Die militante Madonna: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die militante Madonna: Roman' von Irene Dische
4.8
4.8 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die militante Madonna: Roman"

Diese unglaubliche Geschichte von Männern und Frauen, Täuschungen und Intrigen, unwahrscheinlichen Affären, heimlichen Fluchten und dramatischen Triumphen ist die Geschichte des Chevalier d’Eon de Beaumont, den es wirklich gab. Er war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion – und verbrachte den größten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Bis zu seinem Tod rätselte ganz London, wer die militante Madonna, die in öffentlichen Degenkämpfen alle Männer in die Knie zwang, wirklich war.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783455011968

Rezensionen zu "Die militante Madonna: Roman"

  1. Mann oder Frau?!?!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Okt 2021 

    Dieses Buch war wieder ein Highlight! Und ich bin sehr froh wieder an einer Leserunde teilgenommen zu haben. Es ist ein historischer Roman. Um einen Menschen, der einmal real existiert hat. Den Chevalier d’Éon de Beaumont. Ein Adliger, Diplomat und Spion, ein Intrigant und manipulativer Mensch, ein Soldat, Degenfechter und Freimaurer, ein Schriftsteller. Jemand Besonderes. Ein Mensch mit einer gewissen Macht, zumindest zeitweise. Und ein Mann, der erst ab und an in Frauenkleidern in der Gesellschaft auftaucht. Der Wetten auf sein Geschlecht forciert und damit eigentlich die Gesellschaft vorführt. Später wird er vom französischen König gezwungen als Frau in Frauenkleidern zu leben, er wird zur Chevalière Charlotte d’Éon. Und damit wird er als Frau zur damaligen Zeit auch mundtot gemacht. Die Frage ist hier auch warum dies geschah. Verletzungen, Übertretungen und Angst. ...

    Irene Dische schreibt einen mitreißenden und auch außergewöhnlichen Roman um diesen Chevalier, treibt in diesem Roman auch ihr Rätselspiel um das Geschlecht des Chevaliers mit den Lesern, nur um gleichzeitig genau dieses Denken auch vorzuführen und zu hinterfragen. Ebenso wie sie Vergleiche zieht zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Jetzt, zynische Vergleiche, die mich beim Lesen schmunzeln und laut lachen lassen. Ebenso wie sie die Erzählstimme in den Kontakt treten lässt mit der Leserschaft, nicht durchgehend natürlich, sondern eher pointiert und damit auch passend. Dabei ist diese Erzählstimme, trotz ihrer teilweise etwas eigenwilligen Art mit anderen Menschen umzugehen, dennoch sympathisch gezeichnet, was mir sehr gefällt.

    Eine etwas eigenwillige Ménage à trois steht hier zentral, der Chevalier d’Éon de Beaumont trifft auf den Journalisten Morande und den Theaterschriftsteller Pierre de Beaumarchais. Und alle drei trudeln mit ihren Intrigen durch die Geschichte. Anziehung und Abstoßung par excellence.

    Ein intensives Leseerlebnis, welches mir definitiv sehr gefallen hat!

  1. Damals wie heute

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Okt 2021 

    "Ich betrachte Sie in ihrem seltsamen Jahrhundert voller Verwunderung. Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben sie offenbar, sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein. … In meiner Zeit und in meinen Kreisen sprachen wir, wie es uns gefiel, in den obersten Gesellschaftsschichten, am kultiviertesten Hof der Welt kleideten sich die Männer wie Frauen und die Frauen wie Männer, und niemand regte sich über solche Kinkerlitzchen auf.“

    So spricht der Chevalier d’Éon de Beaumont die Leserschaft gleich an den ersten Seiten seiner Erzählung an. In einer theatralischen selbstgefälligen Sprache erzählt er die Geschichte seines turbulenten Lebens in der Zeit vom 1728 bis 1810. Der Chevalier war ein französischer Diplomat, Soldat, Freimauer, Schriftsteller und Degenfechter. Als treuer Diener und Spion des französischen Königs Ludwig XV. verweilt er einige Zeit unter dem Namen Lea de Beaumont am Hof der Zarin Elisabeth von Russland.

    Da er genauso gern den Dragoneruniform wie auch weibliche Kleider trägt und sein wahres Geschlecht nicht verraten will, wurden in London, wo er zuerst als Interimsbotschafter weiterhin in Diensten des Ludwig XV. steht, mehrere Wetten mit extrem hohen Einsätzen abgeschlossen. Das Thema seiner Identität überwiegt in dem Roman, genauso wie sie auch sein wahres Leben beeinflusst und zum größten Teil bestimmt hat. Denn die Neugier über sein wahres Ich ist unermesslich und, genauso wie die unaufgelösten Wetten, ruft sie unterschiedliche Reaktionen in der Gesellschaft und dem Freundeskreis auf.

