Die rote Frau: Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman (Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe, Band 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die rote Frau: Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman (Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe, Band 2)' von Alex Beer
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die rote Frau: Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman (Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe, Band 2)"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:416
EAN:9783734107511

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Rezensionen zu "Die rote Frau: Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman (Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe, Band 2)"

  1. schnappt euch eine Mietdroschke und ab nach Wien ins Jahr 1920

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Apr 2021 

    Nach dem ich von dem ersten Teil der Autorin Alex Beer, rund um den Ermittler August Emmerich, derartig angetan war, konnte ich nun endlich den zweiten Teil lesen.

    Man kann schon sagen, dass mir der mürrische August Emmerich ans Herz gewachsen ist. Wahrscheinlich auch deswegen, weil diese Sorte eines Wiener Unikats leider ausgestorben ist, aber über das Gemüt Emmerichs müsst ihr euch selber ein Bild beim Lesen machen. Inzwischen ist August Emmerich in der Abteilung Leib und Leben angekommen, doch einfach macht man es ihm nicht. Man lässt ihm spüren, dass er noch nicht zum Team gehört. Aber er wäre nicht er, wenn er nicht Mittel und Wege finden würde, sich in Fälle einzumischen, die ihn eigentlich nichts angehen.
    Anders als in Teil eins, wo August Emmerich noch vermehrt in der Wiener Unterwelt ermittelte, führt ihm diesmal die Spur in höhere soziale Kreise. Eine ganz neue Welt für den in Armut lebenden Kriegsveteran.

    Bei „Der zweite Reiter“ war ich von der gewählten Sprache, sehr angetan. In diesem Band habe ich das Gefühl, dass die Autorin mehr auf den Wiener Dialekt zugegriffen hat. Selbst mir als Wiener war es teilweise zu viel. Auch wirkte die Sprache nicht mehr ganz so leicht wie im ersten Teil.

    Wien aus dem Jahr 1920 hingegen, fand ich wieder extrem authentisch dargestellt. Mich fasziniert diese Zeit immer mehr, vor allem die Menschen, die unter widrigsten Bedingungen leben mussten, aber trotzdem großteils sozial waren.
    Etwas untergegangen ist mir leider der Fall an sich. Er war zwar geschickt aufgebaut und beinhaltete einige überraschende Wendungen, dennoch hat mir hier ein wenig der Pepp gefehlt, aber in erster Linie zählt in diesem Buch die Atmosphäre der Wiener Zwischenkriegszeit und die Diskrepanz zwischen Armut und Reichtum, mit einem Hauch Wiener Schmäh und Wiener Morbidität.

    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung, schnappt euch die nächste Mietdroschke, nächster Halt das vergangene Wien.