Eine englische Ehe: Roman

Rezensionen zu "Eine englische Ehe: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Mai 2017 

    Spannender Einstieg

    Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag: Gil, dessen Frau ihn vor vielen Jahren verlassen hat, stöbert in einer Bibliothek. Als er aus dem Fenster schaut, glaubt er unten auf der Straße eben jene Frau zu sehen. Er verlässt das Gebäude und rennt hinter ihr her. An einem Geländer stürzt er ab und verletzt sich schwer.

    Das ruft die beiden erwachsenen Töchter ans Krankenbett.

    Hier wechselt jetzt die Perspektive: Die Ehefrau Ingrid hatte Briefe für Ihren Mann geschrieben und in einzelnen Büchern seiner umfassenden Bibliothek versteckt. Ähnlich Tagebucheinträgen, denn ihr war klar, dass Gil die Briefe eventuell nie finden würde.

    Das Buch ist in Kapitel unterteilt, meist wechseln Geschehnisse der Gegenwart mit den Briefen aus der Vergangenheit des Ehepaares ab. Der Leser erfährt so immer mehr über die Charaktere, die Freunde, dss Leben der beiden Protagonisten. Die Sympathien zu den Figuren wechseln mit der Zeit, manches erscheint anfangs anders als es tatsächlich war. Gegen Ende kommt es zu der ein oder anderen Überraschung...

    Fazit: ich habe den Roman im Großen und Ganzen gerne gelesen, die Handlung ist schlüssig. Dennoch fand ich die ein oder andere Länge, die ein oder andere Beschreibung, die ich in der Länge nicht gebraucht hätte. Das betrifft in erster Linie die erste Hälfte des Buches.

    Eine Katastrophe ist der Buchtitel! Im Original heißt es "Swimming Lessons", was gerade nach dem kompletten Lesen einfach perfekt passt. Ich nehme an, man wollte die Leser der Jane-Gardam-Romane mit dem Titel ködern. Englisch ist eigentlich nur die Küste, an dem der Roman spielt. Ansonsten habe ich nichts typisch-englisches entdeckt, es könnte also auch eine deutsche/französische oder .... Ehe sein.