Der Todeszauberer: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Todeszauberer: Thriller' von Vincent Kliesch
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Eine verstümmelte Frauenleiche wird ans Havelufer geschwemmt, und Hauptkommissar Julius Kern steht vor einer neuen Herausforderung: Siebzehn Frauen hat der so genannte Schläfenmörder bereits getötet, und die Opfer haben nur eines gemeinsam – eine Schlagwunde an der rechten Schläfe. Inmitten der schwierigen Ermittlungen erhält Kern einen anonymen Brief von einem alten Bekannten: Tassilo Michaelis, freigesprochener Massenmörder und Kerns Erzfeind, scheint Informationen zu besitzen, die Kern auf die Fährte des Schläfenmörders führen könnten. Doch er verlangt dafür einen hohen Preis …

Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783442374939

Rezensionen zu "Der Todeszauberer: Thriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Mai 2016 

    Auf Mördersuche mit Julius Kern

    Der Ermittler Julius Kern steht vor einem neuen Fall. Der sogenannte Schläfenmörder hat wieder (mit dem Hammer) zugeschlagen. Seit einigen Jahren tötet der Wahnsinnige in verschiedenen Städten Deutschlands wahllos Frauen. Er schlägt scheinbar erst mit einem Hammer auf die Schläfe der Opfer, um sie bewusstlos zu machen, damit er sie dann im weiteren Verlauf noch zersägen, ertränken, oder vom Dach stoßen kann.
    Man hat den erfolgreichen Ermittler Julius Kern nun an den Fall gesetzt. Dieser stürzt sich sofort wieder in die Ermittlungen und bekommt ganz nebenbei auch noch Unterstützung von der attraktiven Kollegin Eva Fuchs aus Bayern ...

    Im zweiten Thriller von Vincent Kliesch um den Ermittler Julius Kern geht's wieder richtig spannend zur Sache.
    3 Jahre nach dem »Putzteufel-Fall« lebt Kern wieder mit seiner Frau Nathalie und seiner mittlerweile 12-jährigen Tochter Sophie zusammen. Aus seinen familiären Problemen von damals hat er aber, wie es aussieht, leider nicht viel gelernt, denn Zeit mit seiner Tochter zu verbringen, scheint für ihn fast noch immer ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Hinzu kommt, dass die attraktive Kollegin Eva Fuchs aus Bayern ein Auge auf den Ermittler geworfen hat.
    Auch der Massenmörder Tassilo aus dem Vorbuch, taucht zu meiner Freude in »Der Todeszauberer« wieder auf. - Er hat dem Buch, meiner Meinung nach, noch zusätzlich Würze verliehen. Und ich bin mir fast sicher, dass er im nächsten Thriller auch wieder vorkommen wird. - Immerhin hat er da zum Schluss etwas in die Richtung angedeutet.
    Wie auch in »Die Reinheit des Todes« ist in diesem Buch schnell klar, wer der Todeszauberer ist. - Ja, man begleitet den Mörder hier, wie auch beim Vorgänger, bei seinen Wahnsinnstaten wieder mit. - Man erfährt nach und nach seine bedauernswerte Lebensgeschichte und die abstrusen Umstände, warum er mordet. - In meinen Augen ist er ein wahrlich armseliger Mensch, der einem, wenn er nicht so skrupellos bestialische Züge an sich hätte, leid tun könnte.
    Geendet hat die ganze Vorstellung dann aber sehr zu meiner Zufriedenheit.

    Vergleichbar ist die Spannung in diesem Buch auf jeden Fall mit Klieschs erstem Thriller. Die Geschichte ist sehr mitreißend geschrieben. - Oft hab' ich recht schnell gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was weiter passiert. - Und so habe ich mich ziemlich zügig, ohne es bewusst wahrzunehmen, durch das Buch gearbeitet.
    Auch interessante, neue Protagonisten und altbekannte Charaktere, die sich verändert und mich damit überrascht haben, zeichnen die Story aus.
    Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Meine Leseempfehlung hat es auf jeden Fall.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Jan 2016 

    Magie des Todes

    Mit Mühe hat sich Kommissar Kern von den Strapazen seines letzten Falles erholt und sein Familienleben in den Griff bekommen. Auf eine Mordermittlung ist er bestimmt nicht scharf und schon gar nicht darauf, dass ein Serienmörder seine Tätigkeit nach Berlin verlegt. Doch genauso kommt es, ein Killer, der schon seit Jahren sein Unwesen treibt, hat nun in der Hauptstadt zugeschlagen. Eine grausam zugerichtete Leiche wird am Havelufer aufgefunden. Das Muster passt zu den anderen Opfern des Schläfenmörders. Die Kollegin Eva Fuchs aus München wird zu dem Fall hinzu gezogen, sie ist schon seit Beginn mit der Mordserie befasst.

    Der Mörder hat sein Thema, dies macht der Autor ziemlich schnell klar, ebenso wie er nicht damit hinter dem Berg hält, wer der Mörder ist. Wie bei einem Thriller üblich lebt der Roman aus dem Spannungsbogen zwischen den Ermittlungen der Polizei und den Handlungen des Täters, der versucht immer einen Schritt voraus zu sein. Zusätzlich greift hier noch eine dritte Partei in die Handlung ein, man könnte sagen, als Vermittler, der die beiden losen Enden verbinden kann. Dabei handelt es sich um Tassilo Michaelis, den Kern zwar überführen konnte, der dann aber vor Gericht frei gesprochen werden musste. Diese Konstellation verleiht dem Roman eine besondere Spannung.

    Gefesselt hängt der Leser an den Buchstaben, erfährt vom Leben des Killers, das von Schwermut geprägt ist. Als Kind gehänselt, mit einer dementen Großmutter geplagt, hat er es spät geschafft, sich zu befreien, allerdings einen so großen psychischen Schaden davon getragen, dass er sich nicht anders auszudrücken vermag als über besonders grausame Morde. Doch hätte er nicht auch eine Wahl gehabt? So wie er behauptet, seinen Opfern immer die Wahl gelassen zu haben. Im Milieu von Zauberern und Magiern, Varietékünstlern und Akrobaten angesiedelt bietet dieser Thriller packende Unterhaltung, bei der man sich einige Szenen allerdings nicht bildhaft vorstellen möchte.