Die Spur des Geldes: Thriller

Rezensionen zu "Die Spur des Geldes: Thriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Apr 2019 

    Wasser ist das wichtigste Lebensmittel

    Im Mittelpunkt steht wie in den beiden Vorgängerbänden Tom Winter. Er war früher Einsatzleiter bei der Polizeisondereinheit Enzian, jetzt Sicherheitschef einer kleinen schweizer Bank und ist ein sehr wachsamer Typ, liebt seine Freiheit. Seine Mitarbeiterin Leonie ist eine ganz Clevere und versorgt ihn aus dem Backoffice ständig mit Informationen, ebenso Kollege und Freund Stefan Schütz. In seinem neuesten Fall muß Tom klären, ob mit dem Konto von Otto Harnisch, einem Brunnenmeister aus Berlin, alles in Ordnung ist. Harnisch war bei den Berliner Wasserbetrieben angestellt, wurde gefoltert und dann in einem Brunnenschacht geworfen. Es stellt sich die Frage weshalb, warum und wer steckt hinter dem Mord? Und um dies aufzulösen verbeißt sich Tom förmlich in den Fall. Auf dem schweizer Konto befinden sich unspektakuläre € 23.000, davon hat er bei Kontoeröffnung € 1.000 bar einbezahlt und dann kam noch eine Einmalzahlung einer Stiftung aus Lichtenstein. Doch Tom Winter gibt sich damit nicht zufrieden und will es ganz genau wissen. Dazu reist er quer durch Europa und trifft u. a. auf die Geliebte von Harnisch, die schon kurz nach ihrem Kennenlernen von einem Scharfschützen niedergestreckt wird, damit weiß Tom Winter mit Sicherheit, daß irgendetwas Fragwürdiges dahinter steckt. Parallel zu diesem Strang bekommt man häppchenweise Informationen über einen russischen Oligarchen. Lange Zeit kann der Leser Vermutungen anstellen und über die Zusammenhänge rätseln, bis es zu einem packenden Finale kommt.

    Der Autor hat es, wie in seinen Vorgängerbänden, geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln und zu packen. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch gelesen, denn ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Als Leser begleitet man Tom an der mitunter actionreichen Aufklärung und bangt gleichzeitig um ihn, wenn es brenzlig wird. Der immens hohe Zeitdruck und die Gefahr eines bevorstehenden Anschlags spiegelt sich im rasanten Tempo der Story wider. Bei manchen Aspekten läuft es einem kalt den Rücken hinunter, denn einiges könnte im schlimmsten Fall tatsächlich so passieren. Dieses Szenario ist beängstigend realistisch und bildhaft beschrieben und als Leser wird man richtig mitgerissen und mitgenommen. Eine Verfilmung könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.

    Auch dieser Thriller bekommt von mir wieder eine absolute Lesempfehlung!

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Apr 2019 

    filmreifer Thriller

    Die Schweizer Bank, in der Tom Winter als Sicherheitschef eingestellt ist, erhält eine Anfrage des BKA zu einem ihrer Kundenkonten. Besitzer des Kontos war der Brunnenmeister der Berliner Wasserwerke, der zuvor grausam zugerichtet in einem Brunnenschacht gefunden wurde.

    Die Summe auf dem Bankkonto erscheint mit 23.000,- EUR verschwindend gering und es scheint sich um eine reine Routineangelegenheit zu handeln. Doch Tom Winters ahnt instinktiv, dass hier mehr dahintersteckt.

    Und schon bald befindet er sich zur weiteren Recherche in Berlin, wo die Geliebte des Brunnenmeisters direkt vor seinen Augen erschossen wird.

    Was mit einem einzelnen Mord begann, entwickelt sich zu einer temporeichen Jagd durch halb Europa, um einen gigantischen Terroranschlag zu verhindern.

    Unterstützung erhält Tom Winter, der nicht unbedingt ein Freund vieler Worte ist, durch seine Mitarbeiterin Leonie, die ihn in der Schweizer Bank nicht nur mit den nötigen Informationen versorgt, sondern auch die erforderlichen Ressourcen beschafft.

    Seit den Geschehnissen in Berlin steht ihm zudem auch Anika zur Seite, und das nicht nur in rein ermittlungstechnischer Hinsicht.

    Die Protagonisten sind klar gezeichnet und ihre Handlungen ihrem Charakter entsprechend nachvollziehbar.

    Der Schreibstil ist dem Plot absolut angemessen. Bei den schnellen, actionreichen Passagen ist dieser knapp und präzise; bei den Ortsbeschreibungen ein wenig ausführlicher, allerdings ohne zu sehr auszuschweifen, oder den Spannungsbogen abklingen zu lassen.

    Es gibt mehrere Stimmen, die Tom Winter schon mit James Bond vergleichen, und ich kann dem nach „DIE SPUR DES GELDES“ nur zustimmen.

    Nicht nur die Nebencharaktere wecken solche Parallelen – Leonie als Miss Moneypenny, Anika als Bondgirl und von Tobler als Q -, auch das erste Aufeinandertreffen zwischen Winkler und dem Oligarchen Magomedow ist absolut Bond-like.