    Ausführlich berichtet der Ich-Erzähler d`Eon über das gesellschaftliche Leben in London und Frankreich des 18. Jahrhunderts, über politische Intrigen und Machtspielen, ungewöhnliche Freundschaften, Liebe und Verrat. Bekannte historischen Persönlichkeiten, wie Voltaire oder Benjamin Franklin, durchkreuzen sein Leben, wichtige politische Ereignisse bestimmen es.

    „Die militante Madonna“ ist jedoch keine Biografie des ungewöhnlichen Chevaliers. Es ist vielmehr ein Roman, der auf viele Parallele zwischen Damals und Jetzt aufmerksam macht und der heutigen Leserschaft ermöglicht, einen kritischen Blick nicht nur auf das Leben einer ungewöhnlichen, historisch belegten Figur zu werfen. Der Roman animiert uns auch mit einem kritischen Blick die „Kinkerlitzchen“ der heutigen Welt zu betrachten. Denn wir die Autorin in dem Sinne fast zum Schluss schreibt: „es geschieht nichts Neues unter der Sonne“.

    Mich hat die Figur des Romans fasziniert; ihr Wissen, ihre Gewandtheit, Kampfgeist und Anpassungsfähigkeit in allen Lebenslagen sind bemerkenswert. Der Roman hat mir viele fesselnde, lehrreiche Lesestunden beschert. Ich kann ihn wärmstens empfehlen!

  1. Wenn ein Fuchs den Schwanz verliert ...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Okt 2021 

    Der Chevalier d'Eon de Beaumont lebte von 1728 bis 1810, war von vornehmer Geburt und mit weltlichen Gütern reich gesegnet, lebte als inoffizieller Botschafter Ludwigs XV. mit hohen Bezügen in London, tat sich hervor als Soldat, Degenfechter und Gesellschaftsmensch und war in zahlreiche politische und wirtschaftliche Intrigen verwickelt. Und ein Großteil des Charismas, das ihn umgab, erwuchs offenbar aus der Tatsache, dass niemand so recht wusste, ob er ein Mann oder eine Frau war: Er lebte in beiden Identitäten, trug Männer und Frauenkleidung nach Neigung und Bedarf.

    Irene Dische lässt den Chevalier seine Geschichte selbst erzählen, und zwar - ein interessanter Kunstgriff - aus dem Grab heraus und mit kritischem Blick auf unsere Gegenwart: "Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben Sie offenbar, Sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein", so beginnt er in einem "Vorspruch" zum eigentlichen Roman. Danach folgt in vielen kurzen Kapiteln sein eigentlicher Lebensbericht. Als Botschaftssekretär (und inoffizieller Botschafter) in London lebt er zwar komfortabel und in einer - im Vergleich zu Frankreich - recht offenen Gesellschaft, fühlt sich aber trotzdem unterbezahlt und nicht genügend anerkannt. Er begegnet dem Journalisten Morande, einem Vorläufer der heutigen "Investigationspresse", der d'Eon trotz seines groben und unkultivierten Auftretens fasziniert, und kurz darauf dem Theaterschriftsteller Beaumarchais, in den er sich geradezu verliebt. Die drei fädeln eine Intrige ein, die eine große Geldsumme vom König erpressen soll.

    Das diplomatische Hin und Her wird mit Esprit und Witz erzählt, auch Zeit- und Lokalkolorit sind mit Geschick dargestellt, wenn auch oft nicht so ausführlich, wie sich mancher Leser wohl wünscht: Im Vergleich zu dem erzählten Stoff (der historisch verbürgt ist) erscheint das Buch eher kurz. Die Ereignisse überschlagen sich, nicht alle Pläne gehen auf, aber d'Eon hat immer noch ein As im Ärmel. Im letzten Drittel dann kehrt der Chevalier nach Frankreich zurück, trägt fortan weibliche Kleidung und führt ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben. Hier wird der Erzählton etwas langsamer und persönlicher: "Ich setzte alles daran, mich in mein trauriges Los zu finden, kämpfte mit meinen alten Kleidungs und Verhaltensweisen, und in der Öffentlichkeit genierte ich mich wie ein Fuchs, der den Schwanz verloren hat." Der Chevalier, zur Chevalière mutiert, sucht weiterhin seine Situation mit diplomatischem Geschick zu verbessern und ist nicht eben zimperlich in der Wahl seiner Mittel. Man muss die ungeheure Anpassungsfähigkeit bewundern, mit der sich dieser Mensch gleichsam neu erfindet; sogar dem zeitweiligen Klosterdasein weiß er Freude an der Kontemplation abzugewinnen. Nebenbei würzt der Chevalier seine Berichte mit allgemeinen Betrachtungen (und schon mal kleinen Seitenhieben auf heutige Genderdebatten), wie etwa: "Im Vergleich zu Männern hatte ich Frauen immer langweilig gefunden, selbst wenn die intelligentesten Menschen in einem Salon - wie so oft - die Frauen waren. Aber sie waren der Feind, das enttäuschte Geschlecht" . Oder, wieder mit Blick auf unsere Gegenwart: "Wenn Sie ihr Los als Mann oder Frau nicht hinnehmen, schneiden Sie eben etwas ab oder nähen etwas dran. (...) Alle zarten oder sprudelnden Unterströmungen werden ignoriert".

