Ein Sohn der Stadt

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Sohn der Stadt' von Kent Haruf
4.6
4.6 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein Sohn der Stadt"

Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag:
EAN:9783257071726

Rezensionen zu "Ein Sohn der Stadt"

  1. Holt in Aufruhr

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Nov 2021 

    Seit 2017 veröffentlicht der Diogenes Verlag die Bücher von Kent Haruf (1943 – 2014) postum, beginnend mit seinem letzten Werk "Unsere Seelen bei Nacht". Alle insgesamt sechs Romane spielen in der fiktiven 3000-Einwohner-Kleinstadt Holt, Colorado im Mittleren Westen der USA. Die Erzählperspektiven wechseln, ebenso die Protagonistinnen und Protagonisten, an denen die großen Themen des Lebens abgehandelt werden, aber gelegentlich kann man bei der Lektüre alten Bekannten wiederbegegnen. Nicht so jedoch bei "Ein Sohn der Stadt", ursprünglich Kent Harufs zweitem Roman und nun als fünfter der sechs auf Deutsch erschienen, bei dem ich niemanden wiedererkannt habe.

    Jack Burdette, ein Antiheld
    Der titelgebende "Sohn der Stadt" ist Jack Burdette, ein ausgemachter Bösewicht und Unsympath, der zeitlebens für Unfrieden in Holt und darüber hinaus gesorgt hat, ein Egozentriker, der für den eigenen Vorteil gewissenlos über Leichen geht. Einst erlagen die Holter seinem Charme und vergötterten ihn trotz offensichtlicher Charakterfehler als Held und Star des örtlichen Footballteams. So geblendet waren sie, dass sie ihn gegen alle Vernunft zum Manager der Getreide-Kooperative machten - mit fatalen Folgen. Als sie ihren Irrtum erkannten, hatte Jack sich längst abgesetzt. Ihr unkontrollierter Hass richtete sich daraufhin in abscheulicher Weise gegen seine schuldlose junge Frau Jessie, aber auch gegen Jacks unglücklichen Mittäter. Die ohnmächtige Wut nach dem Betrug, die nach einem Ventil schrie, brachte die dunkelste Seite der Holter Seelen ans Licht und machte aus den eigentlich harmlosen Bewohnerinnen und Bewohner einen rasenden Mob.

    Als Jack zu Beginn des Romans im Herbst 1985 nach acht Jahren überraschend zurückkehrt, heruntergekommen zwar, aber provozierend wie eh und je, reißen kaum vernarbte Wunden wieder auf:

    "Das lokale Phänomen war wieder da." (S. 245)

    Kurze Zeit hoffen die betrogenen Holter auf Genugtuung. Aber warum ist Jack Burdette überhaupt nach Holt zurückgekehrt? Und können sie gegen einen gewissenlosen Siegertypen wie ihn tatsächlich gewinnen?

    Kein unbeteiligter Erzähler
    Der Holter Journalist Pat Arbuckle ist der Chronist des bedrückenden Geschehens, ein ehemaliger Schulkamerad von Jack, der ihn - wie alle - lange nicht durchschaut hat. Pat ist Herausgeber des wöchentlich erscheinenden Kleinstadtanzeigers Holt Mercury und hat eine familiäre Tragödie hinter sich. Seine scheinbar neutrale Perspektive erweist sich als geschickte Täuschung Kent Harufs, denn Pat ist persönlich viel mehr involviert, als es zunächst den Anschein hat…

    Verbrannte Erde
    Zwar sind mir die erzkonservativen Bewohnerinnen und Bewohner Holts trotz ihrer drolligen Kauzigkeit, ihrer Klatschsucht und Verstocktheit in den letzten Jahren überaus ans Herz gewachsen und ich freue mich über jede neue Begegnung mit ihnen, aber in "Ein Sohn der Stadt" wird diese Sympathie auf eine harte Probe gestellt. Kent Haruf beschreibt wie immer melancholisch, unaufgeregt, prägnant und äußerst spannend, wie ein einzelner Blender Macht über eine ganze Kleinstadt bekommt, und wohin hilflose Wut führen kann. Bei aller Kritik am Verhalten der Holter galt ihnen doch nach dem furiosen Ende mein Mitgefühl. Traurig, dass es nur noch einen weiteren Band aus Holt geben wird!

