Der Herzgräber: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Herzgräber: Thriller' von Jen Williams
3.4
3.4 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Herzgräber: Thriller"

Als Heather Evans den Nachlass ihrer Mutter ordnet, macht sie eine erstaunliche Entdeckung: Stapelweise findet sie Briefe eines verurteilten Serienkillers. Michael Reave hatte zahlreiche junge Frauen auf bestialische Weise getötet. Seit 20 Jahren verbüßt er nun schon seine Strafe in einem Hochsicherheitsgefängnis. Doch jetzt ist wieder eine junge Frau getötet worden. Man findet sie in einem ausgehöhlten Baumstumpf. Und dort, wo eigentlich ihr Herz schlagen sollte, stecken Blumen. Genauso hatte es seinerzeit Reave zelebriert. Als eine zweite Frauenleiche gefunden wird, entschließen sich Heather und Detective Ben Parker zu einem gefährlichen Schritt. Heather soll mit Michael Reave persönlich sprechen, ihm die Fragen stellen, die nur er beantworten kann. Doch die Wahrheit wird für Heather zu einem Wettlauf um ihr Leben. Gruselig wie die fantastischen Märchenwelten der Brüder Grimm und Spannung bis zur letzten Seite – der erste Thriller der preisgekrönten Autorin Jen Williams.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:384
EAN:9783596001767

Rezensionen zu "Der Herzgräber: Thriller"

  1. Zu viel Heather, zu wenig Ermittlungen

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 19. Jan 2022 

    Im Buch" Der Herzgräber" zeigt die Protagonistin Heather dem Leser ein Stück ihres Weges , direkt nach dem Tod ihrer Mutter. Sie kommt in ihren Heimatort zurück, wohnt im Haus ihrer Mutter, welches sie mit 16 Jahren verließ, und versucht sich beruflich neu zu orientieren. Außerdem findet sie Hinweise darauf, dass ihre Mutter eine völlig andere Person gewesen muss, als die, die Heather immer zu sehen bekam.
    Immer persönlicher werden die Rätsel und Heather muss sich bald ihrer Vergangenheit stellen, um die Zukunft zu verstehen.

    Dieses Buch hat einige sehr tolle Ansätze, die Geschichte ist packend , geht es doch um eine Serie grauenvoller Morde. Leider hat die Autorin hier einiges an Potenzial liegen gelassen. Dadurch, dass der Ermittler immer nur Bruchstücke berichtet, wird man als Leser zu keiner Zeit, in irgendeiner Weise in die Ermittlungen involviert, was ich persönlich schrecklich fand. Und ehrlich gesagt....die Protagonistin fand ich auch ganz schrecklich. Sie kommt sehr unsympathisch daher, nur darauf pochend, wer oder was sie einmal war, mit keinerlei Gefühl für Schuld, oder Respekt ihren Mitmenschen gegenüber. Das hat mir einen Großteil der Geschichte kaputtgemacht. Ich konnte mit der Hauptfigur nicht mitfiebern, sondern war nur genervt ob ihres merkwürdigen Verhaltens. Die Nebencharaktere sind da schon besser aufgestellt, bleiben allerdings hinter der außergewöhnlich präsenten Heather zu stark zurück. Zudem sind einige rote Fäden nicht aufgelöst, oder ungeschickt nicht mehr erwähnt. Das Ende ist sehr abrupt und bietet leider keinen aufklärungsrelevanten Bezug zu den Morden. In sich logisch und toll ausgedacht ist alles, Respekt dafür und der Schreibstil ist flüssig und spannend, bildhaft in den Beschreibungen. Auch die Rückblenden sind gut gewählt und bieten dem Leser einen Einblick hinter die Kulissen des Lebens von Heathers Mutter. Allerdings empfand ich hier, bedingt durch die sowieso schon vorhandene Farb - und Glanzlosigkeit der Nebenprotagonisten, eine leichte Langeweile, da die Personen in den Rückblenden überhaupt nicht eingeführt wurden und somit eher nebulöse Schattengestalten waren, als dass sie Spannung , oder Klarheit in die Geschichte gebracht hätten.
    Generell war es mir zu viel Heather und explizit ihr Herumgezicke und viel zu wenig Aufklärung, Auflösung, Spannungen durch Nebenprotagonisten , oder Ermittlungsarbeit. Am Ende wurde gar keine Auflösung geliefert, bezüglich der letzten Szene. Weder in Bezug auf den Vater, noch auf Lyle (wie konnte er von den Toten auferstehen ?) was geschah hinterher mit ihm, was geschah mit Ben und Nikki ??? Wer zur Hölle ist Cathy und wie kommt sie dorthin ? All diese Antworten hätte ich mir als Leser gewünscht und ehrlich gesagt auch verdient.

