Doggerland. Tiefer Fall: Kriminalroman (Ein Doggerland-Krimi 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Doggerland. Tiefer Fall: Kriminalroman (Ein Doggerland-Krimi 2)' von Maria Adolfsson
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Der 2. Fall für Karen Eiken Hornby im sagenumwobenen Doggerland

Es ist Weihnachten, als ein Toter auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, gefunden wird. Karen Eiken Hornby stürzt sich in die Ermittlungen - erleichtert, auf Weihnachten verzichten zu können. Ein weiterer Mord zeigt eine Verbindung zu einer örtlichen Whiskydestillerie, aber am meisten beunruhigt Karen, dass ihre eigene Familie in den Fall verwickelt zu sein scheinen. Der Fall wird mehr und mehr zu einem Balanceakt zwischen Karens Privatleben und ihrer Rolle als Polizistin.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:416
EAN:

Rezensionen zu "Doggerland. Tiefer Fall: Kriminalroman (Ein Doggerland-Krimi 2)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Feb 2020 

    langatmig

    "Tiefer Fall" ist der zweite Fall für die Kriminalinspektorin Karen Eiken Hornby und mein erstes Buch von Maria Adolfsson.
    Ich lese gerne Krimis, die in anderen Ländern spielen, für mich sind Landschaftsbeschreibungen und andere Sitten so etwas wie Urlaub. Da ich wohl niemals auf die Doggerland Insel kommen werde, griff ich zu diesem Krimi, ohne den ersten Fall gelesen zu haben.
    Bisschen wirr am Anfang mit all diesen Leuten und es wird schnell klar, in diesen Krimis geht es offenbar weniger um die Fälle, als um die Leute rundherum.
    Es erinnerte mich ein bisschen an die Serien der amerikanischen Thrillerdamen, in denen die Hintergrundgeschichte und das Privatleben der Ermittlerinnen oft spannender ist und unbedingt chronologisch konsumiert werden muss.
    Da mir Teil eins fehlte, hatte ich also einen recht holprigen Einstieg, ich war froh, dass nach wenigen Seiten ein erster Fall auftauchte.
    In Noorö ist ein älterer Herr umgekommen und einiges spricht für einen Mord. Nur leider sind die meisten Ermittler erkrankt und so muss sich Karen, obwohl auch krank geschrieben erst mal alleine nach Noorö begeben. Sie hat Familie dort, die sie lange nicht besucht hat und bei der sie als Ermittlerin nicht gerade willkommen ist.
    Ich habe diesem Roman jetzt 4 Sterne gegeben, weil die letzten 100 Seiten wirklich spannend waren, muss aber sagen, es ist mit der langatmigste Krimi, den ich jemals las.
    Sympathische Protagonisten, unsympathische Täter, schwacher Fall, ein bisschen Abklatsch der gängigen Thrillervorlagen, vielleicht gerade dadurch unkompliziert unterhaltsam. Und vielleicht würde ich bei Gelegenheit auch einen weiteren Band lesen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Feb 2020 

    Unschöne Weihnachten

    Gertrud Stuub, findet an Weihnachten ihren Bruder Fredrik auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland tot auf und das ausgerecht noch an Weihnachten.
    War das jetzt ein Unfall oder doch ein Mord? Karen Hornby, die eigentlich noch krankgeschrieben ist, aufgrund ihrer Verletzung von Ihrem letzten Fall hat so gar nichts dagegen als sich Ihr Chef Jounas Smeed auch noch an den Weihnachtsfeiertagen bei Ihr meldet und sie kurzerhand mit der Ermittlungsarbeit in einem Mordfall der in Ihrem Geburtsort Noröö ist, beauftragt.