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  1. Gewohnt warmherzig & bildhaft - ein spannender Holt-Besuch

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Nov 2021 

    Jack Burdette, einst ein gefeierter Footballstar des Städtchens Holt und später dann der Vorsitzende der hiesigen Farmer Kooperative, ist nach acht Jahren des Untertauchens plötzlich wieder da. Acht Jahre ist er nicht auffindbar gewesen und die Bürger*innen von Holt hat es insgeheim doch gefreut, ihm nicht mehr ins Angesicht sehen zu müssen. Aber warum? Und was tut er plötzlich wieder in Holt? Und was hat das alles für Auswirkungen?

    In dieser spannenden Geschichte, die sich um diesen zwielichtigen Menschen dreht, erzählt uns Kent Haruf wieder einmal so einiges von den Holter Bewohner*innen in altbekannter Manier. Sehr bildhaft und doch gekonnt kurz fasst sich der Autor auch in diesem Roman, er lässt ein ganz großartiges Kopfkino entstehen, so prägnant sind seine Beschreibungen von Personen, Situationen, Orten und Geschehnissen. Der Erzähler dieser Geschichte ist der Redakteur der ansässigen Lokalzeitung Pat Arbuckle. Er erzählt uns von Jack Burdette, als dieser plötzlich wieder auftaucht. Pat geht dabei weit zurück in die Kindheit, als er mit Jack noch sehr gut befreundet gewesen ist. Wir erfahren dadurch einiges über Jack, aber auch über die anderen Bewohner*innen und natürlich auch einiges über Pat. Mal erlebe ich hier als Leserin fröhliche, mal traurige Momente, mal könnte ich aus der Haut fahren, mal herzlich lachen, mal dahinschmelzen und mal Fragen über Fragen stellen. Letzteres passiert mir auch am Schluss dieses Romans: da steht für mich ein großes Fragezeichen und ich empfinde dieses Ende als etwas zu offen, zu unfertig.

    Fazit: Wunderbar, warmherzig und aufregend bildhaft schreibt Haruf auch in diesem Roman vom fiktiven Städtchen Holt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, trägt aber für meinen Geschmack auch schonmal ein wenig zu dick auf. Das Ende ist mir leider zu offen, so dass ich etwas unbefriedigt zurückgeblieben bin. Ich vergebe ausnahmsweise nur 4 Sterne und empfehle das Buch dennoch von Herzen.

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  1. Wer will schon so einen Sohn?

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 26. Nov 2021 

    Mit „Ein Sohn der Stadt“ habe ich (leider) erst meinen zweiten Roman von Kent Haruf gelesen. Leider deshalb, weil ich von Haruf´s Schreibkunst, mit wenigen, schlichten Worten unter die Haut gehende Stimmungen heraufzubeschwören, schlichtweg begeistert bin. „Kostbare Tage“ war ein Highlight für mich im letzten Jahr. Nun also „Ein Sohn der Stadt“; der wohl zweite Roman der im fiktiven Ort Holt spielenden Romane des 2014 verstorbenen Schriftstellers; erschienen 2021 im Diogenes Verlag in der Übersetzung von pociao und Roberto de Hollanda.

    Nach acht Jahren taucht Jack Burdette (einst ein gefeierter Footballstar) in seiner Heimatstadt Holt auf, was die Bürgerinnen und Bürger in wahre Aufruhr versetzt.

    Warum das so ist, erfahren die Leserinnen und Leser aus der Sicht von Pat, dem „Stadtchronisten“ sowie einstigem und – ja, man muss es so sagen – einzigem Freund von Jack. Anhand von Rückblenden in Jack´s und Pat´s Kindheit, Jugend und Studienzeit und den Ereignissen der jüngeren Vergangenheit, nähert sich die Erzählung immer mehr dem dramatischen Höhepunkt entgegen.

    Und genau dieser Höhepunkt lässt mich unbefriedigt zurück. Hier hat es sich Kent Haruf meiner Meinung nach zu „einfach“ gemacht. Oder ist das Ende unter der Prämisse geschrieben worden, die Fantasie der Leserinnen und Leser anzufachen und sich zu fragen „Was wäre wenn…?“ Unter diesen Gesichtspunkten ist es dann natürlich wieder ein schlüssiges Ende, doch irgendwie kann es mich trotzdem nicht restlos überzeugen.

    Man verstehe mich bitte nicht falsch: Herr Haruf kann bzw. konnte schreiben und (wie oben schon angedeutet) mit wenigen schlichten Worten Stimmungen heraufbeschwören, die mich auch in „Ein Sohn der Stadt“ völlig geflasht haben. Auch zeigt er wunderbar auf, dass in konservativ geprägten Landstrichen (nicht nur bezogen auf die USA, sondern durchaus global gesehen) die Bevölkerung nicht so schnell vergisst, wenn ihnen jemand etwas angetan oder weggenommen hat. Aber auch die Gemeinheiten einer eingeschworenen Gemeinschaft gegenüber ortsfremden Personen nimmt Herr Haruf auf´s Korn.

