Der Sommer der Islandtöchter: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Sommer der Islandtöchter: Roman' von Baldvinsson, Karin
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Sommer der Islandtöchter: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:368
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Der Sommer der Islandtöchter: Roman"

  1. Hat mich nicht ganz überzeugt

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 03. Aug 2020 

    2018: Hannahs Leben ist nicht mehr das, was es war. Alles hat sich verändert, ihren Beruf kann sie nicht mehr ausüben und ihre Ehe ist am Ende. Deshalb reist sie nach Island, wo sie sich ein kleines baufällige Haus mietet. Auf dem Dachboden stößt sie auf eine alte Truhe mit Zeichnungen, die Erinnerungen an ihre Mutter wecken.
    1978: Monika verbringt mit ihren Eltern den Sommer in Island. Ihre Eltern wollen, dass sie irgendwann die Geschäfte in Lüneburg übernimmt, doch Monika träumt von einer Zukunft als Malerin. Allerdings muss sie feststellen, dass ihr Herz nicht nur für die Malerei schlägt.

    Das schöne und malerische Cover hat mich, neben dem Handlungsort Island, neugierig auf diese Geschichte gemacht.
    Das Buch ließ sich aufgrund des flüssigen Schreibstils prima lesen. Die Beschreibungen der Umgebung und der Menschen wirkten echt und lebendig. Alles wurde bildhaft beschrieben und ich konnte es mir vorstellen.
    Die Charaktere wurden gut beschrieben. Sowohl von Hannah als auch von ihrer Mutter Monika hatte ich gute Bilder vor Augen.
    Die Geschichte wurde auf zwei Zeitebenen erzählt. Beide gefielen mir, jedoch fand ich den Teil um Monika in der Vergangenheit noch ein kleines bisschen interessanter. Ich habe von beiden Frauen gerne gelesen, auch war ich gespannt, was beide erleben. Doch der richtige Funke ist irgendwie nicht übergesprungen. Beide Frauen blieben mir ein wenig zu fremd, obwohl die Gefühle gut beschrieben wurden, und die Story konnte mich nicht so richtig packen. Woran das genau lag, kann ich gar nicht sagen.

    Dieser Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen, doch so ganz konnte der Funke leider nicht überspringen. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.

  1. Neuanfang auf Island

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 24. Mai 2020 

    Dass Hannah sich zu einem Sabbatical auf Island entschließt, hat mehrere Gründe. Zum einen ist sie in der Trennungsphase von Eric, ihrem Mann. Ein zweiter Grund ist noch viel gravierender. Sie kann ihren Traumberuf als Geigerin im Orchester nie mehr ausführen. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie das Instrument kaum noch benutzen. Da ist die Auszeit auf Island gerade richtig um mit ihrem Max neu anzufangen und sich neue Ziele und Aufgaben zu suchen.

    Es ist schön zu lesen, wie schnell Hannah zu den Isländern Kontakt bekommt. Die Grundkenntnisse der Sprache hat sie versucht in einem Crashkurs zu lernen. Interessant fand ich auch, dass sie unter den Einheimischen immer wieder Menschen findet, die auch Deutsch sprechen oder verstehen. Durch die Aufgeschlossenheit findet Hannah auch schnell einen Job im Kaffee und so eine neue Aufgabe.

    Aber es gibt einen zweiten Handlungsstrang um Monika, die zusammen mit ihrer Familie 1978 Freunde auf Island besucht. Monika träumt von davon Malerin zu werden. Die Familie hat da ganz andere Pläne. Die Hochzeit mit Peter ist bereits geplant und auch der Einstieg ins Firmenimperium. Monikas Bekanntschaft mit Kristian, der ihr nicht nur die Schönheiten von Island zeigt, sondern auch Gefühle in ihr weckt, die sie bei Peter nie hatte, hat Folgen mit denen niemand gerechnet hätte.

    Was hat nun Monikas Geschichte, die ja zum Teil in Island spielt, mit der von Hannah zu tun? Wen es interessiert, der sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

    Mir hat die Umsetzung dieser Geschichte, auch der Wechsel in den Zeitabschnitten zwischen Hannah und Monika, sehr gut gefallen. Aber mir haben auch die anschaulichen Erzählungen über Hannahs Erlebnisse auf Island sehr gut gefallen. Und auch in diesem Buch wurde wieder einmal mehr gezeigt, wie schlimm es sein kann, wenn Familienmitglieder meinen über das Leben ihrer erwachsenen Kinder bestimmen zu müssen und sogar noch für ihre Zwecke beeinflussen.

    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.