Die Schwestern vom Ku damm: Tage der Hoffnung

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Schwestern vom Ku damm: Tage der Hoffnung' von Riebe, Brigitte
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Schwestern vom Ku damm: Tage der Hoffnung"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:464
Verlag:
EAN:9783805203333

Rezensionen zu "Die Schwestern vom Ku damm: Tage der Hoffnung"

  1. Für die Hoffnung muss man oft alles wagen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Jul 2020 

    Berlin 1958: Florentine die jüngste der Thalheim Schwestern hat schon sehr jung mit zeichnen begonnen, ehe sie rebellisch wurde und mit ihrem Freund Patrick nach Paris verschwand. Reumütig kehrt sie nun zurück und ihre Schwestern hoffen nun das sie sich im Modekaufhaus mit einbringt. Jedoch Florentine möchte mit ihrer Begabung lieber an der Kunstakademie studieren. Doch leider hat Florentine ihr Abitur nicht zu enden gebracht und so wird die Aufnahme für sie schwierig werden. Mit viel Engagement darf sie schlussendlich dann doch dort studieren. Allerdings ist ihr Dozent Rufus Lindberg ein schwieriger, herrsüchtiger Mensch, der Florentine das Leben an der Akademie schwer macht. Zudem machen die Spannungen zwischen Ost und West in Berlin immer mehr Probleme, dass bekommt besonders das Mordkaufhaus Thalheim zu spüren.

    Meine Meinung:
    Das Cover spiegelt wieder ein wenig das Ende der 50 Jahre wieder ganz Deutschland ist weiter im Umbruch, was man vor allem in Berlin spürt. Der Schreibstil ist wieder recht informativ, bildhaft und unterhaltsam. Im letzten Band über die Thalheim Schwestern geht es diesmal in der Hauptsache um Florentine (Flori) die jüngste der drei Schwestern. Durch ihre rebellische Art hat sie sich selbst in Schwierigkeiten gebracht, die sie nun ausbaden muss. Ohne Ausbildung oder einem Abschluss wird es schwer für sie werden etwas in Berlin zu finden. Doch Flori wäre nicht sie wenn sie nicht längst wüsste was sie will. Sie setzt sich durch um ihre künstlerische Begabung für die Malerei zu studieren. Brigitte Riebe beschreibt hier weiter eine junge Frau die versucht weiter ihren Weg zu gehen auch wenn er steinig und schwer werden wird. Zudem nimmt sich mich als Leser mit in eine Zeit als Berlin die florierende Stadt für Künstler wird. Doch auch politisch kommen auf Berlin immer größere Probleme zu. Eingekesselt abgekoppelt vom Rest Deutschlands spüren sie sehr gut das sie eine Sonderstellung einnehmen. Jedoch die zunehmenden Auswanderer aus der DDR scheinen der kommunistischen Regierung immer stärkere Probleme zu bereiten. Kein Wunder also, das man im Jahr 1961 dann beginnt eine Mauer mitten duch Berlin zu errichten. Ich erlebe mit wie furchtbar dieser Mauerbau für die Berliner war, den es wurden Freunde von einander getrennt und sogar Familien auseinandergerissen. Selbst die Thalheims trifft dieser Mauerbau hart, nicht nur das Modekaufhaus ist betroffen, sondern selbst die Familie trifft es ganz hart. Wunderbar bindet die Autorin die damaligen Gegebenheiten Berlins mit in ihre Geschichte ein. Selbst der damalige Berliner Bürgermeister Willy Brandt und seine zweite, norwegische Frau Rut werden hier erwähnt. Das Highlight bildet dann der Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Ebenfalls erlebe ich wie schwierig sich das Liebesleben vom homosexuellen Paar Gregor und Hotte sich weiterentwickelt. Es ist eine undankbare Zeit für gleichgeschlechtliche Beziehungen, besonders wenn man sich wie Gregor als Architekt einen Namen machen möchte. Selbst in einer Großstadt wie Berlin scheinen sich solche Dinge zu schnell herumzusprechen. Natürlich wird auch wieder viel über das Thema Mode in dieser Zeit berichtet. Schön war es natürlich auch das ich weiter von den anderen Thalheims erfahren habe. Besonders das die Geheimnisse aus den beiden Bänden endlich aufgelöst und angesprochen wurden in der Familie war gut. Und natürlich kam auch der Bösewicht Brahm wieder mal der Familie viel zu nahe. Alles in allem wieder ein gelungenes Buch, bei dem ich erneut die Historikerin Brigitte Riebe zu spüren bekam und dem ich 5 von 5 Sterne gebe.

