Die 100: Roman

Rezensionen zu "Die 100: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Aug 2015 

    Die Grundidee zur Serie

    Inhalt:
    300 Jahre lang hat keiner mehr die Erde betreten. Seit einem Atomkrieg lebt der Rest der Menschheit in Raumschiffen. Doch jetzt sollen 100 verurteilte straffällige Jugendliche die Erde erkunden und schauen ob sie wieder bewohnbar ist. Ein Abenteuer das tödliche sein kann, aber auch die Schönheiten der Erde zeigt.

    Meine Meinung:
    Dies ist der erste Band von Die 100 und wirklich drauf Aufmerksam wurde ich erst durch die Serie. So wollte ich doch erst das Buch lesen bevor ich sie mir anschaute.

    Zu Beginn sei gleich gesagt das es mehrere Bände gibt und man so auch im ersten teil überwiegend Personen und Gegebenheiten kennen lernt. Erst gegen Ende kommt richtige Spannung auf.

    Was mich am Anfang ein wenig störte war so ein trockenes runterlesen der Fakten. Klar hat jeder seine Geschichte,aber ich habe diese Biografien schon lebhafter erzählt bekommen als hier. Das machte es zu Beginn zu einer etwas trockenen und lanmgatmigen Angelegenheit. Jedoch nur bis diese Vorstellungsrunde beendet war. Dann ging es und ich bekam Spaß am Lesen und an dem Buch.

    Ein anderer Störfaktor, den ich in letzter Zeit so aber häufiger Erlebe, war wie mit den geschichten des erlebten umgegangen wurde. So gibt es eine Vorgeschichte und es wurde um den heißen Brei herum geredet bis am Ende aufgelöst wird was wirklich geschehen ist. Sowas macht mich wahnsinnig und geschah leider auch hier.
    Dazu kam das ich das EBook gelesen habe und nicht immer ersichtlich war wann der Protagonist in die Vergangenheit schweifte. Das las man dann, aber manchmal dauerte das Zurechtfinden ein wenig.

    Die Figuren haben alle Charakter. Es sind Clarke, Wells, Bellamy und Glass aus deren Sicht wir die verschiedenen Kapitel lesen und es gibt noch andere Figuren die eine Rolle spielen. Es werden Gott sei Dank nicht alle 100 beschrieben, aber auch die die es sind reichen schon. Gerade zu Beginn muss man hier erst einmal zuordnen können. Dazu spielt die Geschichte sowohl auf den Schiffen, wie auch auf der Erde und das auch am Ende dieses Teils noch.

    Zum Schluss ist dann eine Art Showdown, der mit einem fiesen Cliffhanger endet. Gott sei Dank lässt der nächste Band nicht lange auf sich warten, denn bereits im Januar erscheint Die 100 - Tag 21

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 21. Jul 2015 

    Packender dystopischer Reihenauftakt

    Die 100 von Kass Morgan ist der Auftakt einer vielversprechenden dystopischen Trilogie, die bereits sehr erfolgreich in den USA ist und dort bereits als TV-Serie “The 100″ verfilmt worden ist. In der Geschichte geht es um die Menschheit, die sich aufgrund eines alles vernichtenden Atomkrieges zunächst in unterirdische Silos und später in eine Raumstation bestehend aus diversen Raumschiffen geflüchtet hat. Das Leben dort ist Hart, der Platz und damit der Lebensraum stark begrenzt weshalb jedes Verbrechen streng geahndet wird. Das Ganze läuft mittlerweile seit 300 Jahren und zwar bis heute.

    Bereits nach den ersten paar Seiten des dystopischen Auftakts Die 100 von Kass Morgan wird klar, dass das Buch ein sehr actiongeladenes aber auch durchaus emotionales Buch werden wird. Mit ihrem authentischen und realistisch gehaltenen Schreibstil gelingt es der Autorin Kass Morgan scheinbar spielend, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Während die Handlung zu Beginn des Buches sehr hektisch und unübersichtlich beginnt und nur auf einen Handlungsort, nämlich die unterschiedlichen Raumschiffe, sich fokussiert, wird das im weiteren Verlauf der Handlung etwas separiert. So wird, nachdem die verurteilten 100 zur Erde verbannt worden sind, logischerweise auch ein Fokus auf die Ereignisse auf der Erde gelegt. So erfährt man hautnah, wie sich die Ereignisse im Weltall und auf der Erde entwickeln. Zudem wird nach und nach ersichtlich, wieso die Menschheit gezwungen ist, auf die vermutlich noch radioaktiv verstrahlte Erde zurückzukehren. Dabei kann Kass Morgan nicht nur mit einem packenden und erfrischend neuem Storykonstrukt überzeugen sondern fesselt durch einen sehr gelungenen Schreib- und Erzählstil geradezu an die Seiten, wodurch man das Buch leider viel zu schnell ausgelesen hat. Die 100 kann dabei auch durch viele Cliffhanger und Ortsprünge an den Kapitelenden und einem ausgesprochen fiesem Ende für ein nahezu durchgehend sehr hohes Spannungsniveau sorgen. Lediglich die leider sehr blass gebliebenen Charaktere habe ich wirklich zu bemängeln. Es gibt viel zu viele Charaktere auf die die Autorin letztendlich aber nicht tiefgreifender eingeht. So erfährt man nur vereinzelt mehr als einen Namen. Eigenschaften, Charakterzüge o.ä. bleiben weitestgehend unerwähnt, weshalb ich oft bis zum Ende die einzelnen Charaktere nicht unterscheiden konnte. Vereinzelte Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier wieder die Regel. So kam es zumindest sporadisch doch einmal zu vertiefenden Einblicken in Charakterbeziehungen. Diese waren dann aber deutlich emotionaler als es die Beschreibung des Buches erahnen lässt. Eine Anmerkung noch zum Schluss. In der Vorabversion, welche mir für die Rezension vorgelegen hat, gab es zwischen den Sprüngen zwischen der Gegenwart und vergangenen Events keine Absätze die eine Differenzierung der unterschiedlichen Zeitlinien sehr erschwert hat. Ich hoffe sehr, dass das in der finalen Ausgabe korrigiert worden ist da so der Lesefluss des öfteren leider ein wenig ins Stocken geraten ist. Eine Unterscheidung ist mir ab und zu schwer gefallen und ich brauchte ein paar Sätze um zu realisieren, dass wir jetzt wieder zu einer anderen Zeit der Handlung sind. Update: Ich habe eine Info aus dem Verlag erhalten, dass das in der finalen Version korrigiert ist. Von daher ist auch ein sicherer Lesefluss und klare Trennung der Zeitsprünge gewährleistet.

    So bleibt ein insgesamt durchaus gelungener Eindruck von Die 100 von Kass Morgan zurück Das Buch ist emotionaler als erwartet, kann leider größtenteils nicht bei den Charakteren punkten, macht aber diese Schwächen weitestgehend mit einer sehr überzeugenden Story wieder wett. Ein solider und vielversprechender Auftakt. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
    Fazit zu Die 100

    Die 100 von Kass Morgan ist von der ersten Seite an sehr spannend, kann mit einem außergewöhnlichen Setting und einem Ende voller Cliffhanger überzeugen. Hat aber bei der Charakterbeschreibung und -Tiefe einige Schwächen. Insgesamt ein sehr vielversprechender Reihenauftakt.