    Fazit: Leider hat dieses Buch meinen Lesegeschmack nicht getroffen, aber ich denke, Menschen, die gerne gut konstruierte Thriller mit sehr eckigen Protagonisten mögen, sollten hier zugreifen.

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  1. Serienkiller...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 16. Jan 2022 

    Als Heather Evans den Nachlass ihrer Mutter ordnet, macht sie eine erstaunliche Entdeckung: Stapelweise findet sie Briefe eines verurteilten Serienkillers. Michael Reave hatte zahlreiche junge Frauen auf bestialische Weise getötet. Seit 20 Jahren verbüßt er nun schon seine Strafe in einem Hochsicherheitsgefängnis. Doch jetzt ist wieder eine junge Frau getötet worden. Man findet sie in einem ausgehöhlten Baumstumpf. Und dort, wo eigentlich ihr Herz schlagen sollte, stecken Blumen. Genauso hatte es seinerzeit Reave zelebriert. Als eine zweite Frauenleiche gefunden wird, entschließen sich Heather und Detective Ben Parker zu einem gefährlichen Schritt. Heather soll mit Michael Reave persönlich sprechen, ihm die Fragen stellen, die nur er beantworten kann. Doch die Wahrheit wird für Heather zu einem Wettlauf um ihr Leben. (Klappentext)

    Bei diesem Thriller habe ich lange zwischen zwei und drei Sternen geschwankt und mich letztlich auf drei festlegen können, weil ich die eigentliche Idee gut fand und das gruselige Spannungspotential erkennbar war. Leider wurde dieses jedoch keineswegs ausgeschöpft, was vor allem an dem Verhalten des weiblichen Hauptcharakters lag.

    Im Zentrum des Geschehens steht die Journalistin Heather Evans, die sich nach dem Suizid ihrer Mutter um deren Beerdigung und den Nachlass kümmern muss. Als ihr auf dem Dachboden eine Kiste voller Briefe in die Hände fällt, merkt Heather, dass ihre Mutter einiges vor ihr verborgen gehalten hat. Die Briefe stammen allesamt von dem Serienkiller Michael Reaves, der seit Jahrzehnten im Gefängnis sitzt - was hat die Mutter mit diesem Menschen verbunden? Als Heather erfährt, dass gegenwärtig Morde geschehen, die dasselbe Muster aufweisen wie das des verurteilten Mannes, beginnt sie zu ermitteln und bringt sich - und andere - damit in Gefahr...

    Dass Michael Reaves die gegenwärtigen Taten nicht begangen hat, erklärt sich von selbst. Doch erscheint es als wahrscheinlich, dass er zumindest weiß, wer hinter den aktuellen Morden steckt. Der ermittelnde Polizeibeamte Detective Ben Parker veranlasst eine Begegnung von Heather und dem verurteilten Serienmörder. Tatsächlich spricht Reaves mit der jungen Frau, doch zieht er es vor, Botschaften mittels Grimmscher Märchen zu vermitteln, die er verändert erzählt. Das bleibt oft mysteriös, passt aber zum gruseligen Grundtenor der Erzählung.

