Eine Geschichte von zwei Städten

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine Geschichte von zwei Städten' von Dickens Charles
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2 von 5 (1 Bewertungen)

Schauplatz des Romans sind Paris und London. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Dr. Manette, seiner Tochter Lucie und deren Ehemann Charles Darnay in den Wirren der Französischen Revolution. Als Charles von den Revolutionären zum Tode verurteilt wird, rettet ihm der junge Anwalt Sydney Carton, der in Lucie verliebt ist, das Leben: Anstelle von Lucies Gatten besteigt Sydney das Schafott und geht für ihn in den Tod.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:464
Verlag: Nikol
EAN:9783868202786

Rezensionen zu "Eine Geschichte von zwei Städten"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 09. Jul 2016 

    EIn historischer Roman über die Französische Revolution

    Leider kann ich wenig Positives zu dem Buch schreiben. Das ist das schlechteste Dickens-Buch, das ich bisher gelesen habe. Ich kann nicht einmal sagen, woran es gelegen haben könnte. Anne hatte schnell aufgegeben, ich habe durchgehalten, weil Dickens zu meinen Favoriten zählt. Ich habe über fünfzig Seiten gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war. Trotzdem ging es für mich stockend weiter. Ich konnte mit den Romanfiguren partout nicht warm werden.

    Wenn ich ein Buch über die Französische Revolution zur Auffrischung lesen möchte, dann wäre ich ganz sicher mit einem Geschichtsbuch besser dran gewesen ...

    Deshalb habe ich gar keine wirkliche Lust, eine Buchbesprechung dazu zu schreiben. Auf Amazon habe ich eine kritische Rezensentin erwischt, die meinte, dass das Buch viele Übersetzungsfehler haben würde. Als Anne von dieser Rezension berichtet hatte, habe ich die Rezensentin ein wenig belächelt, weil sie so wenig inhaltlich geschrieben hatte, aber mittlerweile glaube ich auch, dass es an der mangelhaften Übersetzung gelegen haben könnte.

    Mein Englisch geht nicht über das Schulenglisch hinaus, weshalb ich das Buch nicht in der Originalsprache lesen kann, um mir selbst eine Meinung zu bilden ... Aber ich glaube der Rezensentin mittlerweile. Man muss ja nicht immer selbst alles erleben, man kann einfach mal auch glauben.

    Aber dieses Werk von Dickens erlebe ich wie einen Außenseiter. Sonst hat der britische Romancier immer Bücher über das viktorianische England geschrieben. Dieses Werk, ein historischer Roman im späten 18. Jahrhundert, fällt aus dem Rahmen. Vielleicht ist Dickens nicht ausreichend geübt, historische Romane zu schreiben.

    Aber froh bin ich trotzdem, durchgehalten zu haben, so wurde mir nochmals die Französische Revolution bewusst, und mir fielen jede Menge historische Daten wieder ein, wie z.B. den 14.Juli.1789, Sturm auf die Bastille. Dickens schrieb zwar über dieses Ereignis, aber er hatte kein Datum erwähnt und ich hatte mich gefreut, dass mein Gedächtnis sich diese und andere historische Daten behalten hatte. Meine Schulzeit liegt ja nun schon einige Jahrzehnte zurück.
    Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit ergänzte Dickens noch mit Tod. Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit oder Tod.

    Dickens machte dadurch auch auf die Missstände aufmerksam, die ein Krieg, in diesem Fall der Revolutionskrieg, mit sich bringt. Viele Menschen sind einen sinnlosen Tod gestorben, brutalst und schuldlos hingerichtet ...