Die Legende vom Hermunduren: Zorn der Sippen

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Legende vom Hermunduren: Zorn der Sippen' von G. K. Grasse
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Der Rhein trennt Roms Imperium von der Germania Magna, dem freien Germanien.
Teile des Stammes der Hermunduren siedeln auf Roms Wunsch im Territorium am Main.
Doch Roms Freundschaft zu den Hermunduren scheint nicht von ewiger Dauer.
Tributforderungen, in der Vergangenheit anerkannt, schlugen in Sklavenjagd um und führten zur Vernichtung einer ersten Sippe.
Der Drang zu noch mehr Sklaven endete für die römischen Kohorten in einem Desaster. Der Führung beraubt und geschlagen, waren die Römer zum Rückzug über den Rhein gezwungen.
Zu keiner Zeit durfte Rom diese erlittene Niederlage hinnehmen.
Tribun Titus Suetonius erhielt erneut das Vertrauen seines Legatus und zog mit noch größerer Streitmacht zur Durchsetzung römischer Ansprüche, zur Tilgung der Schmach, zum Vollzug der Vergeltung und zur Vollendung seiner persönlichen Rache gegen die Hermunduren.
Aber auch die Hermunduren erkannten die von Rom ausgehende Gefahr.
Einem erneuten Überfall zuvorkommend, suchten die betroffenen Sippen Bündnispartner für einen gemeinsamen Widerstand. Verrat, Gleichgültigkeit oder andere Interessen schienen diese Einigkeit zu gefährden und so fanden die Ausgesandten nicht nur Zustimmung. Verfolgt, gejagt und gefangen erkennen die Boten die Notwendigkeit zum Brechen vorhandener Machtverhältnisse.
Als wiederum von machthungrigen Sippenführern geduldete römische Sklavenjäger ins Land zogen und die Verbringung ihrer Beute auf dem Wasserweg in das unter römischer Kontrolle stehende linksrheinische Gebiet beabsichtigten, fand der Zorn der Sippen seinen Ausbruch …

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:473
Verlag: tredition
EAN:

Rezensionen zu "Die Legende vom Hermunduren: Zorn der Sippen"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jan 2019 

    Die Legende vom Hermunduren - Zorn der Sippen (Sehr gut)

    G. K. Grasse
    Die Legende vom Hermunduren - Zorn der Sippen
    Tredition

    Autor: Geboren im Jahr 1949 . Schulzeit, Lehre, Studium und ein nachfolgendes Berufsleben als Diplom-Ingenieur im Technischen Bereich folgten. Mit zunehmenden Alter prägten sich andere, neue Interessen aus. Nach umfangreichen persönlichen Studien zu historischen Ereignissen begann der Autor 2011 mit dem Schreiben historischer Romane. Das vorrangige Interesse gilt der Zeit des ersten Jahrhunderts nach Christi Geburt. Die im freien Germanien lebenden Stämme stoßen mit den über den Rhein vordringenden Legionen des Römischen Imperiums zusammen. Welche Widersprüche entwickeln sich und welchen Einfluss hat die Zivilisation der Römer auf das Leben der Stämme? Das sind den Autor interessierende Fragen und er versucht das Leben und die Kämpfe betroffener Germanen in historischen Romanen zu gestalten. (Quelle: Tredition)

    Bei dem Vorhaben, ein Bündnis einiger Sippen herzustellen, werden einige Männer von Gaidemar gefangen genommen. Durch ein Ablenkungsmanöver gelingt es jedoch die Gefangenen zu befreien und den Plan einer Allianz gegen die Römer, fortzusetzen. Währenddessen macht sich der, von seinen Verletzungen erholte Titus Suetonius, an die Planung eines weiteren Angriffes auf die Barbaren, die ihm im Jahr zuvor die grausame Verletzung zugefügt haben.

    Die Story von Band zwei, rund um die Hermunduren umfasst insgesamt 28 Kapitel und setzt genau nach den Geschehnissen aus Band eins an (3 Tage später). Wie auch schon im Vorgänger, gibt es hier neben der Kapitelüberschrift, die Angabe von Ort und Zeit. Was das zeitliche Einordnen der Geschehnisse, deutlich erleichtert. Neben diesen Angaben wird dem/der kundigen Leser/-inn, weitere bereits bekannte, Elemente auffallen. So werden auch in Band zwei, alle neuen Wörter beim ersten Erscheinen, dick gedruckt und im Wortverzeichnis erklärt. Leser/-innen von Band eins, werden diese Hilfe eventuell nicht (mehr) benötigen (zumindest nicht bei allen Wörtern), neue Leser/-innen hilft dies beim Einstieg aber schon. Hier sind wir dann auch schon bei einem wichtigen Punkt, nämlich ob man diesen Band unabhängig vom Ersten lesen kann. Rein vom Verständnis ist dies möglich. Die Story vom Vorgänger wird jedoch nicht nochmals zusammengefasst, aber innerhalb der Handlung gibt es kleine Rückblicke, die für einen groben Überblick ausreichen. Wenn man jedoch alle Details, Einzelheiten und Entwicklung verstehen möchte, kommt man kaum um Band eins herum (mal davon abgesehen, dass ich das Buch jedem nur empfehlen kann). Die Charaktere sind einem ebenfalls aus Band eins bekannt und werden weiter mit Hintergründen und Leben gefüllt (z. B. die Kindheit von Titus). Dadurch ist ein genaueres Bild der Charaktere und ihren Entwicklungen möglich. Ebenfalls zur besseren Vorstellung trägt der detaillierte Schreibstil des Autoren bei. Besonders in Kämpfen (von dem es in dem Buch wenige, dafür aber gut beschriebene gibt), wirkt sich das positiv aus. Mir persönlich, blieb eine Stelle im Gedächtnis, in dem jemand gefoltert wurde. Hier war es so detailliert, dass ich mitgelitten habe.
    Neben den zahlreichen Informationen über die Charaktere, gibt es im Laufe der Story noch einiges Wissenswertes über die damalige Zeit zu erfahren (z. B. Besatzung der Schiffe). An dieser Stelle kann ich jedem interessierten das Kompendium von Band 1-5 ans Herz legen (Rezension hierzu erfolgt noch).
    Das ganze Buch über wird eine Spannung aufgebaut, die zum Weiterlesen motiviert. Mit jeder neuen Seite kommt man dem Höhepunkt etwas näher, bis man ans Ende des Buches kommt und feststellt, man muss dringend auch noch Band drei lesen. Die Stelle an der der Autor das Buch beendet, wurde dabei gut gewählt und bildet einen guten Ansatz für das nächste Abenteuer.