    Diese gruselig-düstere Atmosphäre, die den Thriller durchzieht, konnte mich vor allem anfangs überzeugen. In manchen Szenen hätte ich mir am liebsten die Augen zugehalten, gerade wenn im Haus von Heathers Mutter wieder etwas manipuliert worden war. Doch die Reaktionen Heathers auf diese Ereignisse haben mich dann zunehmend ernüchtert. Ich habe nichts gegen toughe Frauen, und sicher gibt es da einige, die mutiger sind als ich. Aber ein solcher Charakter muss zumindest glaubwürdig angelegt sein. Und die Reaktionen, Handlungen, Verhaltensweisen von Heahter sind oft alles andere als das. Leichtsinnig, irrational, naiv, unsinnig - ein Muster, das sich leider bis zum Schluss durchzieht...

    Aber Heather ist nicht der einzige Charakter, der sich so verhält. Detective Ben Parker beispielsweise erweist sich als äußerst unprofessionell: plaudert unbedarft und gutgläubig Details über die Ermittlungen aus und wundert sich dann, als er diese in der Yellow Press wiederfindet. Aber Heather, die mich bald wahnsinnig gemacht hat, weil sie mit niemandem über die Vorfälle in ihrem Haus redet, war für mich hier schon das Hauptärgernis. Wenn jemand so dumm? naiv? gleichgültig? verdrängend? auf gruselige und bedrohliche Ereignisse reagiert, verlieren diese auch beim Leser an der gewünschten Atmosphäre. Schade.

    Der Schreibstil ist flüssig, so dass sich der Thriller trotz eines nicht ganz sorgfältigen Lektorats (es gibt hier doch etliche übersehene Fehler) und trotz einiger langatmiger Passagen recht zügig lesen lässt. Die Auflösung war für mich überraschend und schlüssig, auch wenn der Schluss arg konstruiert wirkte.

    Alles in allem kein wirklich überzeugendes Thrillerdebüt der Autorin, die ansonsten Fantasy-Romane verfasst. Die Idee fand ich gut, die gruselig-düstere Atmosphäre an vielen Stellen überzeugend, aber die Protagonistin verhielt sich in meinen Augen durchweg unglaubwürdig...

    Da wäre mehr drin gewesen!

    © Parden

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  1. Das Erbe des roten Wolfs

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 07. Jan 2022 

    Heather Evans kehrt nach dem Selbstmord ihrer Mutter nach Hause zurück. Als sie die Briefe des vor Jahren verurteilten Serienmörders Michael Reave findet, will sie mehr darüber erfahren. Zur gleichen Zeit werden wieder junge Frauen auf sehr ähnliche Weise getötet wie damals. Während sie mit Hilfe von Detektive Ben Parker Kontakt zu Reave aufnimmt, passieren seltsame Dinge. Und Heather begibt sich mit ihren Nachforschungen in tödliche Gefahr.
    Die Idee der Story fand ich sehr interessant und spannend, nur bei der Umsetzung haperte es leider und einige Szenen waren sehr konstruiert. Mit Heather hat die Autorin einen mir unsympathischen Charakter geschaffen und ihr Verhalten war teilweise einfach nur naiv und unlogisch.
    Gefallen hat mir der Aufbau der Geschichte. Der Handlungsstrang um Heather in der Gegenwart wird immer wieder unterbrochen von der Erzählung der Vergangenheit von Michael Reave.
    Zwar war der Schreibstil leicht lesbar, aber leider nicht so fesselnd. Meine Gedanken schweiften immer wieder mal ab. Auch die vielen fehlerhaften Wortstellungen und Rechtschreibfehler stoppten meinen Lesefluss. Der typisch für manche englische Krimis bzw. Thriller hohe Alkoholgenuss war für mich eher abstoßend.

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  1. Der rote Wolf

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Jan 2022 

    Heather fährt zurück in ihren Heimatort. Ihre Mutter ist gestorben, genau, sie hat sich umgebracht. Sogar einen Abschiedsbrief hat sie hinterlassen, der allerdings nichts klärt. Nun muss Heather die Bestattung organisieren. In dem Haus fühlt sie sich fremd. Nur eine Freundin ihrer Mutter, die etwas zu Essen vorbeibringt, gibt etwas Trost. Heather geht durch die Zimmer, planlos, sie sucht nichts, sie schaut nur. In einer alten Kiste findet sie alte Briefe. Offensichtlich schrieb ihre Mutter einem verurteilten Mörder. Davon wusste Heather nichts und das, obwohl da über Jahre hin und her gegangen sein müssen. Zur gleichen Zeit mehren sich Berichte über Frauen, die verschwunden sind.