  1. Ein großartiger Lesegenuss

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Mai 2020 

    Berlin 1958: Florentine Thalheim lieber die Malerei und das Zeichnen. Als sie aus Paris zurückkehrt, wo sie die Werke der ganz großen Künstler bestaunen konnte, ist es ihr sehnlichster Wunsch, an der Berliner Kunstakademie zu studieren. Ihre Eltern und ihre beiden älteren Schwestern hoffen dagegen, dass sie ihr Talent für das Familienunternehmen, das Kaufhaus Thalheim am Ku'damm, einsetzt.

    Dies war der dritte Band um die Familie Thalheim und deren Kaufhaus am Ku'damm. Und ich war wieder hin und weg.
    Der Schreibstil war bildhaft und mitreißend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde wieder perfekt eingefangen und wiedergegeben. Ich hatte alles ganz toll vor Augen und war mittendrin.
    Neben Rike und Silvie hatte in diesem Band Florentine die Hauptrolle. Alle Charaktere wurden authentisch, lebendig und liebenswert beschrieben. Jeder hatte seine individuellen Eigenschaften und Eigenarten, die sie besonders machten. Ich habe die ganze Familie Thalheim absolut ins Herz geschlossen.
    Die Geschichte knüpfte direkt an den vorherigen Band an. Ich würde für das bessere Verständnis und den vollen Lesegenuss empfehlen, die Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die gesamte Reihe ist grandios und lesenswert.
    Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte hinein gekommen und war gedanklich gleich wieder ganz bei den Thalheims. Ich habe es wahrlich genossen, von Florentine zu lesen und sie zu begleiten. Ich konnte prima mit ihr mitfühlen, ihre Gedanken verstehen und war super gespannt, wie sich ihr Lebensweg gestaltet. Aber auch die anderen Familienmitglieder habe ich wieder sehr gerne begleitet, denn es gab so manche Höhen und Tiefen, die es zu meistern galt.
    Während des Lesens war ganz deutlich zu merken, wie hervorragend die Autorin recherchiert hat. Die damalige Zeit Ende der 1950er/Anfang der 1960er, die Lebensumstände, die Zeitgeschichte - alles wurde perfekt wiedergegeben und in die Geschichte der Familie Thalheims integriert. Es wirkte alles einfach sehr realistisch und es war der reinste Lesegenuss.

    Auch dieser dritte Band konnte mich komplett fesseln. Eine großartige Trilogie, die ich absolut jedem empfehlen kann. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  1. Ein großartiger Lesegenuss

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Mai 2020 

    Berlin 1958: Florentine Thalheim lieber die Malerei und das Zeichnen. Als sie aus Paris zurückkehrt, wo sie die Werke der ganz großen Künstler bestaunen konnte, ist es ihr sehnlichster Wunsch, an der Berliner Kunstakademie zu studieren. Ihre Eltern und ihre beiden älteren Schwestern hoffen dagegen, dass sie ihr Talent für das Familienunternehmen, das Kaufhaus Thalheim am Ku'damm, einsetzt.

    Dies war der dritte Band um die Familie Thalheim und deren Kaufhaus am Ku'damm. Und ich war wieder hin und weg.
    Der Schreibstil war bildhaft und mitreißend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde wieder perfekt eingefangen und wiedergegeben. Ich hatte alles ganz toll vor Augen und war mittendrin.
    Neben Rike und Silvie hatte in diesem Band Florentine die Hauptrolle. Alle Charaktere wurden authentisch, lebendig und liebenswert beschrieben. Jeder hatte seine individuellen Eigenschaften und Eigenarten, die sie besonders machten. Ich habe die ganze Familie Thalheim absolut ins Herz geschlossen.
    Die Geschichte knüpfte direkt an den vorherigen Band an. Ich würde für das bessere Verständnis und den vollen Lesegenuss empfehlen, die Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die gesamte Reihe ist grandios und lesenswert.
    Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte hinein gekommen und war gedanklich gleich wieder ganz bei den Thalheims. Ich habe es wahrlich genossen, von Florentine zu lesen und sie zu begleiten. Ich konnte prima mit ihr mitfühlen, ihre Gedanken verstehen und war super gespannt, wie sich ihr Lebensweg gestaltet. Aber auch die anderen Familienmitglieder habe ich wieder sehr gerne begleitet, denn es gab so manche Höhen und Tiefen, die es zu meistern galt.
    Während des Lesens war ganz deutlich zu merken, wie hervorragend die Autorin recherchiert hat. Die damalige Zeit Ende der 1950er/Anfang der 1960er, die Lebensumstände, die Zeitgeschichte - alles wurde perfekt wiedergegeben und in die Geschichte der Familie Thalheims integriert. Es wirkte alles einfach sehr realistisch und es war der reinste Lesegenuss.

    Auch dieser dritte Band konnte mich komplett fesseln. Eine großartige Trilogie, die ich absolut jedem empfehlen kann. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.