    Das ganze Buch ist mit großem Witz und Feingeist geschrieben, und man kann nur staunen, wie die Autorin die Fäden des oft recht komplizierten Intrigengespinstes und der großen Menge an Personal stets kontrolliert in der Hand hält. Außer den Genannten treten noch viele andere Größen der Zeit auf, wie Voltaire, Benjamin Franklin, die Königin Marie Antoinette und die Kaiserin Maria Theresia ... Trotzdem bleibt einiges undurchsichtig und nicht recht motiviert, vor allem die bis zum Schluss ungebrochene Bewunderung des Erzählers für seine Freunde Morande und Beaumarchais, auf die man zumindest zeitweise den alten Spruch anwenden könnte: wer die zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr. Speziell Beaumarchais, der Schöpfer des Figaro-Plots, bleibt bis zum Schluss die "große Liebe" des Erzählers, was die beiden nicht hindert, einander in Briefen und Zeitungsartikeln bloßzustellen. Hier fehlt mir der letzte Rest Tiefe, der diese seltsame Beziehung durchdringen könnte. Der Chevalier nimmt einige seiner Geheimnisse mit ins Grab - sein größtes allerdings verrät er am Ende, mit einem Augenzwinkern. Vielleicht durchaus der passende Ansatz, von dieser schillernden Persönlichkeit zu erzählen. Alles in allem gerne gelesen - vier von fünf Sternen.

  1. Ob Weib, ob Mann, ein Schelm, wer es erraten kann.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Okt 2021 

    Frau Dische befasst sich in ihrem neuesten Roman mit der Figur des Chevalier d`Éon de Beaumont. Sie wurde in Frankreich 1728 geboren und verstarb 1810 in London. Er/Sie hatte ein bewegtes leben als Diplomat, Soldat, Freimaurer, Schriftsteller und Degenfechter. Sie trat in Frauenkleidern auf, wurde sogar am Hofe König Louis XVI dazu genötigt und entfachte in London einen Wettstreit um die Geschlechtszugehörigkeit mit hohen Einsätzen.
    Ob es sich hier um den ersten schriftlich fixierten Transvestiten der Geschichte handelt, spielt in der Schilderung der Ereignisse dieser Zeit eine eher untergeordnete Rolle, denn Beaumont vereinnahmt den Leser gleich mit einer äußerst klugen und sprachwitzigen Gewissheit über seine Lebenszeit hinaus bis in unsere Gegenwart, wo Geschlechterrollen und Erscheinungsbilder immer noch eine wirkmächtige Bedeutung haben. Er wandelt quasi als Geist durch die Epochen und appeliert mit seinen Portraits an die Empathiefähigkeit zum anderen Geschlecht.
    Diese Begabung hat er in seinem eigenen Leben bewiesen, indem er die Kleider und Berufe wechselte, Freundschaften und Bündnisse schloss, aber sich nur von einer einzigen großen Liebe in die Karten schauen ließ. Diese wurde ihm dann auch fast zum Verhängnis, weil Verleumdung, Intrige und Lobbyarbeit sowohl im höfischen Versailles, als auch in London zum Alltag gehörten. Es war aber auch ein gefährliche Zeit, die auf die französiche Revolution zusteuerte und Wellen der Erneuerungen bis ins ferne Amerika mit sich brachte. So tauchen im Dunstkreis des sagenumwobenen Chevaliers so illustre Namen wie Voltaire und Benjamin Franklin auf und vervollständigen das geschichtliche Weltbild des 18. Jahrhunderts.
    Wer nun eine trockene Berichterstattung mit höfischen Gepflogenheiten und männlich dominierter Politik erwartet, sollte sich unbedingt Irene Disches Sicht der Dinge zu Gemüte führen und selbst entdecken, wie überaus trickreich Beaumont die Zwänge der Gesellschaft durchbrach und sich so eine geheimnisvolle Aura schuf, die die Autorin noch einmal zu einem äußerst vergnüglichen Leseerlebnis aufleben ließ, mit viel Mehrwert für die Genderdebatte im Lichte der Vergangenheit.