    Sie hat nichts dagegen und stürzt sich voller Elan in die Arbeit.. Es sind ganz tolle Landschaftsbeschreibungen von Doggerland. Dies ist mein erstes Buch von der Autorin, ich kannte noch keine Fälle von Karen Hornby und ich bin schon riesig gespannt. Es wird vieles von dem Privatleben von Karen Hornby erzählt. Kurze Zeit später wird noch ein Mann mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden, er war für eine Whiskybrennerei zuständig. Aber wie passt das alles zusammen, gibt es zwischen den beiden Männern eine Verbindung?
    Hinzukommt das Karen ja selbst in Noröö geboren und aufgewachsen ist, ist doch hoffentlich nicht jemand aus Ihrer Familie der Mörder. Probleme gibt es auch bei Ihrer besten Freundin Aylin, sie hat leider einen gewalttätigen Mann, der sie stetig misshandelt und die Lage spitzt sich dramatisch zu, das Thema häusliche Gewalt wird ein großes Thema. Ihre Freundin Aylin Freundin verlässt ihren gewalttätigen und einflussreichen Ehemann und sucht bei ihr Karen Zuflucht, da ihre Tochter Zeugin eines Übergriffes wurde. Karen bringt sich dann noch selbst in Gefahr, da sie eine Ahnung hat, das Ihre Verwandtschaft mit den Morden anscheinend etwas zu tun hat..
    Noch mal richtig spannend wurde es am Ende und die Auflösung des Falles war eine riesige Überraschung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte.
    Für mich war es etwas ganz was anderes, spannungsgeladen von Anfang bis zum Ende spannend und interessant. Perfekt

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 05. Feb 2020 

    Empfehlenswerter Krimi

    „Tiefer Fall“ ist der zweite Band von Maria Adolfssons Doggerland Krimis. Wieder hat Kommissarin Karen Eiken Hornby einen Fall, der sie persönlich mehr betreffen wird, als sie ahnt.

    Am Weihnachtstag findet eine Gertrud Stuub ihren Bruder Frederik, einen emeritierten Hochschullehrer, tot am Rande einer aufgelassenen, inzwischen mit Wasser gefüllten Kohlegrube. Bald stellt sich heraus, es war kein Unfall und Kommissarin Eiken Hornby wird mit den Ermittlungen betraut, obwohl sie immer noch an den Folgen ihrer letzten Einsatzes laboriert. Wem ist der alte Mann zu nahe gekommen? Eine persönliche Herausforderung für die Kommissarin, denn sie selbst hat familiäre Verbindungen zur Insel und es scheint, dass eine Spur zu ihrer Familie führt.

    Ich bin leider erst mit dem zweiten Band auf diese Reihe aufmerksam geworden und bedaure sehr, dass ich die Autorin nicht schon früher kennengelernt habe. Zwar hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten in den Krimi einzusteigen, die Vorgeschichte wird am Rand erwähnt und in Rückblenden kurz erklärt, aber ich habe das Gefühl, dass ich einen tollen Einstieg verpasst habe, den ich sicher nachholen werde.

    Sehr gut gefallen hat mir das Setting. Die Autorin entwirft mit Doggerland eine Inselgruppe, die es in der Realität nicht mehr gibt, zwischen Dänemark und England breitet sich heute die knapp unter dem Meeresspiegel Sandbank Doggerbank aus. Aber Maria Adolfsson erfüllt die Inseln mit Leben, eine Mischung aus England und Skandinavien, mit einem rauen Menschenschlag der früher von den Kohleminen lebte, während heute die knappen Arbeitsplätze nur noch auf einer Bohrinsel und einer Whiskeybrennerei zu finden sind. Ihre Figuren sind authentisch und vielschichtig angelegt. Bis in die Nebenstränge wurden mir alle Protagonisten lebendig. Ganz besonders Karen Eiken Hornby, sie ist die Figur, die die ganze Handlung trägt, eine sehr gelungen gezeichnete Persönlichkeit mit eisernem Willen und ständigen Selbstzweifeln. Dadurch wird sie sehr menschlich und nah.
    Der Roman ist eine gelungene Mischung aus skandinavischem und englischem Krimi, auf der einen Seite mit den typischen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Hintergründen und auf der anderen Seite ein spannender Ermittlerkrimi.

    Ein klarer, flüssiger Erzählstil und die temporeiche Handlung, die den Spannungsbogen nie abflachen lässt, hat mein Leseerlebnis abgerundet.
    Eine klare Leseempfehlung von mir.