Der Mann, der Sherlock Holmes tötete: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Mann, der Sherlock Holmes tötete: Roman' von Graham Moore
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Arthur Conan Doyle tritt in die Fußstapfen seiner berühmtesten Figur Sherlock Holmes: Weil Scotland Yard keinen Anlass sieht, den Mord an einem augenscheinlich leichten Mädchen aufzuklären, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Er schleicht durch die dunklen Straßen des viktorianischen London und landet an Orten, die kein Gentleman betreten sollte. Etwa hundert Jahre später ist ein junger Sherlock-Fan in einen Mordfall verstrickt, bei dem Doyles verschwundenes Tagebuch und einige Fälle seines berühmten Detektivs eine wichtige Rolle spielen. Zwei Morde, zwei Amateurdetektive, zwei Welten - und ein großer Lesespaß!

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:480
EAN:

Rezensionen zu "Der Mann, der Sherlock Holmes tötete: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 08. Mär 2019 

    Elementar!

    London 1900: Arthur Conan Doyle kann Sherlock Holmes nicht ausstehen. So beschließt er, die Figur, die er erschaffen hat in der nächsten Geschichte zu töten. Doch das detektivische Alter Ego lässt ihn nicht los. Bald ist er verstrickt in mörderische Ermittlungen.
    Mehr als hundert Jahre später macht sich Harold White, erklärter Sherlockianer, auf die Suche nach Conan Doyles Tagebuch, das seit Jahrzehnten verschwunden ist.
    Graham Moore liebt es zu erzählen, er jongliert mit dem damals und heute, Fakten und Fiktionen. Abwechselnd verfolgen wir den kauzigen britischen Schriftsteller und den etwas unbedarften Amerikaner Harold, wie sie Steinchen für Steinchen eines verzwickten Rätsels lösen. Conan Doyle muss nicht nur gegen die Dummheit Scotland Yards ankämpfen – auch der Schöpfer des genialen Charakters Sherlock Holmes neigt zur Arroganz und Selbstherrlichkeit – sondern muss sich mit enttäuschten Lesern, Suffragetten und zwielichtigen gestalten herumschlagen. Harold hingegen ist ein liebenswerter, in sozialen Dingen eher ungeschickter Tölpel, der seinem großen Vorbild Sherlock Holmes nacheifert und dabei über sich hinauswächst.
    „In diesem Moment verstand Harold, dass ein ungelöstes Problem nicht einfach nur verdrießlich war, sondern das Entsetzlichste und Unerträglichste auf der ganzen Welt.“
    Der Mann der Scherlock Holmes tötete ist gelungene Unterhaltungsliteratur ohne besondere Höhen und Tiefen, erzählfreudig, witzig und spannend. Es macht Spaß den beiden ungleichen Ermittlern zu folgen. Deduktion ist ihr höchstes Gut. Graham Moore lässt seinen Gedanken freien Lauf, wie gute Kriminalliteratur funktioniert, dem konnte ich mich voll inhaltlich anschließen. Elementar!