Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman' von Stuart Turton
4
4 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman"

1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn der Teufel ist mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:608
Verlag:
EAN:9783608504910

Rezensionen zu "Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman"

  1. 5
    24. Dez 2021 

    Mörderhatz auf dem Meer

    Wieder ein Highlight! Ich habe von Stuart Turton dieses Jahr schon "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" gelesen und war von der erzeugten Spannung des Buches absolut angetan. Deswegen musste der Nachfolger auch schnell vor meine Augen kommen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Auch bei seinem neuen Buch "Der Tod und das dunkle Meer" erschafft Stuart Turton wieder diese immense Spannung. Ich konnte das Buch ganz schlecht wieder weglegen und die Seiten flogen nur so an mir vorbei. Anders ist diesmal, dass die Handlung 1634 verortet ist, also in diesem Buch auch geschichtliche Fakten vermittelt werden. Auch das Mystische und Phantastische ist wieder mit dabei, anders als beim letzten Roman, aber genauso dominant. Dieses neue Buch von Stuart Turton ist dunkel und düster, erinnert aber mehr an einen Krimi als der Vorgänger. "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" war in meinen Augen eher phantastisch gehalten. Aber wie der Autor schon im Nachwort verrät, es ist ihm wichtig Bücher zu schreiben, die man schwer zuordnen kann, weil sich in der Handlung vieles vereint und ein interessantes Konglomerat bildet. In diesem Buch hier vermischen sich ein Abenteuerroman, ein historischer Roman, eine Kriminalgeschichte, ein Schauerroman und auch eine Geschichte über die Liebe. Also von jedem etwas und das macht einen großen Reiz des Buches für mich aus. Ich finde gerade diese Mischung interessant und die immense Spannung beider Bücher einfach sensationell!

    Verortet ist diese Geschichte diesmal auf einem Schiff, der größte Teil der Geschichte spielt auf diesem Schiff, der Saardam. Damit bildet wieder ein begrenzter Raum die Bühne. Allerdings ist dieser Raum noch begrenzter als ein Herrenhaus mit den entsprechenden Ländereien dazu. Wenn man von den kleinen Eskapaden außerhalb des Schiffes mal absieht. Und wieder gibt es eine ansprechende Karte als eine kleine Hilfestellung für den Leser. Schön gemacht!

    Das Buch ist eine wunderbare und spannende Unterhaltung, ist dank der historischen Note auch noch auf einem weiteren Gebiet interessant und dieser Roman ist ein Geschenk in diesen Zeiten. Denn der Kopf darf mal kurz entfliehen und sich auf eine spannende Reise begeben. Bitte mehr davon!

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  1. Eine verfluchte Schiffsreise

    Als sich 1634 das Handelsschiff Saardam von Batavia nach Amsterdam aufmachen will, verflucht ein Aussätziger das Schiff. Auf der Reise scheint sich die Prophezeiung dann zu bewahrheiten. Es passieren unerklärliche Morde und ein unheimliches Flüstern ist zu hören. An Bord befindet sich auch der Detektiv Samuel Pipps und sein Assistent Arent Hayes. Pipps ist auf dem Weg zu seiner eigenen Hinrichtung. Doch nun versucht er die schrecklichen Vorkommnisse aufzuklären. Unterstützt wird er dabei von Hayes und Sara Wessel, die mit dem Generalgouverneur verheiratet ist. Wird es ihnen gelingen, das Schiff vor dem Untergang zu bewahren?
    Dem Autor Stuart Turton ist es gelungen, mich von Anfang an in die Geschichte hineinzuziehen, denn er erzählt außerordentlich fesselnd. Es ist ein Kriminalroman, der manchmal ziemlich brutal und oft auch etwas gruselig ist. Gleichzeitig wird es ein wenig fantastisch und mystisch.
    Die Personen an Bord der Saardam sind sehr gut und individuell dargestellt. Macht wird ausgespielt und Intrigen angezettelt. Es zeigen sich die dunklen Seiten der Personen. Sie haben ihre Geheimnisse und wollen diese wahren. Aber auch Aberglauben treibt das teuflische Spiel. Es wird keine leichte Aufgabe für Pipps und seine Helfer.
    Die Spannung bleibt die ganze Zeit erhalten und lädt dazu ein mit zu rätseln. Immer wieder gibt es falsche Fährten, doch am Ende lässt sich alles überraschend auf.
    Ein spannender, aber ziemlich düsterer Roman.

