Die Farben der Schönheit – Sophias Träume: Roman

Rezensionen zu "Die Farben der Schönheit – Sophias Träume: Roman"

  1. tolle Fortsetzung!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Jul 2020 

    Nun geht es also weiter mit Sophias Geschichte. Nachdem sie den Brief bekommen hatte, in dem ein Unbekannter ihr mitteilte, dass ihr Sohn noch lebe, macht sich Sophia auf den Weg nach Paris. Dort angekommen stellt sie aber fest, dass es nicht so einfach werden wird, etwas herauszufinden. Sie stößt auf Ablehnung und Schweigen und auch die Polizei ist ihr keine Hilfe. Und auch Henny scheint sehr verändert, die frühere Vertrautheit mag sich nicht mehr einstellen. Sophia muss schnell einsehen, dass sie wenig bis nichts erreichen kann. Trotzdem engagiert sie einen Privatermittler, der nach ihrer Rückreise die Augen für sie offen halten soll.

    Wieder in New York muss sie sich ihrer Zukunft stellen. Glücklicherweise hat sie das Schreiben mit dem Stellenangebot von Elizabeth Arden aufbewahrt. Und so wagt sie den Sprung zur Konkurrenz. Doch auch bei Arden läuft nicht alles so, wie sie sich das wünscht. Trotzdem gelingt es ihr, sich eine berufliche Zukunft aufzubauen. Und auch privat scheint sich einiges zum positiven zu wenden.

    Das Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an. Man ist sofort wieder im Geschehen und hat das Gefühl wieder voll in der Geschichte zu sein. Sophias Schicksal ist weiter nicht ganz einfach, aber man merkt, wie sie mit den Jahren erwachsener und reifer geworden ist. Sie ist an ihren Schicksalsschlägen gewachsen und lässt sich nicht mehr so viel gefallen. Und sie nimmt ihr Leben in die Hand, um das Beste daraus zu machen. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, war es doch damals gerade für Frauen nicht so einfach, sich selbstständig und ohne Mann ein Leben aufzubauen. Und das vor allem zur Zeit der Weltwirtschaftskrise.

    Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich bin schon gespannt, was wohl im dritten Band noch geschehen wird. Am liebsten hätte ich einfach weitergelesen.

    Daher von mir eine Leseempfehlung für diese sehr gelungene Fortsetzung.

  1. Spannend geht es weiter

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Jun 2020 

    Nachdem der erste Teil der Trilogie fast mit einem Paukenschlag endete, geht es jetzt zum Glück nahtlos weiter. Sophia, ist ohne Job und auf dem Weg nach Paris. Zu sehr hat sie der anonyme Brief erschüttert, dass ihr Sohn Louis noch leben könnte. Sie will nach Spuren suchen und hofft im günstigsten Fall Louis wieder zu finden. In Paris nimmt sie Kontakt zu ihren alten Freunden und Bekannten auf, die sie bei der Suche unterstützen wollen. Aber alles hat sich verändert. Ihre gute Freundin Henny, mit der sie damals von Deutschland nach Paris ging, hat sich sehr verändert. Auch die Suche nach Spuren von Louis gestaltet sich schwierig. Ein Privatdetektiv, den sie zufällig kennenlernt, will ihr bei der Spurensuche helfen.

    Zurück in New York und auf Jobsuche fällt Sophia das Angebot von Elisabeth Arden ein. Diese ist froh, dass sich Sophia bei ihr meldet und bietet ihr auch sofort einen Job an. Damit ist Sophia schon fast wieder ein fester Bestandteil des Puderkriegs. Interessant fand ich auch, dass Elisabeth Arden in Sophia sehr viel mehr sah, als Helena Rubinstein. Sie ging bei der Weiterentwicklung von Sophia gänzlich andere Wege, als ihre Vorgängerin. Auch die Möglichkeiten und Chancen, die sich Sophia nun boten, waren ganz anders.

    Auch persönlich entwickelt sich Sophia weiter und wird zu einer gut ausgebildeten Kosmetikerin. Die Chance, die sie dann von Elisabeth Arden erhält, ist enorm. Aber mit der Rückkehr von Helena Rubinstein ist Sophia erneut im Puderkrieg der beiden erfolgreichen Unternehmerinnen.

    Interessant fand ich in diesem Teil die Einbindung historischer Ereignisse in die Handlung. Der Zeitraum, in dem das Buch spielt, umfasst immerhin die Zeit von 1929 bis 1934. So ist Sophia bei einem Besuch in Deutschland über die Veränderungen erschüttert. Hier wird sehr deutlich, wie wenig Informationen die Amerikaner im Allgemeinen über die Weltereignisse haben. Sophia war bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht über die Veränderungen in Deutschland informiert.

    Oft ist bei einem Dreiteiler der Mittelteil der schwächste Teil. In diesem Fall gar nicht. Das Buch liest sich leicht, man will wissen, wie es weitergeht und auch die Ereignisse sind schlüssig in historische Ereignisse eingebunden.

