Die Influencerin

Rezensionen zu "Die Influencerin"

  1. Spannende Story mit aktuellem Thema

    Sarah Rode ist als Lifestyle-Influencerin sehr erfolgreich, doch als sich eine Followerin von ihr das Leben nimmt, gibt die Community Sarah die Schuld daran. Daraufhin löscht sie all ihre Accounts, zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und überlegt mit Social Media komplett aufzuhören. Einige Zeit später erhält sie seltsame Pakete und fühlt sich verfolgt. Als dann auch noch ein Fake-Account von ihr auftaucht will sie die Wahrheit herausfinden und begibt sich damit in große Gefahr.
    Mit einem klaren Schreibstil und ohne die Szenen mit unwichtigen Informationen auszuschmücken, erzählt die Autorin eine spannende erschreckend lebensechte Story mit hochaktuellem Thema.
    Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat eines Hass-Kommentars aus der Community. Der Leser bekommt hier im Laufe der Geschichte einen guten Einblick in das Leben und die Arbeit eines Influencers und immer mal wieder eingeschobene, in kursiv geschriebenen Kapiteln geben Einblick in die Perspektive des Stalkers.
    Die Protagonistin ist authentisch gut in Szene gesetzt. Sarah erfährt wie schnell sich der Rum auf Social Media ins Gegenteil wandeln kann, sie leidet unter Schuldgefühlen, weil sie den Selbstmord ihrer Followerin Leonie nicht verhindert hat, muss sich Gedanken machen, wie es für sie in Zukunft weitergehen soll und sich um ihre Tochter Vicki kümmern, die sehr unter der Situation zu leiden hat.
    Anfangs brauchte die Handlung um in Gang zu kommen, aber zum Schluss zog das Tempo stark an. Die Entwicklungen hielten noch so einige Überraschungen bereit.
    Mir hat gut gefallen, wie die Autorin mit ihrem Thriller auf die Gefahren von Social Media aufmerksam macht.

  1. schöne- schaurige Welt des Schein - Seins

    Influencer- heutzutage ein Traumjob für viele Menschen.

    Ich fand das Buch sehr spannend und habe es an einem Nachmittag gelesen , obwohl ich dem Thema eher desinteressiert gegenüberstehe. Aufgewachsen in einer Welt , in der es noch kein Internet gab, und im täglichen Leben eher minimalistisch angehaucht, zudem noch seit 24 Jahren ohne Fernseher lebend, tangiert mich die schöne - schreckliche Welt des Schein - Seins so überhaupt nicht.
    Trotzdem hat mich das Buch sehr berührt. Diesen Zwang etwas produzieren zu müssen, kennt man natürlich aus der Arbeitswelt, aber die Abhängigkeit von sogenannten Followern die diese Produktionen anonym und ungeniert bewerten können, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Zumal keine Trennung stattfindet zwischen der natürlichen und der arbeitenden Person, da sich alles über Social-Media abspielt. Dieses sich verstellen müssen kann Menschen bestimmt in eine Lage bringen, in der sich Sarah gerade befindet, auf der Suche nach dem richtigen Ich und mit Schuldgefühlen beladen, da man in diesem Beruf auf Gedeih und Verderb all jenen ausgeliefert ist , die entweder ihre Produkte beworben haben möchten, oder denjenigen, die diesen gezeigten Idealen nacheifern, da sie selber ihr eigenes Ich nicht kennen.
    Da das Buch aus Sarahs Perspektive geschrieben ist, fand ich die Thematik sehr gut herausgearbeitet, auch gerade in Bezug auf die Familiendynamik. Das Buch ist eher ein ruhiger Psychothriller, der von den Wendungen lebt und der Angst der Protagonistin. Es kommt mit sehr wenigen Hauptfiguren aus, ist aber nie langweilig, und die Wendungen zum Ende hin überraschen dann doch.
    Der Schreibstil ist sehr gut, berührend und obwohl recht wenig aktive Spannung herrscht immer fesselnd und sehr flüssig zu lesen. Die kursiven Einschübe der vermeintlichen Täterperson lassen den Leser gut miträtseln und es gibt zu Beginn eines jeden Kapitels einen Hasspost um zu verdeutlichen, warum Sarah so handelt. Sarah als Hauptfigur war toll charakterisiert, wenngleich sie mir nicht sympathisch war, was aber zu einem Großteil daran liegen mag, dass mir diese Welt so fremd und fern ist.
    Fazit: Ein klasse Buch für alle, die ruhige Thriller mögen, die ihre Spannung aus der psychologischen , emotionalen Schreibweise holen.

  1. 4
    17. Mär 2024 

    Und, - es geht uns alle an

    Und - es geht uns alle an

    + Die Influencerin: Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich. +
    Der neue Digital-Thriller von Rebecca Russ.

