DER JUDAS-SCHREIN: Horror

Buchseite und Rezensionen zu 'DER JUDAS-SCHREIN: Horror' von Gruber, Andreas
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "DER JUDAS-SCHREIN: Horror"

Format:Broschiert
Seiten:534
Verlag:
EAN:9783958354807

Rezensionen zu "DER JUDAS-SCHREIN: Horror"

  1. Hochwasser in Grein

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jul 2020 

    Alex Körner hat mächtige Probleme und steht kurz vor seiner Suspendierung. Seine Vorgesetzte gibt ihm eine Chance, es gab einen Mord in Grein, in seinem Geburtsort. Mit seiner Kollegin Berger macht er sich auf nach Grein. Sie kommen an den Tatort eines sehr brutalen Mordes an einer 14-jährigen. Das Ermittlerteam ist schon vor Ort und nehmen den Mord auf. Aber alles ist merkwürdig an diesem Tatort und außerdem beginnt es zu regnen. Die Eltern des Kindes benehmen sich sehr merkwürdig, ebenso wie der Arzt und anderen Bewohner des Ortes. Am nächsten Tag findet das Team den Freund der Toten, der sich erhängt haben soll. Doch das Team ist skeptisch und da der der Regen immer mehr zunimmt und die Trier sehr stark ansteigt, müssen die Ermittler im Ort bleiben, um die Morde zu klären. Die mysteriösen Ereignisse nehmen noch zu und gefährden nicht nur die Ermittlungen und das Hochwasser steigt unaufhörlich.
    Der Thriller Judas Schrein von Andreas Gruber hat alles was einen guten Thriller ausmacht, Spannung, eine ungeheuerliche Geschichte und eine leichte Gänsehaut beim Lesen. Der Spannungsbogen entwickelt sich von der ersten bis zur letzten Seite und wir unterbrochen von einem Rückblick in das Jahr 1937 und von Tagebucheinträgen eines Messdieners. Diese Einschübe verstärken die Spannung, die mich als Leser fesselt. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr flüssig und mysteriöse Wendungen in der Geschichte lassen die Spannung bis ins Unermessliche steigen. Die Verbindungen der Hauptperson zu dem Ort der Verbrechen werden sehr ausführlich beschrieben und lassen die Authentizität der Geschichte deutlich ansteigen. Es ist durchaus nachvollziehbar was dort passiert und gleichzeitig ist es auch total verrückt. Das macht das Buch so interessant und unterhaltsam.
    Ich habe von Andreas Gruber schon ein anderes Buch gelesen, und zwar aus der Marten S. Snejder Serie und habe mich dort schon sehr gut unterhalten gefühlt. Auch hier ist es wieder der unnachahmliche Schreibstil, der mich wieder gefesselt hat. Der Judas Schrein ist ein grandioses Buch und ist absolut empfehlenswert.

  1. Packend und düster

    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Jun 2020 

    „Die Tagebucheinträge waren genauso verrückt wie der Fall, in dem sie ermittelten. Womöglich passten die Ereignisse gerade deshalb zusammen.“ (Zitat Seite 328)

    Inhalt
    Er ist knapp vierzehn Jahre alt, als er seinen Geburtsort Grein am Gebirge verlässt, nun kehrt Kommissar Alex Körner aus Wien nach siebenundzwanzig Jahren als Ermittler in einem Mordfall zurück. Ein Reporterteam hat einen anonymen Hinweis erhalten und entdeckt den brutal zerfetzten Körper eines toten Mädchens. In dem kleinen Dorf stoßen Körner und sein Team auf eine Mauer des feindseligen Schweigens. Gleichzeitig macht ein starkes Hochwasser es ihnen unmöglich, den Ort zu verlassen. Was sie dann im Zuge der Ermittlungen in alten Dokumenten aus dem Jahr 1864 entdecken, widerspricht jeder kriminalistischen Logik und Vorstellungskraft.

    Thema und Genre
    Dieser Roman ist ein packender Thriller, der gleichzeitig der phantastisch-mystischen Horrorliteratur in der Tradition von H.P. Lovecraft zuzuordnen ist, wobei der Schwerpunkt der Geschichte im Bereich des dunklen, gefährlichen Übernatürlichen liegt. Ein Thema ist auch das Leben der Menschen in einer kleinen, abgeschiedenen Dorfgemeinschaft.

    Charaktere
    Das Wiener Ermittlerteam unter der Leitung von Chefinspektor Alex Körner kennt einander lange, nur die Kriminalpsychologin Sonja Berger ist erst seit drei Wochen in seinem Team. Die einzelnen Charaktere mit ihren speziellen Eigenheiten sind sehr sympathisch und stimmig geschildert, auch die zwischenmenschliche Komponente fehlt nicht.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte wird in fünf übergeordneten Teilen erzählt, die in Kapitel eingeteilt sind. Zwischen den einzelnen Teilen wird abschnittsweise ein Ereignis erzählt, das im Jahr 1937 stattgefunden hat. Auch ein altes Tagebuch aus dem Jahr 1864, im passenden Schriftbild klar abgegrenzt, spielt eine wichtige Rolle und führt langsam zum Hintergrund der aktuellen Handlung, die im knappen Zeitrahmen von Montag bis Freitag innerhalb einer Woche stattfindet. Dieser Aufbau vertieft die Spannung und ist eine hervorragende Lösung, die den Leser zuerst langsam, dann in einem immer schneller werdenden Tempo vom Thriller direkt in die dunklen Abgründe des atemberaubenden Horrors führt. Die Sprache der Tagebucheinträge passt perfekt in die damalige Zeit und hebt sich im Ausdruck von der aktuellen Handlung ab. Sehr beklemmend sind die sehr anschaulichen, atmosphärisch dichten Beschreibungen der Ereignisse, des Dorflebens und der einzelnen Dorfbewohner, und der Situation vor und während eines starken Hochwassers.

    Fazit
    Eine packende, beklemmende Mischung aus Thriller und Horror, wobei die düstere, geheimnisvolle Schauer-Komponente deutlich überwiegt. Überraschende Wendungen sorgen für Spannung und intensive Lesestunden bis zur letzten Seite.