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  1. nicht wirklich was für mich

    Eigentlich hätte ich nach 'Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle' schon wissen sollen, dass der Autor wohl gar nichts für mich ist. Dennoch musste ich sein neustes Werk 'Der Tod und das dunkle Meer' lesen. Und was soll ich sagen? Auch dieses Buch habe ich nicht beendet, da es einfach gar nichts für mich war. Den Schreibstil finde ich ja voll in Ordnung und ich konnte schnell durch die paar Seiten fliegen, die ich gelesen habe. Aber der Inhalt war für mich einfach ziemlich langweilig. Viel zu viele Gespräche, die meiner Meinung nach nicht wirklich zu etwas geführt haben. Man hat zwischendrin das Gefühl, dass der Autor selbst noch nicht so recht weiß, wohin die Reise ihn in seinem Buch führen soll. Und in einer Rezension habe ich gelesen, dass das Ende wohl recht konstruiert wirkte und genau so habe ich es mir dann auch vorgestellt, weshalb ich es einfach nicht zu Ende lesen wollte/konnte. Vielleicht ist irgendwann die Zeit dazu und vielleicht fuchse ich mich noch in die Geschichten von Stuart Turton rein, aber gerade ist mir meine Zeit irgendwie zu schade für ein Buch, welches mich nicht richtig fesseln kann.

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  1. Rezension zu Der Tod und das dunkle Meer

    1634:
    Der Detektiv Samuel Pipps und sein Freund und treuer Begleiter Arent Hayes sind an Bord der Saardam in Richtung Heimat. Samuel reist allerdings als Gefangener, gerade hat er noch einen kostbaren und wichtigen Schatz in Batavia wiedergefunden, nun liegt er in Ketten und fährt zu seiner Hinrichtung. An Bord befinden sich auch der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Aber auch ein ungebetener Gast ist mit dabei, die dunkle Prophezeiung die kurz vorm Auslaufen verkündet wurde, scheint wahr zu sein, denn der Teufel scheint sich an Bord geschlichen zu haben. Unerklärliche Morde geschehen, und in der Nacht geht ein Flüstern durchs Schiff, das alle an Bord verführen möchte Ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Arent versucht mit Sara und Pipps Hilfe dem ganzen auf die Spur zu kommen und das Rätsel zu lösen, das die Passagiere miteinander verbindet und anscheinend tief in die Vergangenheit reicht, bevor das Schiff sinkt…

    Der Tod und das dunkle Meer stammt aus der Feder von Stuart Turton.

    Arent Hayes begleitet seinen Freund Samuel Pipps an Bord der Saardam, die ihn zu Hinrichtung bringen soll. Dabei versucht er nicht nur das Rätsel zu lösen, sondern trotz der widrigen Umstände die Überfahrt für Pipps so angenehm wie möglich zu gestalten. Arent Hayes ist ein wirklich sympathischer Protagonist, kräftig, muskulös und eher eine Kämpfernatur, der seinen intellektuellen Fähigkeiten nicht traut. Samuel Pipps empfand ich schwer zu fassen, einerseits dadurch das er durch die Gefangenschaft an Bord wenig Raum einnimmt bei den Ermittlungen, aber auch seine Charakterbeschreibung machten es mir schwer in wirklich gut einzuordnen. Sara Wessel ist eine intelligente Frau, die mit ihrem Schicksal als Ehefrau, ohne Rechte hadert, sie bekommt hier endlich die Chance was zu leisten und aus dem Rollenbild auszubrechen, was sie sichtlich aufblühen lässt. Die meisten Mitreisenden, bzw. Besatzungsmitglieder sind einfach nur unsympathisch bis böse, was natürlich die ganze Szenerie zusätzlich würzt. Die Stimmung die auf dem Schiff und auch später herrscht, empfand ich wirklich sehr gut eingefangen und die Zuspitzung der Situation gut nachvollziehbar, dem Autor ist es gelungen eine düstere Atmosphäre zu schaffen, in die man als Leser eintauchen kann.

    Die Ermittlungen laufen nur schleppend, es dauert lange bis sich so langsam für Arent und Sara ein Bild ergibt, dem sie wirklich folgen können. Die Zusammensetzung der mitfahrenden Personen und ihr Unterschied in der sozialen Stellung macht es den Beiden zusätzlich schwer an Informationen zu kommen. Mir als Leser war einiges vor den Beiden schon klar, anderes vor allem die Auflösung hatte ich dann so nicht auf dem Schirm und konnte mich dadurch überraschen.

    Der Autor vermischt hier einen historischen Roman mit Krimielementen was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Dabei wie er im Nachwort aber erklärt er, dass eine historische Genauigkeit für ihn bei der Erzählung nicht im Vordergrund stand. Mir persönlich sind diese Ungenauigkeiten nicht wirklich aufgefallen, dafür war ich meistens viel zu sehr in die Geschichte vertieft, auch wenn es für mich ein paar kleine Längen gab.