    Cover:
    Anmerkung: Das Cover unterscheidet sich Gestaltungstechnisch nicht von den anderen Covern dieser Reihe. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Beschreibung inhaltlich kaum.

    Die Grundfarbe des Covers ist grün. Auf der Vorderseite gibt es dann ein Rechteck, auf dem einige Römer zu sehen sind (eigentlich ist es immer derselbe Römer, der nur verdoppelt wurde). Damit bezieht das Coverbild sich direkt zum Inhalt des Buches, denn dort spielen ebenfalls Römer eine Rolle. Leider wirkt das Cover so ein wenig einfallslos, was aber nicht bedeutet, es würde nicht zum Buch passen. Über dem Rechteck befindet sich der Titel der Reihe (alle Bücher der Reihe tragen den Titel “Die Legende vom Hermunduren), unter dem Rechteck findet sich dann der Titel des jeweiligen Buches (ebenfalls gibt es die Angabe, welcher Teil der Reihe das ist). Dieser Titel passt gut zu diesem Buch bzw. dessen, was im Buch beschrieben wird. Auch wenn man neben den Sippen, sicherlich auch die Römer mit einbeziehen muss, was den Zorn angeht.
    Auf der Rückseite sehen wir das Coverbild, nur in klein.
    Insgesamt ist das Cover zwar passend zum Buch, aber es hätte ruhig etwas mehr gestaltet werden dürfen (z. B. neben den Römern, auch ein Abbild eines anderen Stammes).

    Fazit: Dem Autoren ist es gelungen, eine wirklich tolle Fortsetzung des ersten Bandes zu erschaffen. Der Grundaufbau ist gleich und viele Elemente kommen dem/der kundigen Leser/-inn bekannt vor. Auch wenn man diesen Band noch unabhängig von Band eins lesen und mehr oder weniger verstehen kann, rate ich dazu, den ersten Band vorher zu lesen (schließlich umspannt die ganze Reihe eine Handlung und Entwicklung), denn nur so kommt man in den vollen Genuss auch des kleinsten Details. Von mir gibt es für die gelungene Fortsetzung keine andere Bewertung, als 5/5 Sterne.

    Klappentext: Der Rhein trennt Roms Imperium von der Germania Magna. Teile des Stammes der Hermunduren siedeln auf Roms Wunsch im Territorium am Main. Doch Roms Freundschaft scheint nicht von ewiger Dauer. Bisherige Tributforderungen schlugen in Sklavenjagd um und führten zur Vernichtung einer ersten Sippe. Der Drang zu noch mehr Sklaven endete für die römischen Kohorten in einem Desaster. Der Führung beraubt und geschlagen, zogen sie sich über den Rhein zurück. Zu keiner Zeit durfte Rom diese erlittene Niederlage hinnehmen.
    Tribun Titus Suetonius erhielt auch diesmal das Vertrauen seines Legaten. Mit einer weit größeren Streitmacht zog er, zur Durchsetzung römischer Ansprüche, zur Tilgung der erlittenen Schmach, zum Vollzug der Vergeltung und zur Vollendung seiner persönlichen Rache, erneut gegen die Hermunduren.
    Aber auch die Hermunduren erkannten die von Rom ausgehende Gefahr...
    Um einem erneuten Überfall begegnen zu können, suchten die bisher betroffenen Sippen Bündnispartner für den gemeinsamen Widerstand. Die Ausgesandten fanden nicht nur Zustimmung. Verrat, Gleichgültigkeit, Machtstreben und Raffgier gefährdeten die Einigkeit der hermundurischen Sippen...
    Gejagt und Gefangen genommen, erkennen die Boten schließlich die Notwendigkeit zum Brechen vorhandener Machtverhältnisse in einzelnen Sippen.
    Als wiederum von machthungrigen Sippenführern geduldete römische Sklavenjäger ins Land zogen und die Verbringung ihrer Beute auf dem Wasserweg in das unter römischer Kontrolle stehende linksrheinische Gebiet beabsichtigten fand der Zorn der Sippen seinen Ausbruch … (Quelle: Tredition)

    Autor: G. K. Grasse
    Titel: Die Legende vom Hermunduren - Zorn der Sippen
    Verlag: Tredition
    Genre: Erzählung
    Seiten: 356
    Preis: Taschenbuch:14,95 // eBook:5,95
    Erstveröffentlichung: 2017
    ISBN: 978-3743935167