Der Geist: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Geist: Roman' von Richard Laymon
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Blutet für mich!


Eine Gruppe von Studenten probiert auf einer Party ein altes Ouija-Brett aus. Tatsächlich können sie Kontakt mit einem Geist aus dem Jenseits aufnehmen, der ihnen verrät, dass auf dem Calamity Peak, einer unzugänglichen Bergregion in Kalifornien, ein Schatz versteckt sein soll. Ein Riesenspaß – so denken die jungen Leute. Doch die Reise, die sie beginnen, führt alle in ein unaussprechliches Grauen.


Format:Taschenbuch
Seiten:512
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453676497

Rezensionen zu "Der Geist: Roman"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Jan 2015 

    Hält nicht das, was es verspricht.

    Klappentext
    Eine Gruppe von Studenten probiert auf einer Party ein altes Ouija-Brett aus. Tatsächlich können sie Kontakt mit einem Geist aus dem Jenseits aufnehmen, der ihnen verrät, dass auf dem Calamity Peak, einer unzugänglichen Bergregion in Kalifornien, ein Schatz versteckt sein soll. Ein Riesenspaß – so denken die jungen Leute. Doch die Reise, die sie beginnen, führt alle in ein unaussprechliches Grauen.

    Meine Meinung
    Story
    Ich habe schon viele Bücher des Autors gelesen. Der Geist war aber nicht das beste was ich von Richard Laymon kenne. Verspricht der Titel und der Klappentext doch eine gruselige Story, wird man beim Lesen eines besseren belehrt, denn das Buch ist wirklich nicht allzu gruselig. Ich finde es ist eher ein normaler Psychothriller der leider auch einige langatmige Passagen aufweist. Dennoch habe ich das Buch ratz fatz gelesen und es hat auch Spaß gemacht aber im Vergleich zu andern Titeln, wie zb. Der Keller, konnte das Buch nicht mithalten. Als Leser begleitet man eine Gruppe Studenten auf einen Campingausflug, die sie laut Anweisungen eines Geistes, zu einem Schatz führen soll. Das dabei nicht alles glatt läuft und eine Menge Leid und Schrecken passieren, ist bei einem Laymon ja zu erwarten. Dennoch habe ich mir bei dem Titel etwas mehr Grusel versprochen. Der Geist kam hier einfach zu kurz.
    Schreibstil
    Wie immer leicht und flüssig zu lesen, auch wenn ein paar Längen vorhanden waren. Laymon schreibt frei Schnauze, direkt, manchmal etwas obszön, wie man es eben bei ihm gewohnt ist.
    Charaktere
    Die Protagonisten werden einem in einem Laymon zwar sympatisch, oder
    eben auch nicht, aber ans Herz wachsen tun sie einem nicht. Sie sind für
    die Romane gerade richtig realistisch erschaffen, aber nicht
    tiefgründig, obwohl man hier von einigen Protagonisten schon viele
    Hintergrunddetails bekommt und man sich von ihnen ein besseres Bild
    machen kann.

    Mein Fazit

    Ein guter, aber eben nicht der beste Laymon. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen. Mir fehlte der Gruselfaktor. Dennoch lesenswert.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Aug 2014 

    Ein typischer Laymon

    "Der Geist" ist ein typischer Laymon. Eine Gruppe von jungen Menschen begibt sich in Gefahr. Manche wachsen über sich hinaus, einer bleibt der Arsch der er schon immer war, es gibt die Sympathieträger und der Rest ist ganz o.k.. Und wie von Laymon gewohnt, gibt es wieder einiges an Spannung, Sex und Gewalt. Das gehört einfach dazu. Nein, das macht diese Bücher aus und ist fester Bestandteil. Darum lieben wir diese Geschichten. Darum hat Laymon auch in Deutschland seine treuen Fans, auch über seinen Tod hinaus.

    Eigentlich spare ich mir die Bücher von Richard Laymon für schlechte Zeiten auf. Eine Leseflaute? Kein Problem, ein Laymon geht immer. Aber dieses Mal konnte ich das Buch einfach nicht ins Regal stellen, sondern erlag der Versuchung. Das lag wohl auch daran, dass einige Leute aus unserer Horrorgruppe das Buch auch sofort lasen und mir gewaltig die Nase lang machten.

    Der Einstieg war wieder absolut problemlos und ich war schon auf der ersten Seite in der Geschichte gefangen. Der ewig wuschige Howard und die schüchterne Angela schloss ich sofort in mein Herz. Aber auch die Dozentin Corie und ihr Freund Chat mochte ich ziemlich gerne. Die anderen Charaktere fand ich gut gelungen, wenn auch nicht immer sympathisch. Aber das müssen sie ja auch nicht alle sein.

    Gleich nachdem Kontakt mit dem Geist, macht sich die Gruppe auf den Weg. Sie rüsten sich aus und fahren einfach planlos mitten in die Berge. Schon vorher bekommt man die erste Gänsehaut verpasst und nachdem sie dann angekommen sind, geht es richtig los. Es gab eine kurze Zeitspanne, in der es mir ein wenig zu viel um Sex ging und die Spannung etwas nachließ. Aber die letzten 50 Seiten konnten mich wieder versöhnen. Ich las dann wirklich bis morgens um 02:00 Uhr, weil ich unbedingt wissen musste, wie das Buch endet.

    Laymons Schreibstil ist einfach super. Plastisch und bildhaft, erzeugt er ein tolles Kopfkino. Dabei liest sich die Geschichte locker und flüssig. Ich bin ehrlich froh, dass ich noch einige ungelesene Bücher des Autors im Regal stehen habe und hoffe, dass auch noch so manches ins Deutsche übersetzt wird. Es ist schon ungerecht, dass so ein toller Autor so früh sterben musste.Er hat einfach eine ganz besondere Art zu schreiben, die auch bei "Der Geist" voll zum Tragen kam. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es warteten einige Überraschungen auf das Jungvolk.

    Ich vergebe für diese 500 Seiten tolle Unterhaltung 4 von 5 Punkten, weil es noch spannendere Bücher des Autors gibt. Eine Leseempfehlung muss ich, glaube ich, nicht aussprechen, denn sicher haben alle Horrorfans schon von Richard Laymon gehört. Wenn nicht, solltet ihr das schnellstens nachholen. Es lohnt sich wirklich.

    © Beate Senft