    Ich bin jetzt schon auf den dritten Teil gespannt und hoffe, es dauert nicht mehr allzu lange. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

  1. Tolle Fortsetzung rund um den "Puderkrieg"

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Jun 2020 

    Die Geschichte der selbstbewussten jungen Sophia geht endlich weiter. Die Farben der Schönheit – Sophias Träume ist der zweite Band der Puderkrieg-Trilogie von Corina Bomann.
    Nach den Ereignissen am Ende des ersten Bandes kehrt Sophia nun nach Paris zurück. Sie freut sich ihre Freundin Henny endlich wieder zu sehen und ihre Träume zu verwirklichen. Doch das Leben ist an Henny nicht einfach so spurlos vorbeigezogen. Sie hat sich verändert und wirkt zurückgezogen.
    Als Elisabeth Arden auf Sophia zu kommt und ihr einen Job anbietet, zieht die junge Frau wieder nach New York. Dort wird sie zur wichtigen Hilfe für Elisabeth Arden beim Aufbau ihres Imperiums. Sophia selbst wird zur Kosmetikerin ausgebildet und wird immer wichtiger für das aufstrebende Unternehmen.
    Nach einiger Zeit führt Sophias Weg zurück in ihre Heimat Berlin. Auch dort sind aschwierige Zeiten angebrochen und vieles hat sich verändert.
    Auf ihrem persönlichen Weg begegnet sie alten Weggefährten, die ihr Leben verändern und von nun an begleiten sollen. Neben Sophias beruflichem Werdegang versucht sie auch ihre Privatleben in geordnete Bahnen zu verhelfen. Sie lässt sich auf eine neue Liebe ein und gibt die Hoffnung nicht auf, ihren angeblich toten Sohn doch noch lebendig in die Arme schließen zu können.
    Dieser zweite Band um Sophia und ihre Träume hat mich wieder sehr gefesselt. Corina Bomann ist einfach eine grandiose Autorin die ihr Handwerk einfach beherrscht. Sie schafft es eine interessante Geschichte zu schreiben und sie perfekt mit geschichtlichem Hintergrundwissen zu verweben. Ob Börsencrash oder die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, alles wird in die eigentlichen Handlung gebracht und so wirkt das Buch besonders realitätsnah. Die Charaktere sind toll beschrieben und haben alle ihren eigenen Charme. Ob es die warmherzige Hauptfigur Sophia ist, ihre beste Freundin Henny oder die beiden eiskalten Geschäftsfrauen Helena Rubinstein und Elisabeth Arden.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm und macht es sehr einfach, komplett in die Geschichte abzutauchen. Lediglich der Cliffhanger am Ende ist (mal wieder) ziemlich gemein. Sophia muss erneut eine Entscheidung treffen, die ihre Zukunft beeinflussen wird. Genaues erfahren wir natürlich erst im November, dann wird nämlich der finale und letzte Teil der Trilogie erscheinen.

  1. Der Puderkrieg

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Jun 2020 

    Band 2 schließt zeitlich an Band 1 an und beginnt im Jahr 1929

    Für den Neueinsteiger hat die Autorin kurz die Ausgangsposition zusammengefaßt. Nach der Übernahme von Helene Rubinsteins Firma durch die Bank hat Sophie ihre Kündigung erhalten, andererseits als positiven Aspekt hat sie einen anonymen Brief aus Frankreich erhalten mit der Mitteilung, daß ihr Sohn lebt. Deshalb ist sie per Schiff unterwegs, um ihn zu suchen. In Paris sucht sie gleich ihre alte Freundin Henny auf, die sich seltsam verhält und wie sich herausstellt, mittlerweile opiumsüchtig ist. Von ihrem überhaus unsympathischen Verlobten Jouelle bewacht wird und nur noch eine Hammergestalt ist. Da sich die Suche nach ihrem Sohn sehr schwierig gestaltet, beauftragt sie einen Detektiv und Sophie kehrt nach USA zurück. Elizabeth Arden hatte Sophie vor längerem ein Angebot bezüglich einer Anstellung gemacht, auf das sie jetzt zurückgreift. Nun steht sie zwischen zwei Fronten. Bei Arden herrschen allerdings strenge Vorgaben bezüglich Kleidung, Make-up und Einsatzgebiet. Sophie soll alle Abteilungen durchlaufen und es bleibt offen, wo sie am Ende eingesetzt wird. Elizabeth Arden nimmt sie zu größeren gesellschaftlichen Anlässen mit und führt sie in eine illustre Gesellschaft – vor allem von Damen – ein. Nach einer schwierigen Anfangszeit darf Sophie bei der Planung und Gestaltung der ersten Schönheitsfarm mitwirken und hier kommt es zu einem Wiedersehen mit Darren. Nach einer großen Aussprache beginnt ihre Liebe von Neuem und erhält die Krönung durch einen Heiratsantrag. Aber wie auch im ersten Band gibt es nicht nur gute Nachrichten, es folgen auch etliche Tiefschläge.

    Die Autorin kann einfach unterhaltsam, spannend, berührend und emotional schreiben. Der Schreibstil läßt sich so flüssig lesen, daß die Seiten nur so dahin fliegen. Von den Figuren hat man aufgrund der Beschreibungen ganz deutliche Bilder vor sich, die Sympathien bzw. Antipathien sind klar verteilt und auch von der jeweiligen Atmosphäre hat der Leser eine klare Vorstellung. Sophie muß man einfach mögen und man kann sie für die damalige Zeit als emanzipiert bezeichnen. Sie geht beruflich ihren Weg, läßt sich nicht unterkriegen und privat hofft man als Leser, daß alles noch gut ausgehen wird. Das Auto fahren lernt sie auf jeden Fall noch und das wird ihr noch mehr Freiheiten einräumen. Die Autorin läßt auch die politischen Ereignisse der Zeit mit einfließen, dadurch gewinnt das Buch an Authentizität.

    Das Buch endet – wie befürchtet – mit einem Cliffhanger und einige Fragen bleiben noch offen. Leider sind es bis zum Erscheinungstermin des nächsten Bandes noch einige Monate. Ich warte schon gespannt und empfehle das Buch sehr gerne weiter!