Dunkle Begegnungen: Unheimliche Geschichten

Buchseite und Rezensionen zu 'Dunkle Begegnungen: Unheimliche Geschichten' von Jana Oltersdorff
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Dunkle Begegnungen: Unheimliche Geschichten"

Diskussionen zu "Dunkle Begegnungen: Unheimliche Geschichten"

Format:Taschenbuch
Seiten:231
EAN:9781980338277

Rezensionen zu "Dunkle Begegnungen: Unheimliche Geschichten"

  1. Unheimliches für zwischendurch

    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Jan 2019 

    Das Lesen von Anthologien ist immer so eine Sache: Manche Geschichten sagen einem zu, andere weniger. Ähnlich ging es mir auch beim Lesen von Jana Oltersdorffs „Dunkle Begegnungen. Unheimliche Geschichten“, einer Anthologie, die 2018 als „Independently published“ erschienen ist und 231 Seiten umfasst. Sie besteht aus zehn Kurz- und Kürzesterzählungen sowie einem Gedicht.
    Ein Großteil der Geschichten ist in der Welt der Fantasy und der Science Fiction angesiedelt, zwei Genres, die zu lesen mir persönlich eher fernliegt. Dennoch habe ich mich beim Lesen sehr gut und schaurig unterhalten gefühlt, was vor allem dem Schreibstil der Autorin zu verdanken ist: Die Sprache ist flott und problemlos zu lesen, die Charaktere sind trotz der fantastischen Welten realitätsnah dargestellt, was bei einigen Geschichten dazu führt, dass es beim Lesen schwer fällt, zwischen Realität und Fantasie zu unterscheiden, sprich: Selbst wenn sich die Ereignisse in Fantasiewelten abspielen, erscheinen die Figuren den Leser/innen zum Greifen nah, eine Identifikation mit ihnen liegt nahe. Insbesondere in den Geschichten „Blind date“, „Schwarzer Nebel“ und „Rent a Body, Inc.“ wird mit Ängsten gespielt, die wohl jedem Menschen auch im Hier und Jetzt begegnen können.
    Geschichten wie „Das letzte Einhorn“ sind teils recht grausam beschrieben, sorgen aber dennoch in erster Linie für einen angenehmen Gruselfaktor.
    Mir persönlich haben der Kurzthriller „Redrum kommt nach Hause“ und die mit einer Seite sehr kurze Geschichte „Herzblut“ am besten gefallen, da beide noch am ehesten in der Realität angesiedelt sind und trotzdem einen sehr düsteren Stil und Inhalt ihr Eigen nennen.
    Das Cover, das in dunklen Blau- und Türkistönen gehalten ist, kommuniziert ebenfalls die unheimliche Grundstimmung des Buches. Der Mann, der eine Treppe hinabsteigt, hat fast schon symbolischen Charakter: ein Abstieg in die Tiefe der „Seele“.
    Insgesamt präsentiert Jana Oltersdorff mit ihrer Anthologie eine wirklich lesenswerte Sammlung an unheimlichen Geschichten, die teils tiefgründig sind, und die eine gruselige, kurzweilige Lektüre für zwischendurch bietet. Für Freund/innen unheimlicher Geschichte ein wirklich lesenswertes Werk.