Die Stille des Todes (Inspector Ayala ermittelt)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Stille des Todes (Inspector Ayala ermittelt)' von Eva García Sáenz
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Broschiertes Buch
Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht.

Der erste Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken

Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig nackt, die Hände auf der Wange des anderen. Das alles gleicht exakt einer Serie von Verbrechen vor zwanzig Jahren, die die Stadt in Atem hielt. Doch der Fall gilt als gelöst, der Täter sitzt in strenger Einzelhaft. Hat man damals einen Unschuldigen verurteilt?

"Perfekt für alle, die atmosphärische Hochspannung lieben." El Mundo
"Ein Thriller, der hypnotisiert!" La Vanguardia
"Düster, spannend und voller unerwarteter Wendungen: Eva García Sáenz entführt den Leser in ein Vitoria der dunkelsten Geheimnisse." La Razón

Format:Broschiert
Seiten:576
EAN:9783651025882

Rezensionen zu "Die Stille des Todes (Inspector Ayala ermittelt)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Jul 2019 

    Starker erster Fall

    Vitoria im Baskenland ist der Schauplatz dieses spannenden Krimis. Während der Feierlichkeiten zum Dia del Blusa werden in der Kathedrale zwei Leichen gefunden: ein Mann und eine Frau, völlig nackt und die Hände wie in einer zärtlichen Geste auf die Wange des anderen gelegt. Inspector Unai López de Ayala, Profilingexperte bei der Kriminalpolizei in Vitoria, erinnert sich sofort an eine Serie von gleichartigen Verbrechen, die vor 20 Jahren die Stadt erschütterten. Damals waren vier Doppelmorde begangen worden, zwei Neugeborene, zwei Fünfjährige, zwei Zehn- und zwei Fünfzehnjährige waren in genau derselben Stellung tot aufgefunden worden. Der Täter, auf den alle Indizien hinwiesen, war ausgerechnet Tasio Ortiz de Zárate, der berühmteste und beliebteste Archäologe des Landes. Überführt und festgenommen wurde er von seinem Zwillingsbruder Inspector Ignacio Ortiz de Zárate! Tasio sitzt seit nunmehr zwanzig Jahren für diese Verbrechen im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses, hatte aber immer seine Unschuld beteuert. Ist der erneute Doppelmord, dieses Mal an zwei Zwanzigjährigen, von einem Nachahmungstäter verübt worden. Oder hat Tasio aus dem Gefängnis heraus den Mord in Auftrag gegeben?
    Für Inspector Ayala und seine Kollegin Esti beginnt ein nervenaufreibender Fall, der beide auch privat an ihre Grenzen bringt.
    Der Krimi beginnt mit einem ungewöhnlichen Prolog: Ayala erzählt in der Ich-Form, wie er mit einer Kugel im Kopf auf das Geschehen zurückblickt. Doch dies nimmt keineswegs zu viel vorweg. Die Ermittlungen führen Inspector Ayala und seine Kollegin immer wieder auf neue Spuren. Tasio bietet aus dem Gefängnis heraus Ayala sogar seine Mithilfe an, doch weiß der Inspector nicht, ob er ihm trauen kann. Genauso wird man als Leser immer wieder auf neue Verdächtige und falsche Spuren gelockt, was die Spannung stetig hochhält.
    Eingeschoben sind Kapitel, die ein Geschehen aus den 70er Jahren um Doctor Urbina und seine verbotene Leidenschaft für eine Patientin erzählen. Erst nach und nach setzen sich die Mosaiksteinchen dieser Vorgeschichte zu einem schlüssigen Zusammenhang mit der eigentlichen Handlung zusammen.
    Verwirrend sind zu Beginn die vielen baskischen Begriffe und die zahlreichen und sehr langen Namen, Abhilfe schaffen hier aber ein Personenregister und ein Glossar am Ende des Buches. Teils merkwürdig, teils etwas hölzern empfinde ich manche Dialoge. Überraschend, allerdings auch etwas überladen ist die Auflösung am Ende. Hier hätten etwas weniger Verwicklungen gereicht. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der historischen Bauwerke der Stadt Vitoria, der Atmosphäre, besonders während der Feierlichkeiten, aber auch die Schilderung des Lebens auf dem Lande, was der Krimihandlung eine charakteristische, unverwechselbare Note gibt.
    ,,Die Stille des Todes“ ist der starke erste Fall für Inspector Ayala, zwei weitere Bände erscheinen bald.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jul 2019 

    Was für ein Serienauftakt!

    Vor 20 Jahren erschütterten bizarre Morde die kleine Stadt Vitoria im Baskenland. Es ist immer ein Paar, sie sind gleich alt und sie kannten einander nicht. Ein Täter wurde damals ausgemacht und verurteilt. Doch heute liegen wieder zwei Opfer, genauso wie damals in der Kathedrale von Vitoria. Inspector Unai Ayala und seine Kollegin müssen den wohl schwersten Fall ihrer Karriere lösen. Da bietet der Täter von damals seine Mithilfe an.
    Die baskische Autorin Eva Garcia Saenz lässt Inspector Ayala, genannt Kraken, hier zum ersten Mal ermitteln. Der Fall ist in ihrer Heimatstadt Vitoria angesiedelt. Neben einer wirklich fesselnden Handlung schreibt die Autorin aber mit ganz viel Liebe zum Detail auch über ihre Stadt und deren Bewohner. Es ist ein grandioser atmosphärischer Sog, den ich beim Lesen dieses Buches erleben durfte. Das Original ist in Spanien schon 2016 erschienen. Es war wirklich Zeit für die deutsche Übersetzung! Zum Glück wirft der Fischer Verlag die nächsten beiden Bände schon bald ins Rennen. Für mich ein absolutes Muss, in dieser Reihe weiterzulesen.