Die Auserwählten - Im Labyrinth von Dashner

Rezensionen zu "Die Auserwählten - Im Labyrinth von Dashner"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Feb 2015 

    Spannender Auftakt der Trilogie!

    Science Fiction, Abenteuer, Dystopie, Jugendbuch? Ich finde es schwer, das Buch nur einem Genre zuzuordnen, denn es ist eine originelle, komplexe Mischung mit vielen interessanten Ideen, die sich nicht auf das Spektrum eines einzigen Genres beschränken.

    Es ist ein Buch, über das man nachdenken kann - manchmal hat es mich ein wenig an "Herr der Fliegen" erinnert, in dem ja auch eine Gruppe Jugendlicher ohne Erwachsene an einem Ort stranden, den sie nicht verlassen können, und auch "Die Auserwählten im Labyrinth" bietet Denkanstöße über Gruppendynamik, Freundschaft und soziales Verhalten. Es ist aber auch ein Buch, dass man einfach nur als spannende Unterhaltung lesen kann, wenn man das möchte.

    Denn spannend ist es auf jeden Fall! Werden die Jungen jemals einen Weg aus dem Labyrinth herausfinden? Werden die mörderischen Griewer, die schon mehrere der Jungen gestochen haben, weitere Opfer fordern? Wer steckt hinter all dem, was soll das Ganze - warum macht sich jemand die Mühe, ein riesiges Labyrinth zu bauen, nur um Jugendliche darin einzusperren? Wieso hat jeder Insasse des Labyrinths jegliche Erinnerungen an sein Leben vor dem Labyrinth verloren? Das Ganze ist zuerst wie ein kompliziertes Puzzle, dass man nicht zusammensetzen kann, weil einem die wichtigesten Teile fehlen!

    Die Charaktere fand ich überwiegend gut gelungen. Thomas ist ein Protagonist, mit dem man mitfühlen und mitfiebern kann, denn er ist mutig, entschlossen, loyal und intelligent und dabei doch ein ganz normaler Teenager, der versucht, irgendwie mit dem Wahnsinn um ihn herum klarzukommen. Die Nebencharaktere sind bunt und vielfältig, ob es jetzt die sympathischen sind wie der 12-jährige Chuck, der für Thomas schnell wie ein kleiner Bruder wird, oder der aggressive Gally, der Thomas mit unverhohlenem Hass gegenübertritt.

    Am wenigsten anfreunden konnte ich mich jedoch leider mit dem einzigen Mädchen im Labyrinth, Teresa, denn die spielt nur in einem relativ kleinen Teil der Geschichte wirklich eine Rolle, obwohl sie immer wieder erwähnt wird, und dann erfährt man meiner Meinung nach nicht genug über sie, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, dass sie nur deshalb da ist, damit es eine Liebesgeschichte geben kann... Wobei die bisher nur angedeutet ist, aber ich vermute, dass sie in den Folgebänden eine größere Rolle spielen wird.

    Den Schreibstil fand ich erst etwas gewöhnungsbedürfig, denn die Jugendlichen haben anscheinend eine eigene Umgangssprache entwickelt, und so ist der Text gespickt mit Begriffen wie "Klonk", "Neppdepp" oder "Strunk". Ich habe mich gefragt, wo diese Begriffe herkommen und wieso sich diese Sprache in nur wenigen Monaten entwickelt hat, denn länger als zwei Jahre was noch niemand im Labyrinth...? Aber ich habe mich doch schnell daran gewöhnt, und dann fand ich den Schreibstil zwar nicht sonderlich herausragend, aber auch nicht schlecht. Er ist meist eher einfach, bringt die Geschichte aber flüssig und unterhaltsam voran.

    Fazit:
    "Die Auserwählten im Labyrinth" ist ein spannendes Jugendbuch voller Abenteuer, Spannung und interessanter Charakteren. Ein sehr vielversprechender Auftakt der Trilogie, der nur wenige Fragen beantwortet, aber viele aufwirft, so dass ich mir direkt den zweiten Band gekauft habe, weil ich einfach wissen muss, wie es weitergeht!

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Nov 2014 

    Klassischer All-Ager der heutigen Zeit : spannend und blutig !

    Dystopie meets "Herr der Fliegen"

    Eine Gruppe Jugendlicher ohne Erinnerung organisiert sich ihr Überleben in einer Laborumgebung.
    Teil1 von 3 - hohe Suchtgefahr über alle Teile, Plausiblität und Glaubwürdigkeit leiden für mich von Teil zu Teil, leider.