  1. Das Leben: ein einziges Abenteuer.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Okt 2021 

    Kurzmeinung: Besser gehts nicht.

    In ihrem neuen Roman unterhält uns Irene Dische mit dem Lebensbild des Chevaliers d’Eon de Beaumont. Seine Lebensdaten (1728 bis 1810) zeigen bereits an, dass die historisch verbürgte Person in Zeiten lebte, in denen sich heftige gesellschaftliche Umbrüche vollzogen. Als einer der wenigen französischen Aristokraten entkam er der Guillotine, die während und nach der französischen Revolution Jagd auf Reichtum und Adel machte, indem er wieder nach London flüchtete, das ihm schon vorher lange Zeit zweite Heimat war. Seine Lebenszentren waren London, Paris und das französische Land. Ein unsteter Charakter.

    Das Leben des Chevalier war überaus bewegt. Er liebte es in Frauenkleidern aufzutreten und spielte ein Spiel mit der höheren Gesellschaft, vor allem der britischen, die hohe Wetten darauf abschloss, ob er ein Männlein oder ein Weiblein sei. Niemand wusste es genau außer seiner Mutter, die aber abgeschieden und friedlich und in Schweigen gehüllt fernab in Frankreich saß, während er als Interimsbotschafter des Königs Louis XV in London Hof hielt. In seiner Jugend spionierte er in Frauenkleidern am russischen Hof, als Soldat nahm er am Krieg teil, erlitt zwei Kriegsverletzungen und es ist mindestens eine militärische Heldentat verbürgt.

    Der Kommentar:
    In „Die militante Madonna“ läßt Irene Dische ihre Figur d’Eon von ihrem Leben erzählen. Das war bunt und reich an Erfahrungen. Darunter manchen, die man selber nicht machen möchte. Die Zeiten waren noch irrer als die heutigen. Frankreich und England waren Zentren der Politik und der Kultur. Beides waren Monarchien, eine ist es bis heute. Frankreich jedoch hat sich weiterentwickelt. Damals aber, im 18. Jahrhundert war England weit liberaler als Frankreich. Deshalb lebte es sich dort viel leichter, wenn man ein Mann oder eine Frau des Geistes war, die Meinungs- und Pressefreiheit zu schätzen wussten. Allerdings wurden vor allem hinter den Kulissen Fäden gezogen. In den Intrigen, die gesponnen wurden, konnte man sich leicht verfangen. D’Eon würde lakonisch sagen: „Mal verliert man, mal gewinnt man“.

    D’Eon spricht gespreizt. So sprachen die Gelehrten halt. Mit dieser Sprache muss man können. Aber selbst in eine gewisse Gestelztheit der Sprache hinein setzt Irene Dische immer einmal wieder wundervolle Bonmots: „Miteinander zu lachen ist eine Umarmung“. Oder „[Heutzutage] wird die Schminke mit dem Chirurgenmesser aufgetragen“, wenn d’Eon Zwiesprache mit dem Leser hält. Was er manchmal macht. Aber nicht zu oft.

    Irene Dische macht deutlich, was für eine Ausnahmeerscheinung ihre Figur zu ihrer Zeit gewesen ist. Blitzgescheit, gelehrt, sich wie ein Chamäleon in unterschiedlichste Lebensbedingungen einfindend, sei es im Soldatenleben, auf dem geschliffenen Parket der Diplomatie, der Hofbälle oder als Finanzberater und Jurist, als Schriftsteller und Ränkeschmied, als Degenfechter oder als schwache Frau. Immer hat d’Eon einen Plan und einen Gedanken im Kopf, der ungewöhnlich ist. Und immer wieder fällt er oder doch sie (??) durch seine Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit auf die Füße. Historische Sidekicks machen den Roman vollends rund.

    Fazit: Ein rundum gelungener historischer Roman, voller Geschick komponiert und sehr gekonnt gerafft, denn Irene Dische schreibt keinen ausufernden Roman über die Französische Revolution, gleichwohl sie vorkommen muss, weil sie in die Lebenszeit des Chevalier fällt. Auch schreibt Dische keinen Roman über Queerness. Wer dies erwartet, ist bei der militanten Madonna falsch. Doch Queerness kommt vor, weil sie ein Teil des Lebens des Chevalier d’Eon de Beaumont gewesen ist. Der sich hiermit mit mir bekannt gemacht hat. Auf allerschönste Art und Weise. Danke, Irene Dische!

    Kategorie: Historischer Roman: 5 Punkte.
    Unterhaltung: 5 Punkte
    Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2021.