Die Totenbändiger - Band 4: Feindschaften

Rezensionen zu "Die Totenbändiger - Band 4: Feindschaften"

  1. Schwere Zeiten...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Mär 2020 

    Topher sinnt auf Rache und auch sonst läuft für die Hunts in der Schule einiges mies. Gabriel, Sky und Connor werden unterdessen als Spuks in eine bewachte Wohnanlage gerufen. Eigentlich klingt alles nach einem Routineeinsatz. Eigentlich. Doch was lauert wirklich in den Häusern?

    Hui, auch durch diesen vierten Band der achtteilgen Staffel bin ich nur so durchgerauscht. Viel zu schnell war es schon wieder vorbei - ebenso wie Band 1 (Unheilige Zeiten), Band 2 (Die Akademie) und Band 3 (Vollmondnächte).

    Vielschichtig angelegt hat Nadine Erdmann die Reihe um die Totenbändiger, wodurch es eine Vielzahl von Charakteren und Handlungssträngen gibt. Mittlerweile sind diese schon vertraut, und für den Fall, dass etwas in Vergessenheit geraten ist, gibt es zu Beginn eines jeden Bandes eine kurze Zusammenfassung des bisherigen Geschehens. So ist man gleich wieder mittendrin.

    Diesmal geht es schwerpunktmäßig um das Geschehen in der Schule sowie um die Einsätze der Spuk Squads. Camren hat nach wie vor Ärger mit einem niederträchtigen Jungen und seiner Gang, aber auch die extrovertierteren Kinder der Hunts, Jules und Ella, die bislang in der Schule gut aufgenommen wurden, bekommen plötzlich den Wind von vorne zu spüren. Jaz, die nach ihrer Flucht von der Akademie zu den Hunts gestoßen ist, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie auf Anzeichen von Mobbing stößt - und katapultiert sich damit gleich mit ins Aus. Kein Wunder, dass die vier Jugendlichen nun auch in der Schule eng zusammenrücken.

    Die Spuk Squads sind im Unheiligen Jahr massiv gefordert. Als sie zu einer Senioren-Wohnanlage gerufen werden, in der verdächtige Vorkommnisse Anlass zur Besorgnis geben, scheint dies ein ganz normaler Einsatz zu sein. Auch wenn Sky, Gabriel, Connor und ihr Vorgesetzter aufgrund von Sparmaßnahmen nur mit dem Nötigsten ausgerüstet sind, reichte dies bislang meist gerade so aus. Doch diesmal ist alles anders...

    Nadine Erdmann sorgt dafür, dass der Inhalt hält, was der Titel verspricht: es geht um Feindschaften. Gerade in der Schule war dies in der Summe für mich ein wenig zu viel des Guten - jeder der Hunts stand da plötzlich im Fokus von Anfeindungen - aber von der Beklemmung her wirkte das Gelesene überaus authentisch.

    Humor und Wohlfühlszenen konnten diesmal den düsteren Geschehnissen nicht so viel entgegensetzen, auch wenn nach wie vor klar ist, dass das Haus der Familie der sichere Hafen für jeden einzelnen der Hunts ist, und dass hier jeder für jeden da ist. Gerade Camren mit seinen zahlreichen Problemen darf dies immer wieder erleben.

    Der Schreibstil liest sich wieder ausgesprochen flüssig, und bei den Charakteren entsteht zunehmend der Eindruck, dass man als Leser fast schon zur Familie gehört - zumindest wäre man das gerne.

    Ich freue mich daher, dass es bald schon weiter geht mit der Reihe. Band 5 kann kommen!

    © Parden