Der Weihnachtswald: Ein Wintermärchen

Rezensionen zu "Der Weihnachtswald: Ein Wintermärchen"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 29. Dez 2018 

    Weihnachtswintermärchen

    Jedes Jahr fährt die Anwältin Eva zu Weihnachten zu ihrer Großmutter Anna, bei der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgewachsen ist. Es ist Anne, für die das Fest eine große Bedeutung hat, so nimmt sie auch alljährlich ein Waisenkind über die Feiertage auf. Doch heuer stehen die Feierlichkeiten unter keinem guten Stern, denn das Kind verschwindet während eines Unwetters. Was dann passiert, ist märchenhaft und bezaubernd und verändert Evas Leben für immer.

    Jedes Jahr zu Weihnachten denke ich mit, ich probiere es wieder mit einer typischen Weihnachtsgeschichte. Bei der ruppigen Juristin Eva, die Weihnachten so gar nicht ausstehen kann, habe ich mich gleich wohlgefühlt. Natürlich wird die Geschichte sentimental aber es ist doch ein klein bisschen anders als der sonstige rührselige Kitsch. Evas Wandlung ist in ein liebevolles Märchen verpackt, mehr mag ich dazu nicht verraten.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Okt 2017 

    Eine weihnachtliche Zeitreise

    Die junge, erfolgreiche Anwältin Eva Lankers hat nur eines im Auge: ihre Karriere. Dabei hält sie Freunde und Familie auf Abstand. Gefühle lässt sie nicht wirklich zu. Nun steht das Weihnachtsfest an und das verbringt die junge Frau traditionsgemäß, wenn auch widerstrebend, im Haus ihrer Großmutter Anna Koffler. Für die 95jährige Frau ist Weihnachten schon immer etwas Besonderes und Wichtiges gewesen. Währenddessen ist Eva eher der personifizierte Mr. Scrooge. Das Fest im Hause der Oma zu verbringen, heißt für Eva auch auf Philipp wieder zu treffen, den Sohn einer lieben Freundin Ihrer Großmutter und gleichzeitig deren Haushälterin. Sofort entflammen Auseinandersetzungen, die es immer bei einem Zusammentreffen der beiden gibt. Als dann aber ein Waisenmädchen, das Anna für die Festtage eingeladen hatte, plötzlich in einem Schneesturm verschwindet, begeben sich Eva und Philipp gemeinsam auf die Suche nach dem Kind.

    Schon nach einigen Sätzen finde ich mich herrlich in der Geschichte zurecht und die Autorin kann mich mit ihrem exzellenten Schreibstil fesseln. In schöner, frischer und lebendiger Sprache erzählt die Autorin Angelika Schwarzhuber ihre Geschichte um die Familie Koffler. Die zeitlich versetzten, historischen Passagen sind sprachlich wunderbar angepasst. Die Figuren sind alle authentisch und haben Blut. Besonders die Protagonistin Eva macht eine prächtige Verwandlung durch, allerdings in kleinen Schritten, so dass die Glaubwürdigkeit bestehen bleibt. Die Geschichte selbst ist einfach nur als zauberhaft zu bezeichnen. Fast schon fieberhaft habe ich wissen wollen, wie die Story endet, so gebannt habe ich gelesen und bin den Charakteren gedanklich gefolgt. So manche Träne habe ich vor Rührung vergossen.

    Nur zu gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Dies ist das perfekte Buch für ein Adventswochenende, idealerweise mit Schnee, auf jedem Fall aber in eine warme Decke gehüllt und mit einer Tasse heißen Schokolade in Reichweite.