Die weiße Lady

Buchseite und Rezensionen zu 'Die weiße Lady' von M. J. Trow
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2 von 5 (1 Bewertungen)

Schwarzhumoriger Krimi mit britischem Charme – Ein Fall für Inspektor Lestrade

Inspektor Lestrade, der verkannte, aber ebenso geniale Zeitgenosse von Sherlock Holmes, verfolgt einen mysteriösen Mörder, der eine Spur von Toten hinterlässt. Der Inspektor nimmt erste Ermittlungen auf und verhört eine illustre Persönlichkeit nach der anderen: Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle, Dr. Watson und sogar der überhebliche Sherlock Holmes selbst gehören zu den Befragten. Doch für die Lösung dieses kniffligen Falles muss sich Lestrade auf seinen eigenen Scharfsinn verlassen …

Jeder Band der Reihe ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.

Erste Leserstimmen
„britischer und unterhaltsamer Cosy Crime“
„Liebevoll gezeichnete Figuren, Bezüge auf historische Ereignisse und reale Personen gewürzt mit humorvollen Szenen – sehr lesenswert!“
„ein amüsanter und spannender Krimi: Wer Sherlock Holmes mag, wird diese Geschichte lieben“
„Wohlfühlkrimi der Extraklasse“

Über den Autor
M. J. Trow stammt aus Wales, studierte Geschichte am Londoner King’s College und ist bekennender Fan des viktorianischen Zeitalters. Er verfasste spannende und humorvolle Kriminalgeschichten um Inspektor Lestrade, der in den Geschichten von Arthur Conan Doyle oft mit seinem Zeitgenossen Sherlock Holmes aneinandergerät. Doch während bei Trow der arrogante Sherlock Holmes die meiste Zeit nur pfeiferauchend in seinem Zimmer sitzt, löst der Scotland-Yard-Inspektor Lestrade mit außergewöhnlichem Scharfsinn die ungewöhnlichsten und skurrilsten Fälle.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:254
EAN:

Rezensionen zu "Die weiße Lady"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 17. Mär 2018 

    Eher eine Persiflage denn ein Cosy-Crimi...

    Inspektor Lestrade, der verkannte, aber ebenso geniale Zeitgenosse von Sherlock Holmes, verfolgt einen mysteriösen Mörder, der eine Spur von Toten hinterlässt. Der Inspektor nimmt erste Ermittlungen auf und verhört eine illustre Persönlichkeit nach der anderen: Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle, Dr. Watson und sogar der überhebliche Sherlock Holmes selbst gehören zu den Befragten. Doch für die Lösung dieses kniffligen Falles muss sich Lestrade auf seinen eigenen Scharfsinn verlassen…

    Nachdem ich diesen Klappentext gelesen hatte, versprach ich mir einiges von diesem Krimi, der im viktorianischen Zeitalter spielt. Leider entpuppte sich die Lektüre rasch als ziemlich wirr und oftmals abgehackt - sowohl in der Handlung an sich als auch bei den Dialogen. Zum Teil lag das sicher an der ungünstigen Formatierung des eBooks - jedenfalls fehlten oftmals notwendige Absätze zur Verdeutlichung eines Handlungssprungs. Zum Teil wirkte die Erzählung aber auch mutwillig gekürzt - ob das so ist, weiß ich nicht, da ich die Originalfassung nicht kenne, aber der Eindruck entstand mehrfach. Oftmals war ich richtiggehend verwirrt, weil ich nicht wusste, weshalb der Handlungsort plötzlich gewechselt hatte und woher Lestrade beispielsweise seine Informationen hatte.

    Lestrade selbst erscheint bestenfalls wie die Persiflage eines Ermittlers - und von dem im Klappentext erwähnten Scharfsinn habe ich persönlich nicht viel erkennen können. Lestrade stolpert von einer Leiche zur anderen ohne dem Mörder wirklich näher zu kommen, und auch die Erkenntnis, dass die Morde einem Kinderbuch angelehnt sind, stammt letztlich nicht von ihm. Am Ende drängt der Täter sich Lestrade richtiggehend auf - und ohne diese Sequenz wüsste der Inspektor bis heute nicht, wer hinter der Mordserie steckt. Der Held ist am Ende aber jemand anderer, was jedoch zur Figur Lestrades passt, dem allerlei Missgeschicke widerfahren und der von diversen Verletzungen gezeichnet ist. Mit einem Inspektor wie diesem - der als einer der besten seiner Zunft gilt - stellt sich die Frage, wie Scotland Yard zu solch einer berühmten Polizeibehörde werden konnte.

    Nun, dies ist sicher Teil dessen, was eine der Stärken des Buches ausmacht: der oftmals recht schwarze britische Humor. Der sorgt in der Tat an manchen Stellen für eine gute Unterhaltung, selbst wenn einen der Krimi als solcher nicht wirklich überzeugen kann. Auch die Begegnung mit einigen illustren (realen oder fiktiven) Gestalten des viktoriansischen Zeitalters gehört zu den interessanten Aspekten des Romans.

    Insgesamt jedoch hat mich der erste Band einer ganzen Reihe um Inspektor Lestrade (hier handelt es sich um eine Wiederauflage alter Folgen) eher enttäuscht. Für mich ist dies eher eine Persiflage denn ein Cosy-Krimi. Das Ende der Geschichte ist für mich passend, jedoch ebensowenig befriedigend wie der 'Krimi' an sich. Und mit seinem legendären Pech und den vielen Blessuren sollte Inspektor Lestrade vielleicht lieber darüber nachdenken, den Beruf zu wechseln.

    Für mich wohl keine Reihe, die ich weiter verfolgen werde...

    © Parden