    Heather befindet sich nach dem Tod ihrer Mutter in einer Ausnahmesituation. Auch wenn der Kontakt zu ihr nicht eng war, wenn die Mutter plötzlich auf solch eine Art nicht mehr da ist, kann vieles nicht mehr aufgearbeitet werden. Als sie dann auch noch die Briefe findet, hofft sie, der Absender könnte wenigstens ein paar ihrer Fragen beantworten. Doch der verurteilte Mörder Michael Reave gibt ihr mit seinen geheimnisvollen Aussagen nur noch mehr Rätsel auf. Wenigsten hat Heather erfahren, dass ihre Mutter als junge Frau mal in einer Kommune gelebt hat. Ein Ansatzpunkt, den sie genauer untersuchen will.

    Die unbekannten Eltern, ein wenig kennen das wohl viele, wenn sie doch etwas über Mutter oder Vater erfahren, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet haben. Für die Journalistin Heather ist das noch eine ganz andere Nummer. Aus welchem Grund nur sollte sich ihre Mutter umgebracht haben? Die sich langsam aufbauenden Befürchtungen, die Zeichen, die auf eine Bedrohung hindeuten, das macht das Buch sehr spannend. Auch wenn, Teile der Geschichte schwer zu glauben sind, so ist Heather eine zupackende junge Frau, die ihren Weg sucht und sich doch ihrer Trauer und ihrer Vergangenheit stellen muss. Eine Vergangenheit, an die sie sich nicht einmal erinnern kann. Auch wenn einige Beschreibungen etwas brutal wirken, so fesselt dieser Thriller doch und wartet mit einem Finale auf, mit dem tatsächlich nicht zu rechnen war.

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  1. Dunkle Geheimnisse

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Dez 2021 

    Heather Evans hatte kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Doch nun hat sich die Mutter das Leben genommen und Heather ordnet den Nachlass. Dabei findet sie zahlreiche Briefe des verurteilten Serienkillers Michael Reave, der zahlreiche junge Frauen auf grausam getötet und ihnen das Herz entrissen hat. Der Täter ist in einem Hochsicherheitsgefängnis, doch nun gibt es wieder Todesfällt, die auf die gleiche Art zelebriert werden wie es Reave gemacht hat. Detective Ben Parker sieht nur eine Möglichkeit. Heather soll Informationen aus Reave herausholen, die nur der Täter haben kann. Doch die Wahrheit wird zur Gefahr für Heather.
    Es ist eine düstere und schaurige Geschichte aus Märchenelementen und Thrilleranteilen. Nicht alles wird genau beschrieben, vieles wird der Vorstellungskraft der Leser überlassen, was es nicht weniger gruselig und bestialisch macht. Die Spannung ist von Anfang an da, auch wenn es zwischendurch mal Längen gab. Der Erzählstil der Autorin ist unaufgeregt und gut zu lesen.
    Heather Evens war mir nicht unbedingt sympathisch, dennoch konnte ich mich in sie hineinversetzen. Ihre Mutter war ihr fremd, trotzdem ist es für sie schockierend, dass sie sich das Leben genommen hat und noch schockierender ist es wohl, dass die Mutter Kontakt zu einem Serienmörder unterhalten hat. Es gibt einige Fragen, die Heather im Kopf herumgehen. Darum lässt sie sich auf ein Gespräch mit Reave ein. Doch auch das Gespräch bringt nicht alle Antworten und so muss sie tiefer graben. Ob sie wohl so gehandelt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie um ihr Leben bangen muss.
    In dieser Geschichte geht es nur zum Teil um die grausigen Morde, denn die Beziehungen zwischen Heather, ihrer Mutter und Michael Reave stehen mehr im Vordergrund.
    Mich at dieser Thriller gut unterhalten.

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