    Mein Fazit:
    Ein gelungener historischer Kriminalroman, der bei mir vor allem mit seiner Atmosphäre und dem zu lösenden Rätsel bei mir punkten konnte.

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  1. Eine unheilvolle Schiffsreise

    Inhalt (Klappentext):
    Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt.
    Stuart Turton liefert mit diesem Buch ein prächtiges Spektakel. Schon von Beginn an wird der Leser von der bildhaften Atmosphäre eingefangen. Das bunte Treiben im Hafen von Batavia, die knarrenden Segel, das Getümmel auf den Schiffen der Ostindien-Kompanie. Aber auch das Unheilvolle und Dunkle, das über dieser Reise zu hängen scheint, wird sehr gut transportiert. Wie schon bei seinem Debütroman „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ ist die Handlung äußerst komplex und genreüberschreitend. Turton beschränkt sich aber nicht nur auf den abenteuerlichen und geheimnisvollen Plot, sondern schildert nebenbei auch noch die teils unzumutbaren Zustände, die damals bei diesen Überfahrten herrschten, die strengen Hierarchien innerhalb der Mannschaft, aber auch der Passagiere sowie die Unterdrückung und Ausbeutung der Frauen, ungeachtet ihrer gesellschaftlichen und sozialen Stellung. Dies alles beschreibt er in einem flotten und gut lesbaren Stil. Im Mittelteil kommt es hin und wieder zu ein paar Längen und es wurde kurzzeitig auch etwas unübersichtlich, aber zum Ende wurde die Geschichte wieder gradliniger und die Auflösung besticht durch ihre Stringenz.
    Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mich wunderbar unterhalten. Ein echter Schmöker für gemütliche und spannende Lesestunden.

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  1. 4
    29. Aug 2021 

    In der Seele

    Im Jahr 1634 will der Generalgouverneur mit dem Schiff von Batavia nach Amsterdam reisen, um einen Sitz im Vorstand der niederländischen Ostindien-Kompanie zu werden. In diesem Zeiten ist es nie eine Spazierfahrt, doch die Fahrt auf der Saardam scheint unter einem besonders schlechten Stern zu stehen. Noch vor der Abfahrt stirbt ein Bootszimmer man unter schrecklichen Umständen und kaum losgesegelt, taucht auf dem Schiff ein seltsames Zeichen auf. Hat der Teufel dem Schiff seinen Stempel aufgedrückt? Arent Hayes soll versuchen, hinter die Ereignisse zu kommen. Dabei würde er gerne auf die Hilfe seines Förderers und Vorbilds Sammy Pipps bauen.

    Gemeinsam ermitteln können die Freunde Pipps und Hayes nicht, denn Pipps ist wegen unerklärlicher Beschuldigungen in der Gefängniszelle des Schiffes gelandet. Hayes muss sich also auf eigene Faust an die Lösung des Rätsels machen. Nur kurze Momente bleiben, die Hayes beim Gouverneur erstritten hat, bleiben den Beiden zum Austausch. Besser bündeln kann Arent Hayes seine Kräfte mit der Frau des Generalgouverneurs Sara Wessel. Auch sie ist um die Sicherheit auf dem Schiff besorgt, vor allem wegen ihrer Tochter Lia. Doch die unheimlichen Begebenheit lassen sich nicht so leicht erklären oder stoppen.

    Mit Spannung wurde dieser zweite Roman von Stuart Turton erwartet und der Autor hat mit seinem ersten Werk die Messlatte hoch gelegt. Wäre dieses nicht der Fall, wäre dieser neue Roman wohl zur vollen Zufriedenheit ausgefallen. So braucht man ein Weilchen sich zu befreien, um diesen Band uneingeschränkt genießen zu können. Dann hat man einen spannenden historischen Kriminalroman in einem besonderen Setting, der einige unheimliche Elemente hat. Die Enge des Schiffes trägt dazu bei, dass die Ereignisse, Gespräche und Stimmungen noch intensiver werden, die Gerüchte umso schneller um sich greifen und sich Emotionen hochschaukeln. Und so wird man langsam eingesaugt in eine Geschichte, die aus einer Mischung von verschiedenen Geschichten besteht, die sich schließlich zu einem Ganzen zusammenfügen. Auch wenn es einige unglaubliche Fügungen gibt, bleibt man immer gefesselt und ist am Schluss völlig überrascht. Und das ist doch das Beste, auf das man hoffen kann.

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