Der Schneeleopard

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Schneeleopard' von Tess Gerritsen
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Schneeleopard"

In der Wildnis lauert das Böse ...


Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Afrika zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari förmlich abgeschlachtet wurden. Nur eine Frau entkam dem Massaker und könnte Jane Rizzoli helfen, den Mörder zu identifizieren ...


Format:Kindle Edition
Seiten:417
Verlag: Limes Verlag
EAN:

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Rezensionen zu "Der Schneeleopard"

  1. Spannend, aber nichts fürs Okawango-Delta

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Jun 2015 

    Was haben das beinahe unbezahlbare Fell eines Schneeleoparden, ein bestialischer Mord an einem Tierpräparator in Boston und eine lang zurück liegende Safari in Botswana, bei der eine komplette Reisegruppe verschwindet, miteinander zu tun? Unter normalen Umständen vermutlich ziemlich wenig. Aber dass wir es hier nicht mit normalen Umständen zu tun haben, das lässt die Autorin Tess Gerritsen in ihrem 12. Band der Rizzoli-und-Isles Reihe den Leser schnell ahnen.

    Jane Rizzoli und Maura Isles sind ein eingeschworenes Ermittlerteam, das für das Boston Police Department Fälle löst. Irgendwie haben die beiden Damen Wiedererkennungswert, nicht nur aus den anderen Büchern der Reihe. Sie stehen für einen ganz bestimmten Typ, der sich in amerikanischen Crime-Serien oft findet. Es ist diese Mischung aus scharfem Verstand, Kaltschnäuzigkeit und taffem Auftreten, die man von irgendwoher zu kennen glaubt.

    Überhaupt scheinen Amerikaner einen etwas stärkeren Hang zu Drama und Klischee zu haben als andere Nationalitäten. Und da macht Tess Gerritsen als Autorin keine Ausnahme. Die Mutter der Polizistin Jane Rizzoli sitzt als psychopathische Mörderin im Gefängnis. Ihr Mann ist - natürlich - Special Agent beim FBI. Vermutlich gibt es diese Kombinationen wirklich, mir erschien sie ein klein wenig klischeehaft. Eine andere Lebenswirklichkeit durch einen ganz anderen Beruf eines Partners hätte der Geschichte vielleicht eine zusätzliche Dynamik gegeben.

    Aber Klischee hin oder her: die Geschichte hat es in sich. Gerritsens Erzählung über die Safari in Botswana und eine sich unter alptraumhaften Umständen auflösende Reisegruppe hat etwas sehr Beklemmendes. Das geht nicht mehr aus dem Kopf. Wer den Schneeleopard gelesen hat, dessen erster Gedanke ist vor einer Reise ins Okawango-Delta sicher nicht mehr das vergessene Mosiktonetz. Aber das hat was, genauso wie die raffiniert konstruierte Verbindung zu den Verbrechen in Boston Jahre später.

    Der Schneeleopard bietet in jedem Fall spannende und leicht zu lesende Unterhaltung mit routinierten Protagonisten, eine überraschende Auflösung und kann unter Umständen zu modifizierten Urlaubsplänen führen. Wer vor hat demnächst ins Okawango-Delta zu reisen, der sollte sich für die Reise eher nach einer anderen Urlaubslektüre umschauen und den Schneeleopard später lesen.

  1. Tess Gerritsen: Rizzoli & Isles // #11 Der Schneeleopard

    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Apr 2015 

    ZUSAMMENFASSUNG:
    Als ein weithin bekannter Tierpräparator auf bestialische Weise ermordet und zudem so arrangiert wird, wie er es als passionierter Jäger unzählige Male mit seiner Beute getan haben muss - aufgehängt und ausgeweidet -, ist das erst ein Mord in einer ganzen Reihe, die ein skrupelloser Psychopath nicht nur in Boston, sondern auch in anderen Teilen der Vereinigten Staaten und sogar in Afrika begangen hat. Ein Mörder, dem auf die Spur zu kommen bisher noch niemandem gelungen ist. Aber Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles sind ja auch nicht irgendjemand ...

    FAZIT:
    Nachdem die Reihe um Jane Rizzoli und Maura Isles eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen ist, waren meine Erwartungen an das neueste Werk Tess Gerritsens entsprechend hoch. Und nur so viel - ich wurde nicht enttäuscht. Kaum hatte ich die erste Seite umgeblättert, war ich auch schon wieder mittendrin in einem so spannenden Fall, dass ich das Buch - mal wieder - einfach nicht weg legen konnte, ehe ich es bis zur letzten Seite durchgelesen hatte. Mein Fazit? Tess Gerritsen nimmt ihre Leser auch beim elften Mal wieder mit auf eine Reise, die ihre Leser nicht so schnell vergessen werden. Wie immer an Spannung kaum zu überbieten, weist dieses neue Werk für mich nur einen kleinen Kritikpunkt auf. Denn anders als in den Vorgängerbüchern bleibt am Ende dieses Buches so manche Frage leider unbeantwortet, Beweg- und Hintergründe offen. Daher auch meine Bewertung ...