Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse' von Nassim Nicholas Taleb
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Alle Schwäne sind weiß - davon waren die Europäer bis ins 17. Jahrhundert überzeugt. Dann wurde Australien entdeckt. Dort gibt es schwarze Schwäne - was keiner für möglich gehalten hatte, war auf einmal Realität.

In seinem Bestseller zeigt Nassim Taleb: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse - "Schwarze Schwäne" - gibt es viel häufiger, als wir denken. Und wir unterschätzen systematisch ihre gewaltigen Folgen.

Der erstaunliche Erfolg von Google ist ein Schwarzer Schwan, die Terrorattacken vom 11. September 2001 und globale Finanzkrisen ebenso, aber auch der Siegeszug des Internets: Wer hätte damit allen Ernstes vorher gerechnet?

Das Problem ist: Wir denken in schlüssigen Geschichten, verknüpfen Fakten zu einem stimmigen Bild, nehmen die Vergangenheit als Modell für die Zukunft. So schaffen wir uns eine Welt, in der wir uns zurechtfinden. Aber die Wirklichkeit ist anders: chaotisch, überraschend, unberechenbar.

Die Folge: Börsengurus, die mit ihren Prognosen krass danebenliegen, und Risikomanager von Banken und Versicherungen, die hilflos mit den Achseln zucken, wenn wirklich etwas Unvorhergesehenes passiert. Wer weiß, dass es Schwarze Schwäne gibt, vertraut keinem Experten mehr.

Nassim Taleb gilt als "Hauptdissident der Wall Street". Seine brillante Analyse öffnet die Augen für das, was eigentlich nie passieren dürfte - und was doch ständig geschieht.

Format:Kindle Edition
Seiten:442
EAN:

Rezensionen zu "Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse"

  1. bewertet:
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    (1 von 5 *)
     - 03. Mär 2015 

    Binsenweisheiten statt Schwarzer Schwäne

    Jahrhundertlang galt es als erwiesen, dass Schwäne ausschließlich weiß sind. Diese Ansicht wurde durch die tägliche Beobachtung immer wieder untermauert. Und zwar genau so lange, bis Australien entdeckt wurde und mit ihm der schwarze Schwan. Plötzlich war etwas, was alle bis dahin für unmöglich gehalten hatten, Wirklichkeit geworden.

    Für unmöglich gehaltene bzw. äußerst unwahrscheinliche Ereignisse, die plötzlich Realität werden und unter Umständen gewaltige Folgen nach sich ziehen, hat Autor Nassim Nicholas Taleb deshalb den Begriff Schwarzer Schwan übernommen. Und so ist auch das Buch betitelt: Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse.

    Das Mega-Erdbeben mit Reaktorunfall in Fukushima und anschließendem Tsunami ist ein Schwarzer Schwan, der erstaunliche Aufstieg und Erfolg von Google, die Anschläge von 9/11. Und eines muss man Nassim Nicholas Taleb, einem New Yorker Börsenmakler, wirklich lassen: verkaufen kann er, macht einem das Thema wirklich schmackhaft. Da will man doch mehr wissen, was es mit Schwarzen Schwänen auf sich hat. Kann man etwas tun? Sie doch irgendwie vorhersehen, sich wappnen? Irgendwelche Lehren ableiten vielleicht?

    Wer darauf spekuliert wird aber bitter enttäuscht. Denn mehr als die Beweisführung, dass das Leben und die Welt voller Unwägbarkeiten steckt und alles sowieso anders kommt, als man denkt, wird man aus diesem Buch nicht herauslesen können. Ein paar Binsenweisheiten, ein wenig Philosophie, ein paar Dutzend Seiten Autobiografisches, und ja, immer wieder der Schwarze Schwan, der durch die Seiten geistert und von dem sich der Leser irgendwann fragt: was ist denn jetzt damit? Nichts ist damit. Aber vielleicht ist die Quintessenz dieses Werkes ja die, dass Bücher mit wenig Substanz, die zu internationalen Bestsellern werden, selbst Schwarze Schwäne sein können. Vielleicht wollte uns Taleb ja das aufzeigen.