Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung' von Bomann, Corina
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung"

Berlin, 1926. Aufgewühlt verlässt Sophia ihr Elternhaus. Ihr Vater will sie nie wiedersehen, ihre Mutter ist in Tränen aufgelöst. Erst als sie vor ihrem Geliebten steht, begreift Sophia, dass sie das gemeinsame Kind alleine aufziehen muss. Noch dazu als Unverheiratete. Verzweifelt reist sie zu einer Freundin nach Paris, wo sich ihr eine unerhörte Möglichkeit bietet. Die große Helena Rubinstein ist von Sophias Ausstrahlung und von einer ihrer selbstgemachten Cremes begeistert. Und sie bietet ihr an, in ihrem Schönheits-Imperium zu arbeiten. Sophia reist nach New York, voller Hoffnung auf ein neues Glück.

Format:Broschiert
Seiten:544
Verlag: Ullstein
EAN:9783864931161

Rezensionen zu "Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung"

  1. Erwartungen nicht erfüllt

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 25. Feb 2021 

    Ich mag Bücher, bei denen man die ProtagonistInnen über viele Lebensjahre verfolgen kann und zudem Ortswechsel stattfinden. Beides ist hier gegeben: wir erleben eine junge Frau aus Berlin, die die Stadt in sehr jungen Jahren Richtung Paris verlässt, aber dann schon bald in New York landet.

    Es gibt persönliche Schicksale, die ich hier nicht spoilern möchte, und berufliche Entwicklungen. Es spielt in den 1920er Jahren, so dass auch die Rolle der Frauen ein wenig Thema ist.

    All dies also Stoff für spannende und unterhaltsame Stunden.

    Letztlich hat mich Band 1 der Reihe jedoch enttäuscht. Ich hatte zeitweise sogar überlegt, ob ich das Buch nicht fertig lese.

    Der Schreibstil ist ausgesprochen einfach. Das allein wäre für sich allein nicht so schlimm, würden nicht auch die Charaktere so flach bleiben. Ihre Persönlichkeiten werden nur angerissen. Es bleibt alles - für mein Empfinden - zu oberflächlich und einfach.

    Auch den örtlicher Gegebenheiten und den an sich doch spannenden Berufsbranchen (Theaterwelt und später Kosmetikbranche) - fehlt Detailliertheit.

    Es schien mir, dass die Autorin hier entweder selbst wenig eigene Kenntnisse hat oder sich nicht allzu tief in Recherchen begab. Die Darstellung war doch sehr grob. Dadurch litt die Geschichte. Die Einblicke waren zu wenig und bis zum Schluss fieberte ich auch nie wirklich mit der Protagonistin mit.

    Mir war dies zu wenig. Es fehlte mir ständig was. Es gab zu wenig Tiefe - selbst für einen Unterhaltungsroman dieser Art.

    Ich hatte mir deutlich mehr versprochen - zumal es schon drei dicke Bände gibt und die Autorin offenbar recht erfolgreich ist. Ich hatte bisher noch nichts von ihr gelesen.

    Abschließend sei noch angemerkt, dass mir weder Cover, noch Titel, noch die Schriftsetzung mit den recht großen Rändern gefiel. Das ist letztlich aber eher nebensächlich.

    Eigentlich würde ich 2 1/2 Sterne geben. Da dies nicht möglich ist, werden es wohlwollende 3.

    Es dürfte nicht überraschen, dass ich die Fortsetzungen nicht lesen werde.

  1. Wenn das Schicksal hart durchgreift...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 27. Mai 2020 

    Ich habe schon einige Romane der Autorin gelesen, weshalb ich bei Neuerscheinungen von ihr immer direkt zugreife. Und ich habe es wieder einmal nicht bereut.

    In der Geschichte geht es um Sophia, die sich leider in den falschen Mann verliebt. Als sie schwanger wird, verliert sie alles. Gemeinsam mit ihrer Freundin Henny macht sie sich auf nach Paris, um dort ihr Glück zu finden. Wird sie dem Schicksal die Stirn bieten können?

    Überrascht hat mich bei diesem Roman, dass es bereits zu Beginn schlimm wird, was ich so nicht erwartet hatte und sich dennoch interessant las. Normalerweise schweben die Figuren immer im Glück, bevor sie tief fallen und hier erlebt der Leser direkt letzteres.

    Sophia ist zu Beginn noch recht naiv, aber mit dem Schicksalsschlag wuchs sie in meinen Augen über sie hinaus. Mir fiel es leicht mich in sie einzufühlen. Klasse fand ich zudem ihre Begeisterung für Chemie und dass sie trotz allem versucht ihren Weg zu gehen.

    Noch viel lieber mochte ich jedoch ihre beste Freundin Henny. Richtig toll wie dieses Mädel ihr Leben genießt und sich aber gleichzeitig so intensiv um Sophia kümmert, denn viele andere hätten sicher die Belastung gescheut.

    Gut fand ich, dass das Thema Kosmetik nicht im Vordergrund stand, sondern nur immer mal wieder eingestreut wird. Das Erwähnen von Persönlichkeiten aus der Branche wie Helena Rubinstein empfand ich als passend.

    Etwas schade fand ich, dass man beim Lesen nur bedingt die 20er Jahre spürt. Klar merkt man anhand von Sophias Problemen, dass sie nicht in unserer Gegenwart lebt, aber dieselben Schwierigkeiten hatten Frauen ja auch noch in den 40er oder 50er Jahren.

    Der Schreibstil von Frau Bomann ist wie gewohnt flüssig und man merkt gar nicht, dass man über 500 Seiten mal eben wegliest. Es ist angenehm leichte Kost, die wenig Mühe bereitet. Durch die Geschichte konnte ich mich zudem gut wegträumen.

    Der Schluss macht Lust auf die Fortsetzung, obwohl ich die so oder so gelesen hätte.

    Fazit: Solider Startband der Trilogie mit etwas Luft nach oben. Dennoch spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.