Der Jünger von Las Vegas

Rezensionen zu "Der Jünger von Las Vegas"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Apr 2019 

    Immer wieder spannend mit Ava Lee um den Globus zu reisen

    Es ist der 2. Fall für Ava Lee, die toughe chinesisch-kanadische Wirtschaftsprüferin. Sie bekommt von „Onkel“ den Auftrag, 50 Mio. einzutreiben, um den ihr Auftraggeber bei einem Immobiliengeschäft auf den Philippinen betrogen wurde.

    Leider habe ich die Bände um Ava Lee nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen. Es handelt sich zwar jedes Mal um einen abgeschlossenen Band, aber das Privatleben wird fortgeschrieben und so konnte ich nur Puzzlestücke zusammentragen und dann richtig zusammensetzen. Der Autor schreibt spannend, das steht außer Frage, er nimmt seine Leser bei jedem neuen Buch mit Ava Lee auf eine actionreiche Verfolgung rund um den Globus mit und macht ihn mit immer neuen chinesischen Gewohnheiten bzw. Ritualen bekannt. Aber bei diesem Buch hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, daß mir Ava nicht mehr recht sympathisch ist, denn sie geht für ihren Auftraggeber wirklich über Leichen und ist dabei skrupellos. Der Auftraggeber ist zwar immer der Gute, trotzdem kommen mir langsam Zweifel, ob mir ihre Vorgehensweise gefällt.

    Also es war wieder ein packendes Leseerlebnis, aber im Moment ziehe ich mich etwas von Ava Lee zurück.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Nov 2017 

    Onkel für Ava Lee

    Die Wirtschaftsprüferin Ava Lee lebt zwar in Kanada, ihre Aufträge bekommt sie allerdings von Onkel in Hong Kong. Dieses Mal haben sie es mit einem besonders brisanten Fall zu tun. Kaum daheim angekommen, muss Ava Lee sich auf den Weg nach Asien machen, um gemeinsam mit ihrem Chef und Mentor den Kunden Tommy Ordonez aufzusuchen. Bei diesem handelt es sich zwar um einen Emporkömmling, der allerdings inzwischen so reich und einflussreich ist, dass es am einfachsten ist, seine Wünsche zu erfüllen. Bei einem Grundstücksdeal ist er offensichtlich um ca. 60 Millionen Dollar betrogen worden. Ava Lee soll herausfinden, was geschehen ist und natürlich soll sie das Geld wieder herbeischaffen.

    Ava Lee und Onkel, ihr geheimnisvoller Auftraggeber, führen hier ihren zweiten Auftrag aus. Zielstrebig begibt sich Ava Lee auf die Spur des Geldes. Buchprüferin mit Universitätsabschluss, die ihre asiatischen Wurzeln nicht verleugnet und doch stolz ist Kanadierin zu sein, das ist Ava Lee. Familie bedeutet ihr alles und so ist sie bestens geeignet sich in die Welt ihrer Auftraggeber hineinzuversetzen. Familien, die weltweit operieren und doch nach ihren ursprünglichen Traditionen handeln. Ava Lee kann der Spur des Geldes sowohl durch die Bücher folgen als auch die Beweggründe derer nachvollziehen, die das Geld aus den Büchern verschwinden ließen.

    Manchmal etwas speziell, aber immer gewitzt, intelligent und clever weckt Ava Lee viele Sympathien. Wenn einem möglicherweise auch einige Charakterzüge der Beteiligten fremd bleiben, schafft es Ava Lee mit ihrer hartnäckigen Art, den Fall zu lösen. Onkel bleibt geheimnisvoll, da die Serie mit diesem zweiten Band erst am Anfang ist, wird es vielleicht künftig noch mehr zu erfahren geben. Hier reist Ava Lee um die Welt, um dem Kunden zu seinem Recht zu verhelfen. Gerne spürt man den Beziehungsströmungen nach und wünscht sich vielleicht ein erläuterndes Wiederlesen mit einigen Personen, deren Bekanntschaft hier nur angerissen wurde.