    Und trotzdem nehme ich ihm das Ende übel. Wenn mich selbiges mehr überzeugt hätte, würde ich wohl auch für „Ein Sohn der Stadt“ die Höchstnote zücken. So werden es (sehr gute) 4* und eine klare Leseempfehlung.

    ©kingofmusic

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  1. - aber kein verlorener, der willkommen wäre

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Nov 2021 

    Dies ist der 2. Roman Kent Harufs und spielt wie seine anderen auch in der fiktiven Kleinstadt Holt in Colorado.

    Im Gegensatz zu den anderen drei Romanen: "Lied der Weite", "Abendrot" und "Kostbare Tage" (3./4./5. Roman des Autors) gibt es nur einen Handlungsstrang. Es wird ausschließlich die Geschichte Jack Burdettes, "einem Sohn der Stadt" erzählt, aus der Sicht des Ich-Erzählers Pat, dessen eigene Lebensgeschichte mit der von Jack verknüpft ist.
    Dass Pat, der Herausgeben der Wochenzeitung Holt Mercury, den er von seinem Vater übernommen hat, befugt ist, diese Geschichte zu erzählen, verkündet er den Leser*innen gleich zu Beginn: "Ich kannte Jack Burdette mein ganzes Leben lang." (26)

    Doch bevor der Ich-Erzähler im Rückblick Jacks Kindheit und Jugend auffächert, wird im ersten Kapitel von der Rückkehr des Sohnes in die Stadt berichtet.
    "Am Ende kehrte Jack Burdette doch wieder nach Holt zurück. Keiner von uns hatte mehr damit gerechnet. Er war acht Jahre fort gewesen, und in dieser Zeit hatte niemand in Holt etwas von ihm gehört." (9)
    Mit dieser Aussage baut Haruf sofort Spannung auf: Warum kehrt Jack zurück? Warum hat er Holt verlassen? Warum rechnet keiner mit seiner Rückkehr?

    Erste Hinweise werden gestreut. Der Sheriff, von dem aufgebrachten Besitzer des Geschäfts für Herrenbekleidung informiert, warnt Jack, der in seinem roten Cadillac unbeweglich an der Straßenseite parkt. „Wir regen uns immer noch ein bisschen auf, wenn jemand uns unrecht tut. Und sich anschließend einfach aus dem Staub macht.“ (22)

    Was hat dieser Jack angestellt? Die Frage drängt sich umso mehr auf, als der Sheriff ihm "den Lauf (seiner Pistole) unvermittelt gegen das Ohr (schlägt)" (23)
    Er lässt ihn aussteigen, liest ihm nicht einmal seine Rechte vor, und schlägt ihm in der Stille des Novemberabends, "es war immer noch diese ruhige Stunde in der Main Street, dieser kurze friedliche Augenblick, nichts bewegte sich, weit und breit war keine Menschenseele unterwegs“ (25), erneut mit der Pistole auf den Hinterkopf.
    Dieser Kontrast zwischen Stille, Frieden und der plötzlichen Brutalität verdeutlicht, dass Jack etwas Unverzeihliches getan haben muss und dass die Ruhe Holts empfindlich gestört wurde und jetzt erneut empfindlich gestört wird. Ein unglaublich starker Einstieg, der zeigt, dass die Heimkehr des verlorenen Sohnes nicht freudig aufgenommen wird - anders als im Gleichnis.

    Im Rückblick erfährt man, dass Jack die erste Klasse wiederholen muss, allerdings wird er danach einfach jedes Jahr versetzt, weil kein Lehrer bzw. keine Lehrerin ihn länger als ein Jahr unterrichten möchte.
    Auch seine familiäre Situation ist schwierig. "Es gab reichlich Spannungen in der Familie" (28), der Vater dominant, die Mutter verhärmt. Nach dem tragischen Tod des Vaters verlässt Jack seine Mutter und "quartierte sich im Hotel Letitia ein." (51)
    Auf der High School retten ihn sein Footballtalent oder vielmehr seine Größe und Stärke, und vor allem Wanda Jo Evans, seine glühendste Verehrerin, die all seine Hausaufgaben und Schularbeiten für ihn erledigt. Jack schlägt aller Warnungen in den Wind und Pat glaubt, in Jacks Handeln ein Muster erkannt zu haben: "ein Muster, das eine plötzliche Entscheidung und eine überstürzt damit einhergehende Handlung mit sich brachte."(51)
    Während er in der Highschool noch ein Footballstar gewesen ist,"ein lokales Phänomen" (53), ist er am College Boulder, das auch Pat besucht, nur einer von vielen.
    Während Pat sich auf dem College wohlfühlen, gilt das nicht für Jack, denn er "hätte es nicht zugelassen, dass sich sein Horizont nennenswert erweiterte." (73) Ohne an dieser Stelle mehr zu verraten, scheitert Jack und kehrt zunächst nach Holt zurück, bevor er dann verschwindet, während Pat in Holt bleibt und beteuert, dass er "diese Geschichte so wahrheitsgetreu wie nur möglich zu erzählen. Aus meinen eigenen Gründen." (86) Also ist er irgendwie darin verwickelt.

