Die Geschichte des Sitting Bull.

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Geschichte des Sitting Bull.' von Erik Lorenz
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Inhaltsangabe zu "Die Geschichte des Sitting Bull."

Diskussionen zu "Die Geschichte des Sitting Bull."

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783938305959

Rezensionen zu "Die Geschichte des Sitting Bull."

  1. Nicht nur eine Biografie

    Biografien können so anders verschieden sein. Die klassische Biografie gleicht einem Lebenslauf. Sachlich und doch auch gelegentlich spannend, abenteuerlich. Ein biografischer Roman setzt mehr auf den Menschen und beachtet die historischen Ereignisse (hoffentlich) genau. Hier aber haben etwas Anderes. Das Leben des Häuptlings der Hunkpapa Lakota, Tatanka Iyotake wird gleichsam in Episoden erzählt. Chronologisch zwar, aber in Fortsetzungen. Ein Großvater erzählt seinem Enkel, beide selbst Lakota, von einem der größten Indianerführer des 19. Jahrhunderts. Der Enkel ist sehr „modern“, die traditionelle Erzählweise spricht ihn trotzdem an. So die Rahmenhandlung.

    Vielen Lesern, auch den „indianerkundigen“ sind die Details von Kindheit und Jugend, die ersten Jagden und Kämpfer, der erste Sonnentanz des wohl eher nachdenklichen und grüblerischen Häuptlings nicht so sehr bekannt. Die Bekanntheit tritt ein mit den Indianerkriegen nach Ende des amerikanischen Bürgerkrieges. Die Indianerschlacht am Little Bighorn, die Flucht nach Kanada und die Rücker in die USA und in das Reservat.

    Der Urenkel, Ernie LaPointe, des Häuptlings, dessen englischer Name Sitting Bull lautet und der auch als Tatanka Yotanka bezeichnet wurde, hat eine solche erzählerische Biografie geschrieben. Erik Lorenz sagt selbst, es ging ihm ganz sicher nicht um eine weitere Biografie oder gar um den Ersatz bereits bestehender. Er wollte ein anderes Buch machen. Schön erzählt und mit kleinen Erläuterungen. Am wichtigsten aber waren die Illustrationen, die Claudia Lieb anfertigte. Diese sind sehr gut gelungen. Mal eher stilistisch, an indianische Malereien erinnernd, mal detailreich, nie überladen und meist nur mit den Grundfarben auskommend.

    Das Buch ist rund rum gelungen. Es ist ein schönes Buch und wann kann man das den schon mal von einem Buch behaupten. Und so ist dem Autoren, der Illustratorin und dem Palisander-Verlag zu danken, für dieses bibliophile Produkt.

    Hier geht es zur bebilderten Langversion der Rezension.

    http://litterae-artesque.blogspot.de/2016/06/lorenz-eric-die-geschichte-...

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