    Zum Inhalt:
    Es dreht sich alles um Sarah Rode, eine bekannte Instagram-Influencerin. Sie ist sehr beliebt, hat viele Follower und somit großen Einfluss auf Ihre Fan-Gemeinde. Und, sie folgen ihr.
    Verwöhnt durch ihren Erfolg, ist sie dann umso mehr schockiert, als Anfeindungen im Netz auftauchen & sie verunglimpfen. Alles entwickelt sich zu einem gewaltigen S-Storm.
    Selbst nachdem sie ihren Kanal gelöscht hat, nimmt der Hass kein Ende. Schlussendlich bleibt selbst ihr "Off-Line" Leben weder von Attacken noch Anfeindungen verschont
    .
    Das Cover mit seinem roten Background und den goldenen Schriftzeichen spiegelt den vermeintlichen Glamour, einer Internet- Karriere.
    Mir gefällt es gut.

    + Warum schreibt man eine Rezension und warum lesen potentielle Leser diese? Welche Fragen könnten sie vorm Kauf haben? +

    Meine Rezession wird hoffentlich einige eurer möglichen Fragen beantworten.

    Aufbau - Inhalt - Momentum und Finale:

    Aufbau
    Dieser Roman ist flüssig lesbar geschrieben.
    Nach Lesepausen gelingt es mir leicht, wieder in die Story einzusteigen.
    Inhalt:
    Die Geschichte überzeugt mich durch die Nähe zu meinem täglichen, digitalen Alltag.
    Während der Lektüre beginne ich zu überlegen, ob meine Accounts gut genug gesichert sind.
    Durch das Gelesene wird aber auch klar, dass die Gefahr der Konten-Übernahme durch einen Fremden immer gegeben ist.
    Unabhängig von Status, Routine und Umfeld.

    Momentum:
    Insgesamt ist die Geschichte so geschrieben, dass jeder Lesende sich in ihr wiederfinden kann.
    Die Charaktere wurden eher oberflächlich skizziert.
    Hier passt es jedoch sehr gut, zum Roman & seinem Schwerpunkt.
    - Wissen wir doch nie genau, wer sich hinter den Profilen, Kommentaren etc. in unserem digitalen Leben verbirgt.-

    Bei den meisten Spannungsromanen profitiert der Leser von der genauen Beschreibung der Protagonisten, hier aber bleibt dem Leser das Unbekannte und schwer Interpretierbare. Gerade diese fungieren hier als Generatoren des Momentums.
    Die Realitätsnähe des Themas & möglichen Gefahren, spornen mich an und lassen mich nur schwerlich, das Buch aus der Hand legen.
    Es entwickelt sich ein Momentum und der Schwerpunkt des Erzählten, lässt mich nicht mehr los.

    Zusammenfassung:
    Die Geschichte kann durch ihre Nähe zur digitalen Realität unserer Zeit, bei mir punkten.
    In einigen Abschnitten hätte ich mir weniger, dafür aber differenziertere Spotlights & Ausführungen gewünscht.
    Das Thema wurde trotzdem in seiner Dringlichkeit & Aktualität meinem Anspruch gerecht.

    Fazit:
    Ein realitätsnaher Spannungsroman mit digitalem Schwerpunkt, der für jeden Leser eine Botschaft & Thrill, in Petto hat.
    Ich vergebe sehr gute 4*Lesesterne verbunden mit einer Leseempfehlung an alle Internet-affine Leser.

    Mit *Die Influencerin* hat der Rütten & Loening Verlag einen Spannungsroman veröffentlicht, der den Puls der Zeit trifft.

    Ab dem 14. März ist er im Buchhandel erhältlich.
    ISDN: 978-3352010057
    Formate: elektr.,Paperback & Hörbuch

  1. Pageturner

    Die Influencerin ist eine spannende Geschichte, bei der ich mir sogar gut vorstellen könnte, dass sie genau so passieren könnte. Zum Teil konnte ich mir die Auflösung schon denken, die eine oder andere Überraschung hatte die Story dann aber schon für mich im Petto. Der Schreibstil war schön locker flockig und ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen. Ich mochte die Länge der Kapitel sehr, da liest man schnell mal ein Kapitel mehr, und die passenden „Kommentare“ zum Anfang fand ich auch super. Ich mag diese kleinen Dinge sehr, die machen die Geschichte noch etwas lebendiger, vor allem, wenn es um Social Media geht. Hier wird sich auf des wesentliche beschränkt und man hat wirklich nur die Geschichte der Charaktere und nicht zu viel Geplänkel was die Vergangenheit angeht. Also kurz und knackig.Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Ein spannender Pageturner .