    Haruf gelingt es meisterhaft, eine Stimmung in wenigen Sätzen und Beschreibungen heraufzubeschwören. Sofort ist man als Leser*in Teil der Situation, die er in unserem Kopf mit Worten entstehen lässt. Mit feiner Ironie nimmt er das Verhalten der Holtener aufs Korn, ohne sie zu verurteilen oder bloßzustellen, und bewirkt so, dass man eigenes Verhalten hinterfragt. Ein Roman, der zum Diskutieren und Nachdenken einlädt.

    Interessanterweise bezeichnet der Verlag den Roman, als solchen habe ich ihn gelesen, als Parabel.
    Parabeln haben neben der Bildebene, also das, was wir lesen (die Geschichte Jack Burdettes), immer auch eine Gedankenebene oder Sachebene, also eine Lehre, die wir auf unser eigenes Leben beziehen sollen.
    Die Frage, die sich mir gestellt hat: Welche Lehre will uns Haruf vermitteln? Dass wir gegen narzisstische, brutale Menschen letztlich verlieren müssen? Dass jemand, der seinen Willen unbedingt durchsetzen will und vor keinem Mittel zurückschreckt, den Sieg davonträgt? Das ist wenig aufbauend, auch wenn es allzu oft der Wahrheit entspricht. Vielleicht Parabel insofern, dass das Verhalten der Holtener ein Spiegel für eigenes Verhalten sein kann. Die Bezeichnung "Novelle" finde ich jedoch zutreffender - es wird ein außerordentliches Ereignis erzählt, das spannend, fast wie ein klassisches Drama aufgebaut ist.
    Aber letztlich ist es für den Lesegenuss und wahrscheinlich auch für den 2014 verstorbenen Autor unerheblich, wie wir den Text bezeichnen ;)
    Klare Lese-Empfehlung!

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  1. „Hier stehe ich! Ich kann nicht anders.“ (Martin Luther)

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Okt 2021 

    !ein Lesehighlight 2021!

    Klappentext:

    „Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen.“

    Mal wieder zurück in Holt. Ob die Story über dieses kleine Dorf nicht endlich mal auserzählt ist? Ich hoffe nie, denn Kent Haruf schafft es mit jedem seiner Teile die Menschen und die Situationen in seiner Vielfältigkeit und Besonderheit einzufangen. Als Jack so plötzlich verschwand, war er genau so plötzlich wieder aufgetaucht. Da stand er nun - er konnte nicht anders. Oder doch? Acht Jahre lagen dazwischen und man kann die erstaunten und wütenden Blicke der Bürger Holts praktisch durch die Buchseiten sehen, ja fast spüren genauso wie die berühmte fallende Stecknadel…Das Leben hat sich verändert, seine Welt hat sich verändert - die „Wunde“ von damals und die Enttäuschung über dieses Verschwinden blieben an allen kleben wie ein schlechter Kaugummi. Diese beeindruckenden Momente schenkt uns Haruf immer und immer wieder und wir erleben Personen und Sichtweisen aus einer sehr genauen Beobachtung heraus. Sie wirken realistisch, so wahr, so…wir. Die Entwicklung sowie den Spannungsbogen der Story aber eben auch der Figuren sind enorm und wir werden bis zum Schluss äußerst gekonnt geführt. Haruf hat auch hierbei seine vertraute Wortwahl, seine bildhaften Beschreibungen und wie schon gesagt, seine enorme Auffassungsgabe spielen lassen. Diese Geschichte rund um das Dörfchen Holt zeigt mal wieder umso mehr, wie es ist, über Glasscherben zu gehen, die man selbst mal hingestreut hat….Die Geschichte rund um Jack hat jedenfalls viele „aha“-Momente…Unbedingt lesen und sich wundern oder staunen oder nach der Dummheit der Anderen suchen…oder doch vielleicht bei sich selbst?!

    5 von 5 Sterne!

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