Der Gin des Lebens: Kriminalroman

Rezensionen zu "Der Gin des Lebens: Kriminalroman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Mär 2020 

    Der Geschmack von Gin

    Buch nimmt er sich sehr kenntnisreich dem Klassiker unter den Long Drinks an: dem Gin.

    Schon das Titelbild weckt Lust darauf und macht auf den Kriminalroman neugierig. Der ist nun ganz klassisch aufgebaut. Ein junger Mann wird aus der Bahn geworfen und nimmt das zum Anlass sich mit einem Hobby seines verstorbenen Vaters zu beschäftigen: der Destillation von Gin. Eine Flasche seiner Eigenmarke gibt es noch und Bene Lerchenfeld ist überrascht vom exzellenten Geschmack. Notizen und eine Visitenkarte aus dem Nachlass des Vaters führen Bene nach Plymouth und dort ins Callaghans Bed & Breakfast.
    Nun beginnt eine spannende Spurensuche in der Vergangenheit, eine Suche nach dem perfekten Gin und eine Suche zum Weg in Cathy Callaghans Herz.

    Eingestreut und farblich abgesetzt ist eine Geschichte des Gins, seiner Herstellung, der diversen Geschmacksträger „Botanicals“ genannt und viel Wissenswertes, das Henn seinen Lesern mitgibt. Die haben mir mindestens so gut gefallen wie der übrige Roman. Außerdem gibt es im Klappenumschlag Karten und ich liebe Landkarten, die mich direkt in den Handlungsort katapultieren. Der Krimi ist grundsolide aufgebaut, birgt allerdings keine besonderen Überraschungen oder Höhepunkte. Henn kann aber schreiben und so liest sich seine Geschichte flüssig und unterhaltsam. Allerdings fand ich den Plot ein wenig zu sehr ausrechenbar.
    Gelungen ist die Mischung aus Lovestory, Krimi und Familiendrama. Ich könnte mir das Buch wirklich gut verfilmt vorstellen, ideal für einen Samstagabend im ZDF am Sendeplatz von Lindström und Pilcher.

    Wer englisch angehauchte Cozy Crimes mag und vielleicht auch Interesse an Gin hat, ist bei diesem Buch bestens aufgehoben.