentiert ein gruseliges, spannendes und gleichzeitig amüsantes Vorweihnachtshorrormärchen, das eindeutig demonstriert: Märchen sind grausam. Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt, und kann als einziges Manko nur anmerken: viel zu kurz! Ich hoffe jedenfalls auf 'Nachschub'!

    © Parden

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Nov 2015 

    Rezension zu "Eine Spur aus Frost und Blut" von Sonja Rüther

    Jeder kennt die Geschichte der Gebrüder Grimm über Frau Holle. Eine alte, gebrechliche Frau benötigt die Hilfe von jungen Mädchen, um es auf der Erde schneien zu lassen. Doch was ist, wenn das nicht die ganze Wahrheit ist? Wenn es ein dunkles Geheimnis und einen alten Pakt dahinter gibt? Und Frau Holle viel grausamer ist, als man es sich ausmalen könnte? Denn was passierte mit Pechmarie und Goldmarie, nachdem sie Frau Holle verlassen hatten?

    Die Autorin Sonja Rüther beschäftigt sich in dieser Geschichte mit dem Märchen um Frau Holle, und kleidet dieses in eine spannend erzählte (vor-)weihnachtliche Horrorgeschichte. Was im ersten Augenblick wie ein Widerspruch klingt, fügt sich aber sehr schnell zu einer spannend erzählten Geschichte um eine alte Frau auf der Suche und ihren ehemaligen Dienerinnen, die ihrem Treiben ein Ende setzen wollen. Auch der bildhafte Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass die Szenen des Buches wie von selbst im Kopf entstehen und den Leser bis zuletzt gefangen halten. Geschickt versteht es Sonja Rüther auch gesellschaftskritische Aspekte, wie mangelnden Respekt der Natur und anderen Menschen gegenüber zu beleuchten und in die Handlung einzuweben.

    Eine absolute Leseempfehlung - nicht nur für Freunde des gepflegten Horrors.