    Ob Peter Beck den Plot nun mit Absicht darauf ausgelegt hat, weiß ich nicht. Es ist letztendlich aber auch nicht wesentlich.

    Ich finde es entscheidender, dass „DIE MACHT DES GELDES“ ein rasanter und spannender Thriller ist, den ich mir auch sehr gut auf der Kinoleinwand vorstellen kann.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Apr 2019 

    Ein packender Thriller

    In einem Schacht beim Tegeler See wird eine Leiche entdeckt, die brutale Folterspuren aufweist. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke. Der Tote war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt und besaß ein Schweizer Konto. Tom Winter, Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, hört sich um. Die Spuren führen bald nach Russland. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Dies war der dritte Fall für Tom Winter, doch das Buch kann problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da es in sich abgeschlossen ist.
    Der Schreibstil war fesselnd und gut verständlich, so dass ich schnell in die spannende Geschichte hinein fand. Dank der guten Beschreibungen hatte ich die verschiedenen Personen und Handlungsorte bestens vor Augen. Die Spannung wurde von Beginn an sehr gut aufgebaut und hielt sich bei mir durchgängig bis zum Ende.
    Tom Winter war mir bereits aus einem früheren Fall bekannt. Er war mir auch dieses Mal wieder sehr sympathisch, gerade weil er recht unkonventionell und auf eigene Faust an die Klärung des Falles heranging. Dabei geriet er natürlich auch in Gefahr, was ich sehr passend fand, weil es die Spannung anheizte.
    Der Plot war erschreckend real und hervorragend konstruiert. Ich dachte so manches Mal, dass sowas doch bitte nur eine Idee eines Thrillers bleiben sollte. Die wechselnden Perspektiven sowie Rückblenden boten Abwechslung und hielten die Spannung konstant oben, ebenso wie die überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen. Einfach gelungen!

    Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen und ich hatte spannende Lesestunden. Ich vergebe 5 von 5 Sternen. 

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 27. Mär 2019 

    Ein brandaktuelles Thema – ein packender Thriller

    „Haben Sie schon einmal versucht, einen Pudding an die Wand zu nageln?“ (Zitat Seite 151)

    Inhalt:
    Otto Harnisch, Brunnenmeister der Berliner Wasserwerke, wird tot in einem tiefen Schacht gefunden, ermordet. Ein Kontoauszug führt zu einer Schweizer Privatbank und Tom Winter, ehemaliges Mitglied einer Polizei-Sondereinheit und jetzt Sicherheitschef dieser Bank, wird mit den Nachforschungen beauftragt. Rasch muss er erkennen, dass der Mord in Berlin nur ein Puzzleteil einer international drohenden Gefahr von unvorstellbarem Ausmaß ist. Die Gegner sind kaum fassbar, skrupellos, und die Zeit drängt.

    Thema und Genre:
    In diesem packenden Wirtschafts- und Wissenschaftsthriller geht es um moderne Technologien und Forschungen, global vernetzte Syndikate und die entsprechenden Unternehmensstrukturen. Auch biologische Kampfmittel sind ein Thema.

    Charaktere:
    Hauptprotagonist ist Tom Winter, ein vielschichtiger Charakter, teilweise zurückhaltend, distanziert, hat er auf jeden Fall Charisma. Er kann zuhören und erfährt dadurch, was er wissen will. Seine enge Mitarbeiterin Leonie ist für alles zuständig, das mit den modernen Medien und Informationstechnologien zu tun hat. Sie versteht ihren Job und fragt nicht viel, sondern macht - rasch und effizient. Tom kann sich auf sie verlassen. In Berlin trifft Tom auf Anika, eine junge Frau, unkompliziert wie ihre kaum zu bändigende Strubbelfrisur. Sie ist zielstrebig und erstaunlich hart im Nehmen, nicht nur mental. Diese drei Hauptprotagonisten sind absolut ehrlich und das macht sie dem Leser sympathisch. Insgesamt nimmt sich der Autor Zeit, seine Charaktere zu entwickeln, zu beschreiben und entsprechend agieren zu lassen. Dies trifft nicht nur für die Hauptprotagonisten zu, sondern er findet für jede einzelne Figur besondere Merkmale.

    Handlung und Schreibstil:
    Die packende Handlung führt den Protagonisten von der Schweiz nach Deutschland, London, Russland und Istanbul. Der straffe Zeitrahmen erhöht die Spannung zusätzlich.
    Der Schreibstil ist rasch beschrieben: Lesevergnügen. Der aktionreichen Handlung angepasst, rasant, aber nie übertrieben dramatisch. Dazwischen nimmt sich der Autor Zeit für Beschreibungen, die sofort das Kopfkino zum Laufen bringen, das lebendige Istanbul, der Hafen von Noworossijsk, ein Waldboden, warm in der Sonne, und dann wieder die humorvollen Dialoge der Protagonisten.

    Fazit:
    Dies ist eine jener Geschichten, wo man als Leser denkt "das könnte durchaus Realität werden, nichts daran ist wirklich unmöglich". Ein Thriller, wie er sein sollte: ein brandaktuelles Thema, harte Szenen, aber nicht detailverliebt in Blut watend. Kurz gesagt: ein Pageturner.